Workshops
Runde I: Freitagvormittag
Bildung für innere Stärke und gemeinsames Wohlbefinden
Impulscoaching – Für Lernende (und Lehrende) im Dauerstress Impulscoaching ist ein wissenschaftsbasiertes Synergy-Format zur nachhaltigen Aktivierung von intrinsischer Motivation, Leistungswille und Selbstwirksamkeit. Entwickelt am Dathe-Gymnasium und Humboldt-Gymnasium in Berlin, integriert es emotionale Prozesse systematisch in den Schulalltag. Im Workshop erleben Sie das Format selbst – und erfahren, wie es schulorganisiert implementiert werden kann.
Schule steht unter Dauerdruck. Leistungsanforderungen steigen, emotionale Belastungen nehmen zu, intrinsische Motivation sinkt. Pädagogische Fachkräfte arbeiten am Limit – und Schüler*innen ebenso. Die zentrale Frage lautet daher nicht: Was können wir noch zusätzlich anbieten? Sondern: Was wirkt im Kern? Am Dathe-Gymnasium und Humboldt-Gymnasium wurde im Rahmen einer sozialpädagogischen Neukonzeption ein Format entwickelt, das emotionale Prozesse nicht auslagert, sondern systematisch in den Schulalltag integriert: Impulscoaching. Im Workshop erleben Sie das Format selbst. Sie erfahren, wie Impulscoaching: • Motivation und Leistungsbereitschaft nachhaltig stärkt • Aggression und Stress als emotionale Blockaden regulierbar macht • niedrigschwellig in Unterricht, Beratung und Schulsozialarbeit integrierbar ist • und strukturell im Schulkonzept verankert werden kann Impulscoaching ist kein Zusatzprogramm. Es ist ein transferfähiges Kerninstrument für Schulen, die Motivation, Selbstwirksamkeit und Leistungsfreude systematisch stärken wollen.
Nadja Reichardt
Matthias Jonas Mücke
Themenpfad: Bildung für innere Stärke und gemeinsames Wohlbefinden
Runde I: Fr 11:45–12:30
Anzahl Plätze: 20
Co-kognitive Fähigkeiten wie Optimismus, Mut oder Hingabe sind zentral für erfolgreiches Lernen. Doch wie können Lehrpersonen diese gezielt wahrnehmen und fördern? Dieser Workshop stellt alle sechs Co-kognitiven Fähigkeiten vor und vertieft drei exemplarisch: Optimismus, Mut und Hingabe. Im Zentrum stehen alltagstaugliche Beobachtungsinstrumente sowie praktische Unterrichtsbeispiele. Die Teilnehmenden erhalten zudem erste Ansätze, wie sie auf unterschiedliche Ausprägungen reagieren können. Ein Fokus liegt auch auf der Sprache im Unterricht.
Co-kognitive Fähigkeiten wie Optimismus, Mut oder Hingabe sind zentrale Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen, kreative Leistungen und die Entwicklung von sozialem Verantwortungsbewusstsein. Dennoch finden diese personalen Merkmale im schulischen Alltag oft wenig systematische Beachtung – obwohl sie in enger Wechselwirkung mit kognitiven Fähigkeiten stehen und wesentlich zur Entfaltung von Potenzialen beitragen Der Workshop bietet eine fundierte Einführung in das Konzept der co-kognitiven Fähigkeiten nach Joseph Renzulli und stellt alle sechs Dimensionen vor. Drei zentrale Bereiche – Optimismus, Mut und Hingabe – werden exemplarisch vertieft. Dabei wird aufgezeigt, wie diese Eigenschaften im Unterricht sichtbar werden, wie sie beobachtet und differenziert eingeschätzt werden können und welche Bedeutung sie für Motivation, Selbstwirksamkeit und Lernentwicklung haben. Im Fokus stehen praxistaugliche Beobachtungsinstrumente, konkrete Unterrichtsbeispiele sowie erste Ansätze für einen förderlichen Umgang mit unterschiedlichen Ausprägungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Rolle der Sprache im Unterricht als gezieltes Instrument zur Stärkung co-kognitiver Entwicklung.
Nicole Wunnerlich
Themenpfad: Bildung für innere Stärke und gemeinsames Wohlbefinden
Runde I: Fr 11:45–12:30
Anzahl Plätze: 20
In diesem Workshop wird das Konzept der prosilienten Lernbegleitung aufgezeigt. Diese Art der Lernbegleitung zielt durch die Kombination der Elemente Resilienz und Proaktivität darauf ab, Lernende in ihrer Selbstständigkeit und Problemlösungsfähigkeit zu stärken und zu fördern. Es werden Ziele, welche zur Stärkung der Selbstwirksamkeit beitragen, Methoden der individuellen Unterstützung und differenzierte Selbst- und Fremdeinschätzung handlungsorientiert zugänglich gemacht.
In diesem interaktiven Workshop wird erlebbar gemacht, wie die prosiliente Lernbegleitung die Lernenden der BBF in ihrer Entwicklung unterstützt und fördert. Dieses Konzept kombiniert die Elemente der Resilienz und Proaktivität, um die Selbstständigkeit und Problemlösungsfähigkeiten der Lernenden zu fördern. Resilienz bezeichnet die Fähigkeit, sich von Rückschlägen zu erholen und Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen. Proaktivität bedeutet, Verantwortung für das eigene Lernen zu übernehmen und aktiv nach Möglichkeiten zur Verbesserung zu suchen. Im Workshop beschäftigen wir uns exemplarisch mit den Zielen und Inhalten der prosilienten Lernbegleitung. Durch individuelle Unterstützung und regelmässige Reflexion werden die Kinder und Jugendliche in ihren metakognitiven Fähigkeiten gestärkt. Dazu gehören: u.a. Stärkung der Selbstwirksamkeit, Förderung der Problemlösefähigkeit, eigenständige Zieldefinition, Training im konstruktiven Umgang mit Fehlern und Misserfolgen und Durchführung von Auswertungen. Während des Workshops gibt es Raum für Austausch und Diskussion zu diesem Konzept .
Sue Egli
Themenpfad: Bildung für innere Stärke und gemeinsames Wohlbefinden
Runde I: Fr 11:45–12:30
Anzahl Plätze: 25
Future Skills und Exekutive Funktionen
In diesem Workshop geht es zur Sache! Wir nehmen Sie mit auf eine spannende Reise in die Welt der Gesellschaftsspiele und zeigen, welches Potenzial in ihnen steckt. Im Fokus stehen ausgewählte Spiele, die gezielt die exekutiven Funktionen fördern – insbesondere Bereiche wie Arbeitsgedächtnis, Inhibition und kognitive Flexibilität. Die vorgestellten Spiele lassen sich vielseitig einsetzen: im Schulalltag, in der Begabten- und Begabungsförderung sowie im therapeutischen Kontext. Sie werden die Gelegenheit haben, die Spiele selbst auszuprobieren.
In diesem Workshop geht es zur Sache! Wir nehmen Sie mit auf eine spannende Reise in die Welt der Gesellschaftsspiele und zeigen, welches grosse Potenzial in ihnen für die Förderung wichtiger kognitiver Funktionen steckt. Im Mittelpunkt stehen sorgfältig ausgewählte Spiele, die gezielt die exekutiven Funktionen ansprechen. Dazu zählen insbesondere das Arbeitsgedächtnis, die Inhibition sowie die kognitive Flexibilität – Fähigkeiten, die sowohl für schulisches Lernen als auch für den Alltag und die soziale Interaktion von zentraler Bedeutung sind. Wir zeigen auf, wie sich diese Kompetenzen auf spielerische und motivierende Weise fördern lassen. Die vorgestellten Spiele eignen sich für den Einsatz im Schulalltag, in der Begabten- und Begabungsförderung sowie im therapeutischen Setting. Dabei werden nicht nur die Spiele selbst, sondern auch verschiedene Spielvarianten und Differenzierungsmöglichkeiten ausführlich erläutert, sodass sie optimal an unterschiedliche Altersgruppen und Leistungsniveaus angepasst werden können. Sie haben die Möglichkeit, ausgewählte Spiele unter fachkundiger Anleitung selbst auszuprobieren.
Cornelia Wittwer
Kevin Wingeier
Themenpfad: Future Skills und Exekutive Funktionen
Runde I: Fr 11:45–12:30
Anzahl Plätze: 20
Games gehören zum Medienalltag vieler Kinder und Jugendlicher. Sie sind nicht nur unterhaltsam, sondern stellen gleichzeitig stets Lernangebote dar: Wie überwinde ich diesen Abgrund? Wie müssen wir zusammenspannen, um das gegnerische Team zu besiegen? Wie fühlt es sich an, strukturell diskriminiert zu sein? Und wie wäre es, eine eigene Idee für ein Game zu entwickeln? Der Workshop veranschaulicht mit Praxisbeispielen aus verschiedenen Stufen das Lernen rund um Games und geht dem Potenzial des Mediums für den Unterricht nach.
Games gehören zum Medienalltag vieler Kinder und Jugendlicher. Sie sind nicht nur unterhaltsam, sondern stellen gleichzeitig stets Lernangebote dar: Wie überwinde ich diesen Abgrund? Wie müssen wir zusammenspannen, um das gegnerische Team zu besiegen? Wie fühlt es sich an, strukturell diskriminiert zu sein? Und wie wäre es, eine eigene Idee für ein Game zu entwickeln? Future Skills wie Kommunikation, Kollaboration, kritisches Denken und Kreativität werden beim Spielen quasi «nebenbei» intensiv aufgebaut und eingeübt. Durch die interaktive und adaptive Gestaltung bieten komplexe Games Zugänge für ganz unterschiedliche Nutzungsformen: soll die Welt im Detail erkundet werden, geht es um das soziale Miteinander oder stehen Action und das Sich-Messen mit anderen im Zentrum? Auch für neurodiverse Kinder und Jugendliche können Games mit ihren klaren Regeln, Strukturen zuverlässigen Feedbackschlaufen und der zuverlässigen Orientierung zum Spielfortschritt ein unterstützendes Übungsfeld sein. Der Workshop veranschaulicht mit Praxisbeispielen aus verschiedenen Stufen das Lernen rund um Games und geht dem Potenzial des Mediums für den Unterricht nach.
Judith Mathez
Themenpfad: Future Skills und Exekutive Funktionen
Runde I: Fr 11:45–12:30
Anzahl Plätze: 20
Gemeinsam spielen Sie das EscapeBox-Spiel GARDNERGAME und erleben, wie im Team durch kreatives und kritisches Denken Abfolgen herausfordernder Rätsel und Aufgaben nach dem ’Room Escape’-Prinzip gelöst werden können. GARDNERGAME basiert auf den multiplen Intelligenzen nach Howard Gardner. Auf spielerische Weise und können diese so eingeführt oder auch vertieft werden. EscapeBox-Spiele eignen sich sowohl für kleine BBF-Gruppen als auch für ganze Klassen.
EscapeBox-Spiele fördern zentrale überfachliche Kompetenzen und stärken insbesondere die sogenannten 4K der 21st Century Skills: Kooperation, Kommunikation, Kreativität und kritisches Denken. Beim gemeinsamen Rätseln, Diskutieren und Ausprobieren lernen die Spielenden, Ideen auszutauschen, Lösungsstrategien zu entwickeln und Herausforderungen als Team zu meistern. Grundsätzlich lässt sich jedes Thema in ein EscapeBox-Spiel verwandeln. Die Spielenden versuchen dabei gemeinsam als Gruppe, Abfolgen kniffliger Rätsel, Knobel- und Querdenkeraufgaben zu lösen, um eine mit zahlreichen Schlössern gesicherte Box zu öffnen. Im Workshop spielen Sie das EscapeBox-Spiel GARDNERGAME, das auf den multiplen Intelligenzen nach Howard Gardner basiert. Dabei erhalten Sie einen praxisnahen Einblick, wie Escape-Spiele auch mit grösseren Gruppen von bis zu 25 Schüler:innen im Klassenzimmer erfolgreich durchgeführt werden können. Gleichzeitig erleben Sie selbst, wie motivierend, aktivierend und lernwirksam dieses spielbasierte Format sein kann. Das Spiel GARDNERGAME sowie die EscapeBox inklusive Grundausstattung können im Webshop oder direkt am BBF-Kongress erworben und mitgenommen werden.
Jacqueline Germann
Themenpfad: Future Skills und Exekutive Funktionen
Runde I: Fr 11:45–12:30
Anzahl Plätze: 25
Selbstreguliertes Lernen basiert auf dem Zusammenspiel kognitiver, metakognitiver und motivationaler Prozesse, die durch Lernstrategien gesteuert werden. Gerade in der Begabungs- und Begabtenförderung ist deren gezielter Einsatz zentral, wird jedoch häufig vorausgesetzt. Der Workshop gibt einen praxisnahen Einblick in zentrale Lernstrategien und zeigt unter anderem, wie diese im Unterricht systematisch vermittelt und aufgebaut werden können. Im Workshop besteht die Möglichkeit, Lernstrategien kennenzulernen und zu diskutieren.
Selbstreguliertes Lernen beschreibt einen vielschichtigen Prozess, in dem kognitive, metakognitive, motivationale, emotionale und verhaltensbezogene Komponenten zusammenwirken. Lernstrategien übernehmen dabei eine zentrale Funktion, indem sie Lernprozesse strukturieren, steuern und überwachen. Insbesondere in der Begabungs- und Begabtenförderung (BBF) wird häufig ein hohes Mass an selbstreguliertem Lernen vorausgesetzt. Der erfolgreiche Umgang mit komplexen und offenen Lernsettings erfordert jedoch, dass Schüler*innen über geeignete Strategien verfügen und diese flexibel einsetzen können. Empirische Befunde zeigen, dass der wirksame Einsatz von Lernstrategien nicht vorausgesetzt werden kann, sondern gezielter Förderung bedarf. Der Workshop vermittelt einen Überblick über zentrale kognitive, metakognitive sowie emotional-motivationale Lernstrategien und deren Bedeutung für selbstregulierte Lernprozesse in der BBF. Zudem wird aufgezeigt, wie Lernstrategien im Unterricht gezielt aufgebaut werden können. Praxisorientierte Sequenzen ermöglichen es den Teilnehmenden, Strategien zu erproben, zu reflektieren und konkrete Impulse für den eigenen Unterricht mitzunehmen.
Michelle Squindo
Themenpfad: Future Skills und Exekutive Funktionen
Runde I: Fr 11:45–12:30
Anzahl Plätze: 20
Wie kann man komplexe Probleme gemeinsam im Team angehen? Mit LEGO Spike Robotern entwickelst du zusammen mit anderen Teilnehmenden kreative Lösungen für eine Herausforderung. Dabei erlebst du, wie strukturierte Zusammenarbeit zu tragfähigen Resultaten führt und wie du zentrale Zukunftskompetenzen wie Kreativität, kritisches Denken, Kollaboration und Kommunikation gezielt fördern kannst. Der Workshop bietet praxisnahe Impulse für eine zukunfts- und kompetenzorientierte Unterrichtsgestaltung.
In diesem Workshop erlebst du, wie wirkungsvoll es ist, komplexe Probleme gemeinsam im Team anzugehen. Mit LEGO Spike Robotern entwickelst du zusammen mit anderen Teilnehmenden kreative Lösungen für eine anspruchsvolle Herausforderung. Dabei erlebst du, wie strukturierte Zusammenarbeit zu tragfähigen Resultaten führt und wie du zentrale Zukunftskompetenzen wie Kreativität, kritisches Denken, Kollaboration und Kommunikation gezielt fördern kannst. Der Workshop bietet praxisnahe Impulse für eine zukunfts- und kompetenzorientierte Unterrichtsgestaltung.
Giulia Paparo
Themenpfad: Future Skills und Exekutive Funktionen
Runde I: Fr 11:45–12:30 resp.13:15
Anzahl Plätze: 24
Wie kann Begabungsförderung im Schulalltag gelingen, ohne zusätzliche Belastungen zu erzeugen? Der Beitrag stellt die Digitale Drehtür als digitalen Lernraum vor, der interessengeleitetes, selbstreguliertes Lernen im Regelunterricht verankert. Schüler*innen arbeiten zeitweise vertieft an eigenen Interessen, übernehmen Verantwortung für ihre Lernprozesse und entwickeln fachliche wie überfachliche Kompetenzen. Digitale und perspektivisch KI-gestützte Funktionen unterstützen Orientierung und individuelle Lernwege. Praxisbeispiele zeigen, wie so kompetenzorientiertes und individualisiertes Lernen wirksam umgesetzt werden kann.
Wie kann Begabungsförderung im Schulalltag gelingen, ohne zusätzliche Belastungen für Lehrkräfte und Schulen zu erzeugen? Und wie lassen sich selbstreguliertes Lernen, Kompetenzorientierung und Leistungsentwicklung sinnvoll miteinander verbinden? Der Beitrag stellt die Digitale Drehtür als länderübergreifenden, digitalen Lernraum vor, der interessengeleitetes Lernen systematisch im Regelunterricht verankert. Aufbauend auf dem Drehtürmodell erhalten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, entlang ihrer individuellen Interessen zeitweise aus dem Unterricht auszutreten, vertiefend zu lernen und mit neuen Impulsen zurückzukehren. Im Zentrum stehen die Chancen selbstregulierten Lernens: Lernende treffen eigenständige Entscheidungen, übernehmen Verantwortung für ihre Lernprozesse und entwickeln fachliche wie überfachliche Kompetenzen in motivierenden Kontexten. Digitale – und perspektivisch KI-gestützte – Funktionen unterstützen diese Prozesse, indem sie Orientierung bieten, Lernwege sichtbar machen und individuelle Entwicklungsverläufe begleiten, ohne pädagogische Steuerung zu ersetzen. Anhand ausgewählter Praxisbeispiele zeigt der Beitrag, wie die Digitale Drehtür Schulen unterstützt, kompetenzorientiertes Lernen erleichtert und Leistungsförderung entlang individualisierter Interessen ermöglicht. Der Vortrag richtet sich an alle, die Begabungsförderung inklusiv, wirksam und zukunftsfähig weiterdenken möchten.
Michaela Rastede
Themenpfad: Future Skills und Exekutive Funktionen
Runde I: Fr 11:45–12:30
Anzahl Plätze: 30
Der Workshop bietet einen Einblick in Schreibgespräche von Lernenden der 5. Primarstufe im naturwissenschaftlichen Unterricht. Anhand authentischer Video- und Textdaten wird exemplarisch sichtbar, wie sprachlich hochleistende Schüler*innen gemeinsam Texte entwickeln und welche Rolle Unterstützungsformen dabei spielen. Thematisiert werden Merkmale gelungener Textprodukte, zentrale exekutive Funktionen im Schreibprozess sowie Konsequenzen für die Förderung leistungsstarker Lernender.
Der Workshop bietet einen exemplarischen Einblick in Schreibgespräche von Lernenden der 5. Primarstufe im naturwissenschaftlichen Unterricht. Anhand authentischer Video- und Textdaten aus dem Forschungsprojekt KoSNaWi (kollaboratives Schreiben im NaWi-Unterricht) wird sichtbar, wie sprachlich hochleistende Schüler:innen Texte verfassen und Unterstützung nutzen. Bisherige Forschung zu sprachlichen Begabungen zeigt, dass leistungsstarke Lernende eher schlechtere Ergebnisse erzielen, wenn sie zu stark durch Scaffolds geführt werden, und dass sie in leistungshomogenen Teams effizienter arbeiten. Zentral thematisiert werden Merkmale guter Textprodukte, charakteristische Gesprächssequenzen sowie deren Bedeutung für Diagnostik und Förderung. Zudem werden Anforderungen erfolgreicher Schreibprozesse aufgegriffen, die eng mit exekutiven Funktionen verbunden sind: Lernende müssen Informationen im Arbeitsgedächtnis koordinieren, den Schreibprozess steuern und kognitive Flexibilität einsetzen, um Texte adressatenbezogen auszurichten. Auf dieser Basis werden ausgewählte Aufgabenstellungen analysiert und im Hinblick auf die Förderung sprachlich leistungsstarker Schüler*innen diskutiert.
Angela Brütsch
Themenpfad: Future Skills und Exekutive Funktionen
Runde I: Fr 11:45–12:30
Anzahl Plätze: 20
Selbstwirksames Problemlösen ist eine zentrale Zukunftskompetenz. Der Workshop zeigt, wie strukturierte Problemlöseprozesse im iBBF-Unterricht dazu beitragen können, exekutive Funktionen, Ausdauer und Selbstwirksamkeit gezielt zu stärken. Anhand praxisnaher Beispiele wird aufgezeigt, wie iterative Prozesse, kognitive Flexibilität und reflektiertes Weiterdenken Kinder dabei unterstützen, Herausforderungen trotz hohem Anspruch konstruktiv zu bewältigen.
Im Zentrum dieses Workshops steht die Frage, wie Begabungsförderung Lernprozesse so gestalten kann, dass Kinder zwischen hohem Anspruch und notwendiger Ausdauer selbstwirksam handeln lernen. Exekutive Funktionen, Frustrationstoleranz und der Umgang mit Perfektionsansprüchen entwickeln sich nicht automatisch mit Begabung – sie benötigen bewusst strukturierte Problemlöseprozesse. Der Workshop zeigt praxisnah, wie solche Prozesse im iBBF-Unterricht angelegt werden können. Anhand ausgewählter Beispiele wird verdeutlicht, wie iterative Prozesse, kognitive Flexibilität und reflektiertes Weiterdenken nachhaltige Problemlösekompetenz fördern und Kinder darin unterstützen, mit Unsicherheit und Widerständen konstruktiv umzugehen. Im Fokus stehen übertragbare Gestaltungsprinzipien, die helfen, Unterricht so zu strukturieren, dass er zentrale Zukunftskompetenzen stärkt und langfristige Selbstwirksamkeit ermöglicht.
Lorena Singy
Themenpfad: Future Skills und Exekutive Funktionen
Runde I: Fr 11:45–12:30
Anzahl Plätze: 20
Innovative Konzepte der Begabtenförderung
Seit mehreren Jahren leite ich das Begabtenförderprogramm an den Primarschulen Alpen und Integra. Im ersten Workshop werde ich das zugrundeliegende Konzept meiner Arbeit vorstellen, das auf Schirmthemen und Forscherfragen basiert. Dabei wird erläutert, wie dieses Konzept wesentlich zum Erfolg der Folgeprojekte beigetragen hat und welchen Einfluss es auf die Entwicklung und Förderung der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler hatte. Dabei wird Christian Dubs auch auf das Projekt Jugendliteraturclub – Televistaeingehen.
Wie kann Begabtenförderung so gestaltet werden, dass sie Neugier, Forschergeist und vernetztes Denken nachhaltig stärkt? Der Workshop gibt Einblick in ein praxiserprobtes Förderkonzept, das auf sogenannten Schirmthemen und individuellen Forscherfragen basiert. Diese ermöglichen es Lernenden, eigene Interessen zu vertiefen, Zusammenhänge zu erkennen und eigenständig an komplexen Fragestellungen zu arbeiten. Anhand konkreter Beispiele aus der Begabtenförderung an Primarschulen wird aufgezeigt, wie Lernprozesse initiiert, begleitet und weiterentwickelt werden können. Ein besonderer Fokus liegt auf der Rolle offener Lernarrangements sowie auf der Verbindung von fachlichen Inhalten mit kreativen und forschenden Zugängen. Ergänzend wird das Projekt «Jugendliteraturclub Televista» vorgestellt, das literarisches Arbeiten mit mediengestützten Ausdrucksformen verbindet und so neue Lernräume eröffnet. Der Workshop zeigt, wie durch vernetzte Ansätze Motivation, Selbstständigkeit und kreative Leistungspotenziale gezielt gefördert werden können.
Juliane Walker
Christian Dubs
Themenpfad: Innovative Konzepte der Begabtenförderung
Runde I: Fr 11:45–12:30
Anzahl Plätze: 40
Innovative Konzepte der Begabungsförderung
In diesem Workshop erhalten Sie praxisnahe Einblicke in die Begabungs- und Begabtenförderung aus unterschiedlichen Perspektiven: als Klassenlehrperson, Fachlehrperson und Fachperson BBF. Anhand konkreter Beispiele berichte ich von meinen Erfahrungen, Stolpersteinen und praxiserprobten Tipps für den Schulalltag. Der Workshop bietet Raum für Austausch und Impulse für die eigene Praxis.
In diesem Workshop erhalten Sie praxisnahe Einblicke in die Begabungs- und Begabtenförderung aus unterschiedlichen Perspektiven: als Klassenlehrperson, Fachlehrperson und Fachperson BBF. Anhand konkreter Beispiele berichte ich von meinen Erfahrungen, Stolpersteinen und praxiserprobten Tipps für den Schulalltag. Der Workshop bietet Raum für Austausch und Impulse für die eigene Praxis.
Tatjana Crespo-Omaljev
Themenpfad: Innovative Konzepte der Begabungsförderung
Runde I: Fr 11:45–12:30
Anzahl Plätze: 40
Mentoring für hochbegabte Kinder? An vielen Schulen bisher noch nicht im Katalog der Fördermassnahmen! Mit dem neuen Buch «Genial begleitet» mit vielen Unterlagen aus der Praxis motivieren wir Schulen zur Einführung dieses Angebotes und zeigen anhand zweier Beispiele, wie sich ein Mentoringprojekt einfach umsetzen lässt.
Mentoring für hochbegabte Kinder? An vielen Schulen bisher noch nicht im Katalog der Fördermassnahmen! Doch Kinder mit sehr hohen Begabungen sind oft auch in klassischen Begabtenförderangeboten der Schulen unterfordert oder können thematisch nicht adäquat unterstützt werden. Mit dem neuen LISSA-Buch «Genial begleitet. Mentoring in der Begabtenförderung» geben wir interessierten Schulen viele Unterlagen aus der Praxis zur Hand, zur vereinfachten Umsetzung von Mentoraten. Wir möchten mit dem Workshop Schulen zur Einführung dieses Angebotes motivieren und zeigen anhand zweier Beispiele, wie sich ein Mentoringprojekt erfolgreich umsetzen lassen.
Regula Haag
Themenpfad: Innovative Konzepte der Begabungsförderung
Runde I: Fr 11:45–12:30
Anzahl Plätze: 40
Kinder sollen fürs Leben gestärkt werden und erkennen, wie eigene Ideen der Schlüssel zum Lernen sind. Die Selbststeuerung bei leistungsstarken Kindern im Volksschulalltag wird oft erwartet. Der Blick für förder- und stärkenorientierte Begleitung im Volksschulunterricht darf hier, anhand einer konkreten Umsetzungsidee mit unseren drei Säulen der IBBF, geschärft werden: Glückszeit / Glücksatelier / Boxenstopp. Über eigene Interessen der Kinder werden am Projekt Lerntechniken, das eigene Selbstbild und der Fokus auf die Reflexion behandelt.
Die Kinder trainieren mit unserer Umsetzung der IBBF ihre persönlichen Kompetenzen, und erleben wie eigene Ideen verwirklicht werden können und diese der Schlüssel zum Lernen sind. Gerne gebe ich einen Einblick wie unsere Schule mit drei Säulen (Glückszeit / Glücksatelier / Boxenstopp) dazu arbeitet und welche Voraussetzungen dafür gegeben sein müssen. Über die eigenen Interessen der Kinder werden an ihrem Projekt Lerntechniken, das eigene Selbstbild und der Fokus auf die Reflexion behandelt. Was sind unsere Herausforderungen bei dieser Arbeitsweise in integrativen Klassen? Welche Gelingensbedingungen erkannten wir bis heute? Welche Erfahrungen haben wir mit neurodivergenten Kindern gemacht -insbesondere mit hochbegabten Kindern an unserer Schule? Wo stehen wir aktuell auf unserem Weg bei deren förder- und stärkenorientierter Begleitung und deren persönlicher Selbststeuerung? Man kann in jedem Fall dazulernen und im besten Fall wird die Zeit zur Glückszeit, für alle Beteiligten.
Sybille Page
Themenpfad: Innovative Konzepte der Begabungsförderung
Runde I: Fr 11:45–12:30
Anzahl Plätze: 20
Vorstellung von LemaS, sprachlicher Begabung sowie zweier Domänen zur sprachlichen Begabungsförderung; anschliessend konkrete Materialien und Impulse, von denen aus eine sprachliche Förderung im Unterricht gelingen kann
In der 1. Phase der Bund-Länder-Initiative Leistung macht Schule wurde in zwei Domänen der Frage nachgegangen (LemaS-Forschungsverbund o.J.a+b), wodurch Sprachbegabte sich im Unterrichtskontext gesprochensprachlich und schriftsprachlich auszeichnen, denn die Beschreibung sprachliche Begabung fand vorher oft nur rudimentär statt (vgl. z.B. Farkas 2024). „Nahezu alle neueren Begabungsmodelle messen der Kreativität eine zentrale Rolle zu“ (Schwarz i.E.; s.a. Müller-Oppliger 2021, Urban 2021) und auch die Sprachbegabten überraschen durch kreative Ideen im Ausdruck oder durch deren Herangehensweise an Aufgaben (vgl. z.B. Winterscheid 2019 oder Winterscheid i.E.). Dabei sind auch Sprachbegabte keine homogene Gruppe, einige beschreiben präzise, beleuchten multiperspektivisch oder glänzen durch ihren Wortschatz (vgl. z.B. Winterscheid/Sellinger 2023). Im Vortrag werden sprachliche „Texte“ bzgl. der Kreativität betrachtet, um dann mittels medialer Impulse vorzuführen, wie sprachliche Begabungen im Unterricht gefördert werden können – hinsichtlich des Spielens mit Wörtern, Wortneuschöpfungen, Formaten etc., wobei gleichzeitig eine intensive Auseinandersetzung mit der Sprache erfolgen kann.
Jenny Winterschied
Themenpfad: Innovative Konzepte der Begabungsförderung
Runde I: Fr 11:45–12:30
Anzahl Plätze: 20
Ein Praxisbericht: An unserer Schule läuft seit zwei Jahren das sogenannte «Programm G+», welches guten und motivierten Schüler*innen einen Weg bietet, wie sie mit einem überschaubaren Zusatzaufwand ein Jahr früher zur Matur kommen können. Es bereitet während zweier Jahre auf das Überspringen des 11. Schuljahres (2. Gymnasialjahr) vor. Man geht dabei kein Risiko ein, da die Entscheidung, ob ein Jahr übersprungen wird oder nicht, erst am Ende gefällt wird. Es handelt sich also um eine Verkürzung der Gymnasialzeit.
Ein Praxisbericht: An unserer Schule läuft seit zwei Jahren das sogenannte «Programm G+», welches guten und motivierten Schüler*innen einen Weg bietet, wie sie mit einem überschaubaren Zusatzaufwand ein Jahr früher zur Matur kommen können. Es bereitet während zweier Jahre auf das Überspringen des 11. Schuljahres (2. Gymnasialjahr) vor. Man geht dabei kein Risiko ein, da die Entscheidung, ob ein Jahr übersprungen wird oder nicht, erst am Ende gefällt wird. Es handelt sich also um eine Verkürzung der Gymnasialzeit. Fragen, die sich rund um dieses Programm stellen und die im Workshop diskutiert werden: Wer eignet sich für ein solches Programm, was sind die Beweggründe (nicht) teilzunehmen? Welche organisatorischen und institutionellen Aspekte sind zu beachten, inklusive Kollegium? Und inwiefern unterscheiden sich die Möglichkeiten von Compacting/Akzeleration bezüglich verschiedener Fächer?
Thomas Bretscher
Themenpfad: Innovative Konzepte der Begabungsförderung
Runde I: Fr 11:45–12:30
Anzahl Plätze: 40
Im Workshop wird das von Witte entworfene und aus der Wirtschaft stammende Promotorenmodell vertieft in den Blick genommen. Dabei werden Beschreibungen der vier Promotor*innen anhand der Strukturlegetechnik zugeordnet und gemeinsam mit den Teilnehmenden darüber diskutiert, welche Bedeutung diesem Modell bei der Forschung über und Ausgestaltung der Begabungs- und Begabtenförderung an Schulen zukommen kann.
Alle Schüler*innen haben das Recht, eine begabungsfördernde Schule zu besuchen. Wie im Vortrag von Mirjam Maier-Rösler und Niels Anderegg dargestellt, entwickelt sich eine begabungs- und leistungsfördernde Schulkultur durch das Zusammenwirken engagierter Akteur*innen, die mit ihren unterschiedlichen Kompetenzen und Interessen zur Verankerung und Gestaltung entsprechender Strukturen und Prozesse beitragen. Im Workshop wird das von Witte entworfene und aus der Wirtschaft stammende Promotorenmodell vertieft in den Blick genommen. Während in Wirtschaftsunternehmen bereits seit längerem mit dem Modell geforscht wird, gibt es im Zuge der Diskussion um die Steuerung des Digitalen Wandels an Schulen erste Untersuchungen. Dabei wird das Passungsverhältnis des Modells mit den Besonderheiten von Schulen als pädagogische Institutionen aber noch unzureichend theoretisch reflektiert. Vor diesem Hintergrund werden im Workshop Beschreibungen der vier Promotor*innen anhand der Strukturlegetechnik zugeordnet und gemeinsam mit den Teilnehmenden darüber diskutiert, welche Bedeutung diesem Modell bei der Forschung über und Ausgestaltung der Begabungs- und Begabtenförderung an Schulen zukommen kann.
Mirjam Maier-Rösler
Themenpfad: Innovative Konzepte der Begabungsförderung
Runde I: Fr 11:45–12:30
Anzahl Plätze: 20
Ein Tennisprofi ohne Coach? Undenkbar! Im Spitzensport ist es selbstverständlich: Talente benötigen erfahrene Mentor*innen als Grundlagen jeder Hochleistung. Erfahrungen und Erkenntnisse aus mehreren Pilotversuchen zeigen, wie Mentoring/Coaching als individuelle Fördermassnahme gelingen kann. Im Workshop arbeiten wir mit praxisnahen Bausteinen, die Schulen direkt auf ihre Situation und Bedürfnisse abstimmen können.
Was im Sport seit Jahrzehnten bewährt ist, sollte auch im Schulbereich gelten: Hochbegabte Schüler*innen, deren Potenzial durch reguläre und erweiterte Fördermassnahmen nicht mehr ausreichend abgedeckt wird, brauchen eine individuell abgestimmte Begleitung. Mentoring und Coaching schaffen genau diesen Rahmen – als personalisierte, beziehungsbasierte Fördermassnahme, die greift, wenn andere Massnahmen ausgeschöpft sind. Mehrere Pilotversuche haben gezeigt, wie ein solches Mentoring/Coaching in der Schulpraxis gestaltet werden kann. Die gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse wurden in praxisnahe Konzeptbausteine übersetzt, die Schulen konkret dabei unterstützen, ein passendes Mentoringprogramm zu organisieren und umzusetzen – flexibel, niederschwellig und auf die Bedürfnisse der (hoch-)begabten Schüler*innen zugeschnitten. In diesem Workshop erhalten Schulleitungen, Fachpersonen BBF und pädagogische Verwaltungspersonen praxiserprobte Werkzeuge und konkrete Impulse für Ihre Schule. Sie sind eingeladen, voneinander zu lernen und gemeinsam weiterzudenken.
Yvonne Kesseli
Themenpfad: Innovative Konzepte der Begabungsförderung
Runde I: Fr 11:45–12:30
Anzahl Plätze: 20
Das Begabungsgütesiegel GripS (NÖ) stellt seit dem Schuljahr 2023/24 für Schulen Anreiz und Leitfaden zugleich dar, Diversität und die Potenziale aller Schüler*innen als Ressource zu sehen und begabungsfördernder Schulstandort zu werden. In der Präsentation werden die Ergebnisse der Evaluation der ersten elf zertifizierten GripS-Schulen und weiterer sieben, im Prozess befindlichen Schulen, durchgeführt in Form einer Fragebogenuntersuchung im Mixed-Methods-Design, vorgestellt und mit den Ergebnissen der Schulen einer Kontrollgruppe verglichen.
Das niederösterreichische Begabungsgütesiegel GripS (Gütesiegel ressourcen-, interessen- und potenzialorientierte Schule) stellt seit dem Schuljahr 2023/24 für Schulen der Primarstufe und Sekundarstufe I Anreiz und Leitfaden zugleich dar, Diversität und die Potenziale aller Schüler*innen als Ressource zu sehen und begabungsfördernder Schulstandort zu werden. In der Präsentation werden die Ergebnisse der Evaluation der ersten elf zertifizierten GripS-Schulen und weiterer sieben Schulen, die den begabungsfördernden Schulentwicklungsprozess bereits gestartet haben, durchgeführt in Form einer Fragebogenuntersuchung im Mixed-Methods-Design, vorgestellt und mit den Ergebnissen der Schulen einer Kontrollgruppe, die keinen Schwerpunkt im Bereich der Begabungsförderung haben, verglichen und diskutiert. Die vorliegende Studie, die im Schuljahr 2024/25 durchgeführt und abgeschlossen wurde, ist die erste ihrer Art in Österreich mit dem Ziel herauszufinden, ob derartige Begabungssiegel auf unterschiedlichen schulischen Ebenen wirksam sind und welche Implikationen sich daraus für begabungsfördernde Schulentwicklung ergeben.
Christina Fasel
Themenpfad: Innovative Konzepte der Begabungsförderung
Runde I: Fr 11:45–12:30
Anzahl Plätze: 20
Künstliche Intelligenz und Begabungsförderung
Generative KI verändert Unterricht grundlegend und bietet grosses Potenzial. Gleichzeitig stellt sich die zentrale Frage: Wie kann sie so eingesetzt werden, dass sie Lernprozesse unterstützt, ohne eigenständiges Denken zu ersetzen? Der Workshop beleuchtet Risiken wie vermindertes kognitives Engagement, Bias-Effekte und die „Komfortfalle“ im Umgang mit KI. Er zeigt auf, warum eigenständige Denkprozesse – insbesondere bei Kindern und Jugendlichen – aktiv gefördert werden müssen und welche Rolle Wissen und Vorwissen dabei spielen. Im Fokus steht ein reflektierter, konstruktiver Umgang mit KI, der individuelles Denken stärkt und als Grundlage für nachhaltiges Lernen nutzt.
Durch KI ist das gesamte Unterrichtsgeschehen an den Schulen verändert. Richtig eingesetzt ist generative KI ein geniales Werkzeug. Im Moment fokussieren wir uns auf die technischen Möglichkeiten. Eine banal klingende Frage, die es aber schnellstmöglich gilt, zu beantworten: Wie setzen wir KI bestmöglich ein? Eigene Denkprozesse dürfen nicht ersetzt werden, sondern begleitet. Zuerst selbst nachdenken, dann KI befragen. Wer wenig Vertrauen in eigenes Wissen hat, vertraut Anderen und eben auch generativer KI. Wissen ist überall vorhanden, Denken nicht. Hinzu kommt der sogenannte Anchoring Bias Effekt und das Hineintappen in die „Komfortfalle“, Vertrauen in die Antworten von KI zu haben. Kognitive Eigenleistungen von Lernenden werden oftmals durch die Nutzung von KI reduziert. Dadurch nimmt die Hirnleistung der Jugendlichen ab. Im Gehirn müssen Dinge mehrmals durchdacht werden, auch die Verknüpfung zu Vorwissen ist wichtig. Wenn Denken nicht trainiert wird, kann es sich nicht entwickeln. Dies ist ein Prozess im eigenen Gehirn, der nicht so schnell geht wie Prompten bei KI. Abfragen bei KI liefern schnellere Ergebnisse. Deshalb müssen Lernende in den Schulen angehalten werden, eigenes Denken zu nutzen. In jungen Jahren müssen sich diese Denkprozesse erst entwickeln. Und dazu braucht es auch Wissen, worauf man zurückgreifen kann. Eine Antwort von generativer KI zu hinterfragen, ist noch kein Denken. Individuelles Denken darf nicht verschwinden, wir brauchen einen konstruktiven Umgang mit KI, ganz besonders dort, wo junge Menschen sich bilden.
Stefanie Tille
Themenpfad: Künstliche Intelligenz und Begabungsförderung
Runde I: Fr 11:45–12:30
Anzahl Plätze: 20
Wie kann Künstliche Intelligenz für individualisierte Lernangebote genutzt werden? In diesem Workshop erfahren Sie, wie Sie mit personalisierten KI-Assistenten (z. B. ChatGPT, Gemini) differenzierende Selbstlernarchitekturen für die Sekundarstufe gestalten. Wir erkunden KI als Werkzeug zur gezielten Potenzialentfaltung und Begleitung selbstregulierter Lernprozesse.
KI eröffnet enorme Chancen für die Begabungsförderung. Statt Unterricht zu vereinheitlichen, lassen sich individualisierte Lernumgebungen gestalten, die passgenau auf unterschiedliche Potenziale eingehen. Dieser praxisorientierte Workshop zeigt, wie KI bei der Konzeption differenzierender Selbstlernarchitekturen unterstützt. Im Zentrum steht der pädagogisch durchdachte Medieneinsatz: Die Technik unterstützt das Lernen, nicht umgekehrt. Wir erarbeiten, wie personalisierte KI-Assistenten (z.B. GPTs, Gemini Gems) Lehrpersonen entlasten – von der Entwicklung fesselnder Einstiegspunkte (ESP) über offene Lernaufgaben (LA) bis zu adaptiven Lernwegempfehlungen (LWE) und Reflexionsphasen (REFL). Sie erhalten konkrete Strategien, Prompt-Beispiele und sofort einsetzbare Vorlagen für die Unterrichtsvorbereitung. Chancen und Grenzen werden kritisch beleuchtet. Ziel ist es, KI als sinnvolles Werkzeug zur Förderung von Selbststeuerung zu etablieren.
Suat Oezdemir
Themenpfad: Künstliche Intelligenz und Begabungsförderung
Runde I: Fr 11:45–12:30
Anzahl Plätze: 20
Neurodiversität und Begabungsförderung
Twice-Exceptionals bzw. Multi-Exceptionals sind Lernende, die sowohl ein hohes kognitives Potenzial als auch eine Lernstörung mitbringen. Besonders Lernende mit Hochbegabung und Dyslexie stellen eine Herausforderung bei der Identifikation dar, da ihre hohen kognitiven Fähigkeiten die Schwierigkeiten maskieren können – und umgekehrt. Der Workshop stellt typische Merkmale und besondere Bedürfnisse dieser Gruppe vor und diskutiert Ansätze zur Identifikation.
Ziele und Inhalte des Workshops: Was zeichnet diese Schüler*innen aus? Lernende mit Hochbegabung und gleichzeitiger Dyslexie – sogenannte Twice Exceptionals – zeigen oft ein uneinheitliches Leistungsprofil. Im Workshop wird ein Verständnis für diese besondere Kombination entwickelt, indem typische Merkmale, Stärken und spezifische Bedürfnisse dieser Lernenden vorgestellt werden. Wie erkenne ich diese Kinder und Jugendlichen? Die Identifikation stellt eine besondere Herausforderung dar, da sich Begabung und Dyslexie gegenseitig maskieren können. Der Workshop beleuchtet diagnostische Fallstricke, typische Schwierigkeiten in der Einschätzung und zeigt mögliche Indikatoren für diese Gruppe auf. Wie und was kann ich beitragen? Ein zentraler Bestandteil des Workshops ist der Austausch. Die Erfahrungen der Teilnehmenden sowie der interdisziplinäre Dialog tragen wesentlich zu einer vertieften Auseinandersetzung und praxisnahen Lösungsansätzen bei. Zielgruppe: Lehrpersonen, Fachpersonen im Bereich Begabungsförderung, Fachpersonen der Abklärung sowie Mitarbeitende schulpsychologischer Dienste.
Corinne Häberli Hunkeler
Themenpfad: Neurodiversität und Begabungsförderung
Runde I: Fr 11:45–12:30 resp.13:15
Anzahl Plätze: 20
In der Begleitung von hochbegabten und neurodivergenten Schüler*innen steht man oft individuell und als System vor (Lern-)Barrieren. Das Umfeld braucht Wissen und Perspektivenwechsel, um Brücken zu bauen, um den Schüler*innen eine grösstmögliche Partizipation und Selbstwirksamkeit zu ermöglichen sowie ein tragfähiges multiprofessionelles Netz zu spannen. Theoretische Inputs, eigene Fallbeispiele, Einblicke in bewährte Ideen und Fachliteratur laden zur Inspiration ein.
In der Begleitung von hochbegabten und neurodivergenten Schüler*innen steht man oft individuell und als System vor (Lern-)Barrieren. Das Umfeld braucht Wissen und Perspektivenwechsel, um Brücken zu bauen, um den Schüler*innen eine grösstmögliche Partizipation und Selbstwirksamkeit zu ermöglichen sowie ein tragfähiges multiprofessionelles Netz zu spannen. Neben einem theoretischen Input zu Twice exceptional, mit dem Fokus auf die Neurodivergenz, verbunden mit Fallbeispielen aus meiner Unterrichtspraxis und der Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team, bietet der Workshop Einblicke in Ideen und Hilfsmittel für einen Unterricht mit dem Ziel, Stressoren oder Lernbarrieren zu reduzieren und Brücken zu bauen, um so Energie fürs Lernen und die Interaktion zu bekommen. Immer begleitet von den Fragen «Was ist das Ziel?» und «Wer trägt mit?», zusammen die Balance zwischen Unter- und Überforderung haltend.
Sandra Kamm Jehli
Themenpfad: Neurodiversität und Begabungsförderung
Runde I: Fr 11:45–12:30 resp.13:15
Anzahl Plätze: 40
Hochsensitivität ist kein Randphänomen, sondern Teil schulischer Realität – in jeder Klasse, in jedem Team. Dabei richtet sich der Blick auch auf die Rolle hochsensibler Lehrpersonen im schulischen Kontext. Doch was bedeutet Hochsensitivität? Wie zeigt sie sich im Schulalltag? Was hilft im Umgang damit? Im Workshop wird zudem das Zusammenspiel von Hochsensitivität und Hochbegabung beleuchtet und diskutiert, wie Lernen vor diesem Hintergrund gut gelingen kann.
Rund 30 % aller Kinder werden in aktuellen Studien als hochsensitiv beschrieben. Hochsensitivität ist damit kein Randphänomen, sondern Teil schulischer Realität – in jeder Klasse, in jedem Team. Dabei richtet sich der Blick auch auf die Rolle hochsensibler Lehrpersonen im schulischen Kontext. Doch was bedeutet Hochsensitivität? Wie zeigt sie sich im Schulalltag? Was hilft im Umgang damit? Im Workshop gehen wir der Frage nach, wer in welchem Masse als sensibel gilt und wie hochsensitive Kinder in der Schule erkannt werden können. Zudem wird das Zusammenspiel von Hochsensitivität und Hochbegabung beleuchtet und diskutiert, wie Lernen vor diesem Hintergrund gut gelingen kann.
Alexa Illi
Themenpfad: Neurodiversität und Begabungsförderung
Runde I: Fr 11:45–12:30
Anzahl Plätze: 40
Hochbegabte Mädchen im Autismus-Spektrum bleiben oft unsichtbar. Durch „Masking“ passen sie sich perfekt an, während sie Overload und Erschöpfung internalisieren. Individuellen Bedürfnisse werden oft erst erkannt, wenn psychische Komorbiditäten die Schulpräsenz verunmöglichen. Dieser Workshop beleuchtet aus Sicht einer spät diagnostizierten Dozentin und Lehrperson die Mechanismen von 2e/3e-Profilen bei neurodivergenten Mädchen. Es werden reizregulierende Massnahmen für neurodivers-sensitive Lernsettings aufgezeigt (Sekundarstufe I/II).
Das ausgeprägte High Masking bei Mädchen im Autismus-Spektrum mit hohem Potenzial (2e/3e) kaschiert ein dauerhaftes Spiky-Profil – eine extreme Amplitude zwischen kognitiver Brillanz und erheblichen Barrieren in der sozialen Teilhabe. Da diese Mädchen ihren permanenten Overload durch ihre hohe Intelligenz perfekt maskieren, bleibt ihr Leidensdruck durch das Internalisieren der Reizüberflutung oft unsichtbar, bis psychische Komorbiditäten entstehen. Ohne frühzeitige Erkennung des hohen, stillen Leidensdrucks durch neurodivers-sensitive Lernsettings führt diese chronische Erschöpfung häufig zu Schulabsentismus oder einem kompletten Systemabbruch. Dieser Workshop beleuchtet neurodidaktische Strategien, um der hohen Belastungs-Amplitude entgegenzuwirken und dadurch die vielen Stärken und hohen Potenziale neurodivergenter Mädchen sichtbar zu machen. Mit Fokus auf der Partizipation der Lernenden werden individuelle, reizregulierende Massnahmen sowie sofort umsetzbaren Methoden aufgezeigt. Damit können sich die vielen Ressourcen neurodivergenter Mädchen als Chancen für eine zukunftsgerichtete Begabungs- und Potenzialförderung entfalten.
Simone Tuena-Küpfer
Themenpfad: Neurodiversität und Begabungsförderung
Runde I: Fr 11:45–12:30
Anzahl Plätze: 40
Paradigmenwechsel in der Begabungs- und Begabtenförderung
Begabungs- und Begabtenförderung (BBF) wird zunehmend als integraler Bestandteil einer inklusiven Schule verstanden. In der schulischen Praxis zeigt sich jedoch, dass Begabungsförderung häufig ohne verbindliche Qualitätskriterien umgesetzt wird. Der Workshop stellt ein webbasiertes Selbsteinschätzungstool zur Qualität der integrativen BBF vor, das derzeit an der HfH entwickelt wird. Im Workshop werden zentrale theoretische Grundlagen, Aufbau und Funktionsweise des Instruments vorgestellt und anhand ausgewählter Beispielitems illustriert.
Begabungs- und Begabtenförderung (BBF) gilt zunehmend als fester Bestandteil eines inklusiven Schulverständnisses. Eine Schule für alle bedeutet nicht nur Unterstützung bei Lernschwierigkeiten, sondern ebenso die systematische Wahrnehmung, Förderung und Begleitung besonderer Potenziale. In der schulischen Praxis zeigt sich jedoch, dass Begabungsförderung häufig punktuell, abhängig von Einzelpersonen oder ohne verbindliche Qualitätskriterien umgesetzt wird. Schulen fehlt oftmals ein strukturiertes Instrument, um den eigenen Entwicklungsstand in diesem Bereich fundiert einschätzen und gezielt weiterentwickeln zu können. Der Workshop stellt ein webbasiertes Selbsteinschätzungstool zur Qualität der integrativen BBF vor, das derzeit an der HfH entwickelt wird. Ziel des Instruments ist es, Schulen eine differenzierte Standortbestimmung auf Schul- und Unterrichtsebene zu ermöglichen und damit Entwicklungsprozesse systematisch zu unterstützen. Im Workshop werden zentrale theoretische Grundlagen, Aufbau und Funktionsweise des Instruments vorgestellt und anhand ausgewählter Beispielitems illustriert. Die Teilnehmenden erhalten die Gelegenheit, das Tool exemplarisch auszuprobieren.
Anuschka Meier-Wyder
Themenpfad: Paradigmenwechsel in der Begabungs- und Begabtenförderung
Runde I: Fr 11:45–12:30
Anzahl Plätze: 20
Runde II: Freitagnachmittag
75 % der hochbegabten Kinder in der Schweiz bleiben unerkannt. Dieser Workshop zeigt, was fehlende Identifikation mit der inneren Stärke und dem Wohlbefinden hochbegabter Kinder macht und welche strukturellen und pädagogischen Antworten es braucht.
Hochbegabung wird oft mit Stärke gleichgesetzt. Die Realität vieler hochbegabter Kinder und Jugendlicher sieht anders aus: Sie erleben intensive Overexcitabilities, kämpfen mit Perfektionismus, sozialer Isolation und dem dauerhaften Gefühl, nicht dazuzugehören. Viele underachieven, manche entwickeln psychische Belastungen. Und ein erschreckend grosser Teil wird nie erkannt. Eine Studie der HFH Zürich (Dr. phil. Anuschka Meier Wyder, 2025) belegt: 75 % der hochbegabten Lernenden in der Schweiz werden nicht identifiziert. Was das für ihre innere Stärke und ihr Wohlbefinden bedeutet und was Lehrpersonen, Heilpädagoginnen und Schulen dagegen tun können, steht im Mittelpunkt dieses Workshops. Der Workshop verbindet aktuelle Forschungsbefunde mit praxisnahen Impulsen und schlägt eine Brücke zwischen pädagogischer Fachlichkeit und langjähriger Erfahrung in der Begleitung betroffener Familien für einen Austausch über konkrete Handlungsmöglichkeiten im Schulalltag.
Meret Wirz
Themenpfad:
Runde II: Fr 15:15–16:00
Anzahl Plätze:
Bildung für innere Stärke und gemeinsames Wohlbefinden
Im gut durchdachten und strukturierten Format der Weissen Stunde liegt der Schwerpunkt im selbstgesteuerten und selbstwirksamen Arbeiten und konzentriert sich auf das Erkennen der Stärken jedes Einzelnen. Sie stellt ein Bindeglied zwischen dem Freispiel auf der Kindergartenstufe und der offenen Projektarbeit dar. Ausserdem entstehen unaufwändige Möglichkeiten für die interdisziplinäre Arbeit mit den verschiedenen Lernbegleitenden.
Die Weisse Stunde stellt einen Lernraum im Klassenzimmer dar, wo mit nur den notwendigsten Einschränkungen gemeinsam individuell gelernt und entwickelt wird. Durch die wohlwollende, wertschätzende und Ja-sagende Gemeinschaftskultur entsteht eine breite Auswahl an Enrichmentangeboten, woraus Folgeaktivitäten herausgeschält werden können, welche die Schullaufbahn und die persönliche Entwicklung jedes Einzelnen optimal unterstützt. Sie bietet Raum, sich stress- und angstfrei zu bewegen. Im Lernprozess kann ausprobiert und abgebrochen werden. Tiefgreifende Gespräche mit den Lehrpersonen/Coaches oder Mitlernenden und der rege Austausch zu den Projekten stärkt das Gefühl gesehen und angenommen zu sein Gleichzeitig entsteht aber auch ein starkes Gemeinschaftsgefühl, was zu mehr Freude am Lernen und somit auch zu besseren Lernleistungen führen kann. Dafür muss das Bildungssystem genügend Anlässe und Gelegenheiten anbieten. Denn nur wenn dieser Freiheitsgrad verfügbar ist, wird das Individuum das Lernen selbst in die Hand nehmen. Die Weisse Stunde bietet solche Freiheiten regelmässig an und ist daher ein «Ort des Grösser- und Stärkerwerdens» für alle, die sich darin bewegen und begegnen.
Angela Vollmer
Themenpfad: Bildung für innere Stärke und gemeinsames Wohlbefinden
Runde II: Fr 15:15–16:00
Anzahl Plätze: 20
Future Skills und Exekutive Funktionen
Der Kartenviewer des Bundes (geo.admin.ch) bietet Geodaten aller Bundesämter wie Luftbilder, Karten und Umweltdaten und eröffnet vielfältige Einsatzmöglichkeiten im Unterricht. Im Workshop lernst du Funktionen und Recherchemöglichkeiten kennen und erhältst Einblick ins Projekt sCHoolmaps, in dem Unterrichtsideen mit Lehrpersonen zusammen mit Fachpersonen von Swisstopo und Fachdidaktiker*innen entwickelt und erprobt werden. Bitte Laptop oder Tablet mit Internetzugang mitbringen.
Der Kartenviewer des Bundes (geo.admin.ch) stellt Geodaten aller Bundesämter zur Verfügung. Luftbilder, Karten, Umweltdaten und vieles mehr sind damit für den Unterricht zugänglich und eignen sich für die Arbeit (nicht nur) im Fachbereich RZG/NMG. In diesem Workshop lernst du den Kartenviewer des Bundes und seine Funktionen kennen. Du erhältst Einblick in das Projekt sCHoolmaps, in dem Lehrpersonen zusammen mit Fachpersonen von Swisstopo und Fachdidaktiker:innen Unterrichtsideen rund um geo.admin.ch entwickeln und erproben. Mit geo.admin.ch lassen sich vielfältige, aktuelle Daten auf Kartenbasis recherchieren und abrufen, die sich nicht nur für die Arbeit in den Fachbereichen RZG/NMG eignen, sondern auch in den Fachbereichen NT, WAH oder anderen Verwendung finden. Bitte Laptop oder Tablet mit online-Zugang mitbringen.
Jörg Graf
Themenpfad: Future Skills und Exekutive Funktionen
Runde II: Fr 15:15–16:00
Anzahl Plätze: 40
Jedes Jahr werden zahlreiche innovative Spiele entwickelt und auf den Markt gebracht. Welche davon sind besonders geeignet für kluge Köpfe? In den nächsten 45 Minuten möchten wir Ihnen zwei spannende Entdeckungen von der Nürnberger Spielmesse 2026 präsentieren. Zudem haben wir die Möglichkeit, diese Spiele gleich auszuprobieren. Falls Sie sich entscheiden, eines davon sofort für Ihr Klassenzimmer zu erwerben, können Sie es bereits in der nächsten Unterrichtseinheit einsetzen. Wir haben Exemplar zum Verkauf im Workshop.
Durch gemeinsames Spielen kannst du Vorbild sein, Fähigkeiten schulen und wertvolle Zeit miteinander verbringen. Die Entwicklung eines Kindes wird durch viele Aspekte beeinflusst. Das Einhalten von Regeln ist sowohl im Spiel als auch im Leben essenziell, um Konflikte zu vermeiden. Klare Vereinbarungen über Spielregeln helfen, Streitigkeiten zu umgehen, was sich auch im realen Leben bewährt. Es gilt herauszufinden, was inspiriert, was langweilt und welche neuen Impulse in einer kleinen Gruppe oder als Herausforderung in einem Duell eingeführt werden können. Kooperative Spiele, die oft bei begabten Kindern unterschätzt werden, sollten nicht vernachlässigt werden. In einem Umfeld, das ihresgleichen fördert, suchen sie den Wettbewerb und können ihre geistigen Fähigkeiten entfalten, anstatt im Unterricht gebremst zu sein. Der Einsatz von Spielen zur Förderung begabter Kinder erfordert Mut, Vertrauen und insbesondere bei analogen Spielen eine gewisse Beharrlichkeit, da heute viele den digitalen Raum bevorzugen. Lasst uns die Gelegenheit nutzen, nicht im digitalen Raum zu verweilen, sondern stattdessen ein Duell- und ein kooperatives Sprachspiel zu spielen.
Cornelia Wittwer
Themenpfad: Future Skills und Exekutive Funktionen
Runde II: Fr 15:15–16:00
Anzahl Plätze: 20
Gemeinsam spielen Sie das EscapeBox-Spiel GARDNERGAME und erleben, wie im Team durch kreatives und kritisches Denken Abfolgen herausfordernder Rätsel und Aufgaben nach dem ’Room Escape’-Prinzip gelöst werden können. GARDNERGAME basiert auf den multiplen Intelligenzen nach Howard Gardner. Auf spielerische Weise und können diese so eingeführt oder auch vertieft werden. EscapeBox-Spiele eignen sich sowohl für kleine BBF-Gruppen als auch für ganze Klassen.
EscapeBox-Spiele fördern zentrale überfachliche Kompetenzen und stärken insbesondere die sogenannten 4K der 21st Century Skills: Kooperation, Kommunikation, Kreativität und kritisches Denken. Beim gemeinsamen Rätseln, Diskutieren und Ausprobieren lernen die Spielenden, Ideen auszutauschen, Lösungsstrategien zu entwickeln und Herausforderungen als Team zu meistern. Grundsätzlich lässt sich jedes Thema in ein EscapeBox-Spiel verwandeln. Die Spielenden versuchen dabei gemeinsam als Gruppe, Abfolgen kniffliger Rätsel, Knobel- und Querdenkeraufgaben zu lösen, um eine mit zahlreichen Schlössern gesicherte Box zu öffnen. Im Workshop spielen Sie das EscapeBox-Spiel GARDNERGAME, das auf den multiplen Intelligenzen nach Howard Gardner basiert. Dabei erhalten Sie einen praxisnahen Einblick, wie Escape-Spiele auch mit grösseren Gruppen von bis zu 25 Schüler*innen im Klassenzimmer erfolgreich durchgeführt werden können. Gleichzeitig erleben Sie selbst, wie motivierend, aktivierend und lernwirksam dieses spielbasierte Format sein kann. Das Spiel GARDNERGAME sowie die EscapeBox inklusive Grundausstattung können im Webshop oder direkt am BBF-Kongress erworben und mitgenommen werden.
Jacqueline Germann
Themenpfad: Future Skills und Exekutive Funktionen
Runde II: Fr 15:15–16:00
Anzahl Plätze: 25
Das Lernjournal dient zur Planung, Steuerung und Überwachung des eigenen Lernprozesses. Und es ist ein Instument zur Förderung der Metakognition, dem zentralen Erfolgsfaktor für lebenslanges Lernen.
Das Lernjournal ist ein Instument zur Förderung der Metakognition, dem zentralen Faktor für lebenslanges Lernen. Metakognitive Fähigkeiten spielen eine wichtige Rolle bei den Future Skills und bei den exekutiven Funktionen. Doch wie gelingt die Einführung und was braucht es, danit das Lernjournal seine Wirkung wirklich entfalten kann? Im Workshop erhalten sie dazu verschiedene Snregungen und Denkanstösse.
Nicole Vontobel
Themenpfad: Future Skills und Exekutive Funktionen
Runde II: Fr 15:15–16:00
Anzahl Plätze: 40
Innovative Konzepte der Begabtenförderung
Im zweiten Workshop präsentieren wir gemeinsam, die von Christian Dubs entwickelte und praxisbewährte Methode „Teach yourself“. Wir zeigen, wie diese Methode des projektbasierten, mediengestützten Lernens in der Praxis eingesetzt wird und wie die Lernenden daran wachsen. Zusätzlich stellen wir die Verbindung zum Konzept und Themen des ersten Workshops her. Dadurch wird deutlich, wie beide Ansätze ineinandergreifen und die Begabtenförderung nachhaltig stärken.
Selbstständiges Lernen ist eine Schlüsselkompetenz für die Begabungsförderung – doch wie kann es konkret im Unterricht aufgebaut werden? Der Workshop stellt die Methode „Teach yourself“ vor, ein innovativer Ansatz des projektbasierten und mediengestützten Lernens, bei dem Lernende ihr Wissen eigenständig erarbeiten und in kurzen Lernvideos aufbereiten. Im Zentrum steht die Idee, dass Lernen besonders nachhaltig ist, wenn Inhalte nicht nur verstanden, sondern auch erklärt und vermittelt werden. Die Teilnehmenden erhalten Einblick in die praktische Umsetzung der Methode sowie in Erfahrungen aus der Arbeit mit Begabtenfördergruppen. Dabei wird deutlich, wie Lernende durch die aktive Gestaltung eigener Lernprozesse an Selbstwirksamkeit, Verantwortung und fachlicher Tiefe gewinnen. Zugleich wird die Verbindung zum Konzept des ersten Workshops aufgezeigt: „Teach yourself“ baut auf forschenden Fragestellungen auf und erweitert diese durch mediale Produktion. So entsteht ein integrativer Ansatz, der Selbststeuerung, Kreativität und vertieftes Lernen miteinander verbindet.
Juliane Walker
Christian Dubs
Themenpfad: Innovative Konzepte der Begabtenförderung
Runde II: Fr 15:15–16:00
Anzahl Plätze: 40
Innovative Konzepte der Begabungsförderung
Eine möglichst tragfähige, inklusive Förderkultur setzt voraus, dass sich Schulen kontinuierlich weiterentwickeln und Angebote für Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Lernausgangslagen bereitstellen. Anhand ausgewählter Masterarbeiten aus dem Studiengang Schulische Heilpädagogik der PH Luzern wird aufgezeigt, wie strukturelle und didaktische Impulse als Ausgangspunkt für begabungsfördernde Entwicklungsprozesse genutzt werden können und welche konkreten Fördergelegenheiten für begabe Lernende daraus resultieren.
Um eine inklusive Förderkultur in der Schule zu gestalten und eine Lernumgebung zu schaffen, die den Begabungen aller Kinder gerecht wird, ist eine Änderung schulalltäglicher Routinen erforderlich. Weiterentwicklung von Schule wird insofern als Handlungsnotwendigkeit auf einen Veränderungsbedarf hin interpretiert, der idealerweise von den an der Schule tätigen Personen selbst festgestellt und mitgetragen wird Entsprechender Handlungsbedarf sowie Interesse für die Anliegen begabter Lernender stehen am Ausgangspunkt ausgewählter Masterarbeiten, die von berufsbegleitend Studierenden der Heilpädagogik an der PH Luzern verfasst werden. Diese Arbeiten befassen sich im Kern mit der Frage, inwiefern Schul- und Unterrichtsentwicklungsprozesse für die Konzipierung inklusiver Begabungsförderungsangebote genutzt werden können. Im Rahmen des Workshops werden beispielhaft inklusive Fördergelegenheiten für begabte Lernende vorgestellt, welche aus Masterarbeiten hervorgingen. Anhand der Erkenntnisse wird verdeutlicht, inwiefern die Heilpädagogik an der Schnittstelle von strukturellen und inhaltlich-didaktischen Anpassungen prädestiniert ist, um begabungsfördernde Rahmenbedingungen zu schaffen.
Sabine Tanner Merlo
Themenpfad: Innovative Konzepte der Begabungsförderung
Runde II: Fr 15:15–16:00
Anzahl Plätze: 20
Das Gütesiegel für Begabung NÖ (GripS) wurde an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule (KPH) Wien/Niederösterreich konzipiert und wird für Schulen der Primar- und Sekundarstufe I angeboten. Mithilfe von GripS sollen Lernorte entstehen, die den vielfältigen Begabungen der Schüleu*innen gerecht werden. Dabei wird Diversität als Ressource verstanden. Es ist aktuell noch unklar, ob bzw. wie derartige Begabungssiegel wirken. Mit vorliegender Mixed-Methods-Studie soll diese Forschungslücke geschlossen werden.
Das Gütesiegel für Begabung NÖ GripS (Gütesiegel ressourcen-, interessen- und potenzialorientierte Schule) wurde an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule (KPH) Wien/Niederösterreich konzipiert und wird für Schulen der Primar- und Sekundarstufe I angeboten. Mithilfe von GripS sollen Lernorte entstehen, die den vielfältigen Begabungen der Schüler*innen gerecht werden. Dabei wird Diversität als Ressource verstanden. Es ist unklar, ob bzw. wie derartige Begabungssiegel wirken. Mit vorliegender Studie soll diese Forschungslücke geschlossen werden. In der Präsentation wird eine Mixed-Methods-Studie zur Wirksamkeit des GripS-Gütesiegels vorgestellt. Untersucht werden mittels Fragebögen Grips-Anwärterschulen sowie Schulen ohne Schwerpunkt im Bereich der Begabungsförderung. Die Lehrpersonen der GripS-Schulen werden zu drei Messzeitpunkten befragt, jene der Vergleichsschulen zu den ersten beiden Messzeitpunkten. Begleitend werden Interviews mit den Schulleitungen geführt. Zusätzlich erfolgt die Befragung von Schüler*innen und Eltern der GripS-Schulen über IQES online. Im Rahmen der Präsentation werden erste Ergebnisse vorgestellt.
Wolfgang Elmauer
Themenpfad: Innovative Konzepte der Begabungsförderung
Runde II: Fr 15:15–16:00
Anzahl Plätze: 20
Die Digitale Drehtür ist eine länderübergreifend entwickelte, innovative Enrichment-Initiative zur flexiblen Begabungsförderung, die ab dem Schuljahr 2023/24 systematisch in österreichischen Schulen umgesetzt wird. Der Vortrag skizziert zentrale Implementierungsschritte sowie strukturelle Einbettungen mit Belegen aus empirischen Erhebungen . Darüber hinaus wird die aktuelle Pilotierung einer Interventionsstudie zur Wirkungsüberprüfung des Modells vorgestellt.
Die in Deutschland entwickelte Digitale Drehtür ist eine länderübergreifende Enrichment-Initiative zur flexiblen Begabungsförderung, die seit dem Schuljahr 2023/24 in der Steiermark pilotiert wurde und seither schrittweise in österreichischen Schulen implementiert wird. Seit dem Sommersemester 2025 erfolgt die systematische Ausweitung auf weitere Standorte. Das Modell eröffnet begabten und leistungsstarken Schüler*innen digitale Vertiefungsmöglichkeiten innerhalb und außerhalb des Regelunterrichts und verbindet individuelle Förderung mit struktureller Einbettung in den Schulalltag. Konzeptionell knüpft das Modell an etablierte Ansätze der Begabungs- und Talententwicklung an, wie das Schoolwide Enrichment Model (Renzulli & Reis, 2014; Gagné, 2008). Der Beitrag stellt zentrale Implementierungsschritte dar und untermauert dies durch Ergebnisse aus laufenden Erhebungen. Darüber hinaus wird die aktuelle Pilotierung einer Interventionsstudie vorgestellt, die die Wirkungen der Digitalen Drehtür auf Motivation, Selbstkonzept und Selbsteinschätzung untersucht. Die Ergebnisse werden im Kontext internationaler Forschung zu Enrichment, digitalem Lernen und Begabungsförderung diskutiert.
Michaela Stockinger
Themenpfad: Innovative Konzepte der Begabungsförderung
Runde II: Fr 15:15–16:00
Anzahl Plätze: 40
Der Forschungsverbund „Leistung macht Schule“ zielt auf die Entwicklung einer begabungs- und leistungsförderliche Schul- und Unterrichtskultur. Im Inhaltscluster „Sprachen“ wird die Potenzialentwicklung in Deutsch und Englisch beforscht und durch die Professionalisierung von Lehrkräften unterstützt. Der Workshop verknüpft das Konzept des imitativ-variierenden Schreibens mit dem Modell der komplexen Aufgabe und zeigt auf, wie individuelle Begabungen sichtbar und im Sinne einer natürlichen Differenzierung gefördert werden können.
Im Rahmen des interdisziplinären Forschungsverbunds „Leistung macht Schule“ (LemaS) wurden zunächst in Kooperation zwischen Wissenschaft und Unterrichtspraxis Förderkonzepte und Aufgaben für eine begabungs- und leistungsförderliche Schul- und Unterrichtskultur entwickelt und erprobt, die nun in die Breite der Schullandschaft transferiert werden. Im Inhaltscluster 4 „Sprachen“ wird die Potenzialentwicklung in den Fächern Deutsch und Englisch beforscht und durch die Professionalisierung von Lehrkräften unterstützt. Im Zentrum des Workshops steht die fachbezogene Begabungsförderung am Beispiel Literarischen Schreibens (Abraham et al. 2022) in den Fächern Deutsch und Englisch. Auf der Grundlage eines personorientierten, mehrdimensionalen und dynamischen Begabungsbegriffs wird exemplarisch erörtert, wie das Konzept des imitativ-variierenden Schreibens (Laudenberg & Sellinger 2022) mit dem Modell der komplexen Aufgabe (Hallet 2024) verknüpft werden kann. Dabei wird aufgezeigt, wie Begabungen sprachliche, literarische, aber auch andere Begabungen und Talente sichtbar gemacht und im Sinne einer natürlichen Differenzierung gefördert werden können (vgl. Laudenberg et al. 2024).
Britta Freitag-Hild
Themenpfad: Innovative Konzepte der Begabungsförderung
Runde II: Fr 15:15–16:00
Anzahl Plätze: 20
In diesem Workshop nehmen die Teilnehmenden auf Grundlage des Promotorenmodells die Potenziale des eigenen Kollegiums in den Blick: Wer sind die Personen, die als Promotor*innen bereits für die Begabungs- und Begabtenförderung wirken oder diese Rolle übernehmen könnten? Im Austausch entsteht die Gelegenheit, das eigene Handeln und die bisherige Zusammenarbeit mit Kolleg*innen zu reflektieren. Darauf aufbauend können Perspektiven für die weitere Ausgestaltung und Stärkung der Begabungsförderung entwickelt werden
Wie im Vortrag von Mirjam Maier-Rösler und Niels Anderegg dargestellt, entwickelt sich eine begabungs- und leistungsfördernde Schulkultur durch das Zusammenwirken engagierter Akteur*innen im Kollegium, die mit ihren unterschiedlichen Kompetenzen und Interessen zur Verankerung entsprechender Strukturen und Prozesse beitragen. In diesem Workshop nehmen die Teilnehmenden auf Grundlage des Promotorenmodells, das vier Promotor*innen differenziert (Machtpromotor, Fachpromotor, Prozesspromotor und Beziehungspromotor), die Potenziale des eigenen Kollegiums in den Blick: Wer sind die Personen, die als Promotor*innen bereits für die Begabungs- und Begabtenförderung wirken oder diese Rolle übernehmen könnten? Im Austausch entsteht die Gelegenheit, das eigene Handeln und die bisherige Zusammenarbeit mit Kolleg*innen zu reflektieren. Darauf aufbauend können konkrete, umsetzbare Perspektiven für die weitere Ausgestaltung und Stärkung der Begabungs- und Begabtenförderung entwickelt werden.
Jasmin Kolb
Mirjam Maier-Rösker
Niels Anderegg
Themenpfad: Innovative Konzepte der Begabungsförderung
Runde II: Fr 15:15–16:00
Anzahl Plätze: 40
Die Schule Buechwis Bommern setzt bei der Begabungsförderung auf das Engagement der Kinder: Alle Kinder der Mittelstufe haben die Möglichkeit, das BBF-Angebot partizipativ mitzugestalten. Die Schule fördert freiwilliges Engagement aus der Überzeugung heraus, dass „inneres Feuer“ die Basis für herausragende Leistungen von morgen bildet. Gleichzeitig sucht die Schule nach Wegen, um das Compacting leistbar und wirkungsvoll zu gestalten. Der digitale Weg in Zusammenarbeit mit der BBF-Lehrperson hat spannende Veränderungsprozess angestossen.
Die Schule Buechwis Bommern (Fällanden) setzt in der Begabungsförderung auf das Engagement der Kinder: Diese gestalten die BBF partizipativ mit. „Ermöglichungskultur“ nennt die Schule diese Haltung: Kinder dürfen zeigen, was in ihnen steckt. Die Schule fördert freiwilliges Engagement und Interessensbildung aus der Überzeugung heraus, dass ein früh entfachtes „inneres Feuer“ die Basis für herausragende Leistungen von morgen bildet. Zugleich sucht die Schule fortlaufend Wege, Compacting gut umsetzbar zu machen. Es werden zwei Angebote vorgestellt: KITE – «Kinder inspirieren – Talente entfalten»: Alle Kinder der Mittelstufe können selbst BBF-Lektionen anbieten, die altersdurchmischt während der Schulzeit oder (im Fall des Sports) über Mittag besucht werden können – etwa Handlettering, Gruppenakrobatik, Maskenbildnerei, Rubik Cube, Theater oder Stop-Motion-Videos. Compacting Mathematik: Frühere Versuche des Compactings erwiesen sich als eher unbefriedigend. Die Massnahme, dass mathematisch begabte Kinder Lernzielkontrollen vorab lösen und ihre zusätzlichen Aufträge digital einreichen, hat spannende Veränderungen angestossen.
Gaby Schweizer
Themenpfad: Innovative Konzepte der Begabungsförderung
Runde II: Fr 15:15–16:00
Anzahl Plätze: 40
Vielfältige Umwälzungen verlangen von der Schulbildung mehr als Wissensreproduktion. Die Deeper Learning (DL) Pädagogik schafft transformative Lernräume, in denen Schüler*innen reale Probleme ko-konstruktiv bearbeiten und sich als selbstwirksame Change Agents erleben. Durch die Stärkung von Mastery, Identität, Kreativität soll die Begabungsförderung aller entstehen. Wir stellen Ergebnisse einer Studie zu internationalen Pionierschulen sowie zentrale „Drehschrauben“ transformativer DL-Settings vor und arbeiten mit Q-Sort an Praxisimpulsen.
Ökologische, ökonomische, technologische und soziale Umbrüche prägen die Lebenswelt junger Menschen. Eine Schule, die vor allem Wissen reproduzieren lässt, gerät vor diesem Hintergrund zunehmend in Kritik. Gefragt sind Lernsettings, in denen Schüler*innen lernen, Ambiguität auszuhalten, Perspektiven zu erweitern und die ungewissen Zukünfte aktiv mitzugestalten. Deeper Learning (DL) eröffnet solche transformativen Räume: Fachliche Konzepte werden nicht nur verstanden, sondern anhand realer Problemstellungen ko-konstruktiv bearbeitet, reflektiert und weiterentwickelt. Die Lernenden erleben sich dabei als aktive Change Agent. Mithilfe des DL-Settings, das Mastery, Identität, Kreativität aller stärkt, wird Begabungsförderung aller nicht zum Zusatzprogramm, sondern Kern schulischer Praxis. Unser qualitatives Forschungsprojekt vergleicht vier Pilotschulen weltweit und identifiziert zentrale „Drehschrauben“ transformativer DL-Settings. Im Workshop stellen wir erste Ergebnisse vor und skizzieren das Potential von DL für eine transformative Begabungsförderung. In der adaptierten Q-Sort-Methode priorisieren die Teilnehmenden Gestaltungselemente und entwickeln Impulse für ihre eigene Praxis.
Anne Sliwka
Jule Eckert
Antonia Burgard
Yuan Wang
Themenpfad: Innovative Konzepte der Begabungsförderung
Runde II: Fr 15:15–16:00
Anzahl Plätze: 30
Der Workshop präsentiert Ergebnisse einer Studie zum Zugang zum Frühstudium. Auf Grundlage leitfadengestützter Interviews mit schulischen Koordinator*innen wurden Informationswege und Auswahlkriterien rekonstruiert. Die Befunde zeigen eine Varianz zwischen strukturierten und eigeninitiativen Zugängen. Neben schulischen Leistungen gewinnen motivationale Faktoren wie Interesse und Engagement an Bedeutung. Die Studie verdeutlicht die zentrale Rolle schulischer Entscheidungen für chancengerechte Begabungsförderung im Übergang Schule–Hochschule.
Das Frühstudium gilt in Deutschland als etablierte Maßnahme der Begabungsförderung, die Schüler*innen bereits während der Schulzeit den Besuch universitärer Lehrveranstaltungen ermöglicht. Trotz seiner Verbreitung ist bislang wenig darüber bekannt, wie Schulen über das Angebot informieren und nach welchen Kriterien Teilnehmende ausgewählt werden. Die qualitativ-empirische Studie schließt diese Lücke auf Basis von 15 leitfadengestützten Interviews mit schulischen Koordinator*innen, ausgewertet mittels inhaltlich-strukturierender qualitativer Inhaltsanalyse. Die Ergebnisse zeigen unterschiedliche Informationspraktiken: Neben systematischen schulischen Angeboten existieren informelle Zugänge, die stark von Eigeninitiative der Lernenden abhängen. Bei der Auswahl behalten schulische Leistungen Bedeutung, gleichzeitig gewinnen motivationale Aspekte – insbesondere Eigeninitiative und fachliches Interesse – an Gewicht. Insgesamt beeinflussen schulische Entscheidungsprozesse maßgeblich, wer Zugang zu begabungsfördernden Angeboten erhält. Daraus ergeben sich Konsequenzen für Diagnostik, Beratung und chancengerechte Förderstrukturen im Übergang zwischen Schule und Hochschule.
Verena Kuon
Themenpfad: Innovative Konzepte der Begabungsförderung
Runde II: Fr 15:15–16:00
Anzahl Plätze: 20
Der Vortrag stellt Ergebnisse einer qualitativ-empirischen Studie zur Umsetzung der Bildungsinitiative Digitalen Drehtür vor. Auf Basis leitfadengestützter Interviews mit Lehrkräften verschiedener Schulformen wurden mittels qualitativer Inhaltsanalyse Implementationsbedingungen und Nutzungsweisen rekonstruiert. Die Befunde zeigen unterschiedliche Umsetzungstypen und verdeutlichen die Schlüsselrolle von Lehrkräften an der Schnittstelle von Begabungsförderung, Digitalisierung und Schulentwicklung sowie Implikationen für Professionalisierung.
Die Bildungsinitiative Digitale Drehtür überträgt klassische Enrichment-Konzepte der Begabungsförderung in digitale Lernräume. Der Vortrag basiert auf einer qualitativ-empirischen Studie zur Umsetzung aus Sicht von Lehrkräften. Ziel war es, Bedingungen der Implementation sowie unterschiedliche Nutzungsformen im Kontext schulischer Strukturen zu rekonstruieren. Grundlage bilden leitfadengestützte Interviews mit Lehrkräften verschiedener Schulformen, die mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass Lehrkräfte zentrale Akteur*innen für die Realisierung begabungsförderlicher Lerngelegenheiten sind. Es lassen sich sechs Umsetzungstypen unterscheiden, die aus dem Zusammenspiel individueller Faktoren (z. B. Erfahrung, Motivation) und organisatorischer Rahmenbedingungen (z. B. Stundenstruktur, schulische Routinen) entstehen. Der Vortrag ordnet die Befunde in das Schoolwide Enrichment Model nach Renzulli und Reis ein und diskutiert die Digitale Drehtür als Bildungsinnovation an der Schnittstelle von Begabungsförderung, Digitalisierung und Schulentwicklung sowie deren Implikationen für Professionalisierung und Implementationsprozesse.
Silvia Greiten
Themenpfad: Innovative Konzepte der Begabungsförderung
Runde II: Fr 15:15–16:00
Anzahl Plätze: 40
Künstliche Intelligenz und Begabungsförderung
In diesem Workshop werden KI Tools erprobt, die Lehrpersonen und Schüler*innen in begabungsförderlichen Lernsettings nutzen können. Lehrpersonen erhalten zum Beispiel durch einen «Assistenten für komplexe Aufgaben» Vorschläge für begabungsförderliche und selbstdifferenzierte Aufgaben. Schüler*innen können mit dem Chatbot «Sokrates» anspruchsvolle Gespräche führen oder durch das Programm «Marie Curie» beim Forschenden Lernen begleitet werden. Alle Tools können im Anschluss von den Teilnehmenden direkt in ihrer eigenen Praxis eingesetzt werden.
In diesem Workshop werden KI-Tools erprobt, die Lehrkräfte und Schüler*innen in begabungsförderlichen Lernsettings nutzen können. Ziel ist es, konkrete Einsatzmöglichkeiten für Unterrichtsplanung und Lernprozesse kennenzulernen. Lehrpersonen erhalten durch einen Assistenten für komplexe Aufgaben Vorschläge für begabungsförderliche und selbstdifferenzierte Aufgaben. Diese orientieren sich an offenen Problemstellungen, Entscheidungsfällen oder kreativen Aufträgen und ermöglichen unterschiedliche Lösungswege sowie Produkte. Schüler*innen können mit dem Chatbot Sokrates anspruchsvolle Gespräche führen. Durch gezielte Rückfragen, Begründungsanforderungen und Gegenpositionen fördert er vertieftes Denken und Argumentationsfähigkeit. Das Programm Marie Curie begleitet Schüler:innen beim Forschenden Lernen. Es unterstützt bei der Entwicklung von Fragestellungen, der Strukturierung von Recherche und der Erstellung von Produkten sowie Präsentationen. Alle Tools können im Anschluss direkt in der eigenen Praxis eingesetzt werden.
Andreas Terfloth
Themenpfad: Künstliche Intelligenz und Begabungsförderung
Runde II: Fr 15:15–16:00
Anzahl Plätze: 40
Die Nutzung hochperformanter KI-Systeme kann wesentlichen Einfluss auf das akademische Selbstkonzept hochbegabter Kinder nehmen. Damit KI-Nutzung und einhergehende Entlastung nicht in metakognitive Trägheit oder Skill Skipping umschlägt, ist eine Erweiterung heutiger Begabtenförderung unabdingbar. Der Workshop thematisiert die Fähigkeit zum kritischen Denken als zentrale KI-Zukunftskompetenz. Basierend auf aktueller Studienlage und dreijähriger Kurspraxis diskutieren wir praxisnahe Ansätze, um die Freude am Denken und Urteilskraft zu sichern.
Wenn heute KI-Systeme wie ChatGPT, Claude oder Gemini in nahezu allen Domänen menschliches Expertenniveau erreichen und von assistierenden Tools zu autonomen Agenten avancieren, stellen sich auch für eine zeitgemäße Begabtenförderung weitreichende Fragen. Die Nutzung von KI-Systemen, die durchwegs schnellere, gründlichere und differenziertere kognitive Leistungen erbringen, kann wesentlich Einfluß auf das akademische Selbstkonzept von Hochbegabten nehmen. Nimmt ihnen KI zudem die notwendige Mühe und Anstrengung und potenziell auch das eigenständige, kritische Denken ab, sprechen wir von Skill Skipping basaler Kompetenzen, metakognitiven Trägheit bis hin zum „cognitive surrender“. Vor diesem Hintergrund scheint eine gezielte Erweiterung bisheriger Förder- und Forderkonzepte unabdingbar. Eine besondere Rolle nimmt dabei die Fähigkeit zum kritischen Denken ein, die in allen Modell als die zentrale Zukunftskompetenz im KI-Zeitalter identifiziert wird. Basierend auf aktueller Studienlage und dreijähriger Praxis in KI-Kursen mit Hochbegabten werden im Workshop in Anlehnung an Paul&Elder wesentliche „Elemente des Denkens“ und praxisnahe Ansätze für die Begabtenförderung diskutiert.
Barbara Saring
Themenpfad: Künstliche Intelligenz und Begabungsförderung
Runde II: Fr 15:15–16:00
Anzahl Plätze: 30
Menschliche Kreativität heute: Wie der Kampf ums eigene Denken dank menschlicher Kreativität gelingen kann.
Die kommerziell breite Einführung der KI ist noch nicht lange her und bereits jetzt zeigt sich, dass die Recherche und Suche nach wertvoller Information im Internet einem Spiessrutenlauf zwischen Bot-Unterhaltungen, aggressiver Werbung und KI-generierter Kurzvideos gleichkommt. Dass das unkritische Nutzen von large language Models (eg. Chat GPT) für unser differenziertes Denken und neuronale Konnektivität eine Falle sein kann, zeigen Studien deutlich: Je mehr wir passiv KI generierten Inhalt konsumieren und uns auf deren Problemlösen verlassen, desto stärker nehmen diese ab und mit ihr unsere Fähigkeit zum kritischen Denken und kreativen Problemlösen. Das ist besonders alarmierend, weil die Gefahr besteht (siehe Dunning-Kruger-Effekt), dass uns bald dass Wissen fehlen wird, zu verstehen, was uns fehlt. Auf dem Hintergrund argumentieren wir fürs Kultivieren genuin menschlicher kreativer Problemlösefertigkeiten wie kritischem Denken, von Neugierde und dem Finden von neuen Fragestellungen. Wir bringen die heutige Lage auf den Punkt und zeigen, wie es gelingen kann, mit menschlicher Kreativität bzw. kreativer Menschlichkeit auf der Tech-Welle zu surfen.
Lea Salis
Themenpfad: Künstliche Intelligenz und Begabungsförderung
Runde II: Fr 15:15–16:00
Anzahl Plätze: 40
Neurodiversität und Begabungsförderung
Der Vortrag thematisiert neurodiversitätssensible Zugänge zur Begabungsförderung im Kontext der Klimakrise. Auf Grundlage eines Mixed-Methods-Forschungsvorhabens wird untersucht, wie Verarbeitungssensitivität, Klimaemotionen und klimafreundliches Verhalten bei Jugendlichen zusammenhängen und welche fördernden oder hemmenden Bedingungen sich im Umgang mit starken Klimaemotionen zeigen. Der Beitrag versteht sich als empirische Grundlage für weitere reflexive und transformativ ausgerichtete Bildungsansätze.
Junge Menschen wachsen in einer von multiplen Krisen geprägten Welt auf, in der die Klimakrise für viele eine zentrale emotionale und handlungsleitende Bedeutung besitzt (Asbrand, 2024; Robert Bosch Stiftung, 2024). Während Klimaemotionen zunehmend in den Fokus rücken, betonen begabungstheoretische Ansätze ihr transformierendes Potenzial (Sternberg, 2021; Fischer et al., 2024). Studien zeigen, dass eine hohe Verarbeitungssensitivität bei Jugendlichen mit intensiver Emotionswahrnehmung verbunden ist (Weyn et al., 2022; Pluess et al., 2023), was in Krisenkontexten mit erhöhter psychischer Belastung sowie mit positiven Effekten gezielter Interventionen einhergehen kann (Nocentini et al., 2018; Pluess & Boniwell, 2015). Der Vortrag stellt Ergebnisse der zweiten Teilstudie eines Mixed-Methods-Projekts vor. Aufbauend auf quantitativen Befunden zum Zusammenhang von Verarbeitungssensitivität, Klimaangst und klimafreundlichem Verhalten untersucht die qualitative Studie fördernde und hemmende Bedingungen klimafreundlichen Handelns sowie den Umgang mit starken Klimaemotionen. Ziel ist es, Implikationen für eine neurodiversitätssensible und transformative Begabungsförderung abzuleiten.
Malina Spieker
Themenpfad: Neurodiversität und Begabungsförderung
Runde II: Fr 15:15–16:00
Anzahl Plätze: 20
Warum fallen einige Lernende mit hohem Potenzial, trotz Begabtenförderung, durch die Maschen? Weil Schule oft sequenzielles Denken belohnt – und vernetzt-paralleles, hochkreatives Denken als «zu viel» «zu weit», «nicht passend» liest. Wenn ihre Art zu lernen, zu verarbeiten und zu agieren als Problem gelesen wird, sinkt der Selbstwert. Der Leidensdruck zeigt sich vielfältig: Rückzug, Überanpassung, Wut, Perfektionismus, Erschöpfung – manchmal auch in körperlichen Symptomen. Im Workshop sprengen wir diese Rahmen und suchen kreative Passungen.
Welche Rahmenbedingungen im Schulsystem müssen gesprengt werden, damit Kinder und Jugendliche mit hohem Potenzial und grün-gelben Denkweisen Passung erfahren können? Welche «Bühnen» brauchen sie, um mit ihren hochkreativen Denkpräferenzen aus der Reihe zu tanzen – nicht als Störung, sondern als Ausdruck ihres Potenzials und in Resonanz mit dem schulischen Umfeld? Und wie können wir Lernräume gestalten, in denen Selbstzugang möglich wird: zu Bedürfnissen, innerer Orientierung und gesundem Selbstwachstum? Im ersten Teil des Workshops erkunden wir mit der PSI-Theorie gelb-grünes (vernetz-parallel, divergentes) Denken. Der zweite Teil öffnet den Raum für Austausch für kreative, praxisnahe Lernsettings und Lösungsansätze: out of the box, dafür on stage.
Marianne Buser Steiger
Corinne Häberli Hunkeler
Themenpfad: Neurodiversität und Begabungsförderung
Runde II: Fr 15:15–16:00
Anzahl Plätze: 40
Paradigmenwechsel in der Begabungs- und Begabtenförderung
Ethnologie als Wissenschaft von Kulturen in Zusammenhängen bietet in der Begabungs- und Begabtenförderung eine hohe Bandbreite an kritischen und reflexiven Themen, die zur Perspektivenerweiterung und zum Vergleich einladen. Ethnologische Themen können sowohl in Zusammen¬hängen dargestellt als auch in der Lebenswelt der Kinder verankert werden. Im Workshop erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in die Vielfalt ethnologischer Unterrichtsbeispiele.
Ethnologie als die Wissenschaft von Kulturen in Zusammenhängen oder vergleichende Kulturwissenschaft wird traditionell ausschließlich an Universitäten und Hochschulen gelehrt und im außeruniversitären Kontext höchstens in Museen an interessierte Laien weitergegeben. Dennoch ist das Fach eine große Chance für die Begabungs- und Begabtenförderung, vor allem im Bereich des Enrichments. Es bietet eine hohe Bandbreite an kritischen und reflexiven Themen, die zur Perspektivenerweiterung, zur Diskussion, zum Vergleich einladen. Ethnologische Themen können sowohl in Zusammen¬hängen dargestellt als auch konkret in der Lebenswelt der Kinder verankert werden. In diesem Workshop erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in die Vielfalt ethnologischer Themen. Dabei werden konkrete Unterrichtsbeispiele vorgestellt und selbst ausprobiert.
Veronika Ederer
Themenpfad: Paradigmenwechsel in der Begabungs- und Begabtenförderung
Runde II: Fr 15:15–16:00
Anzahl Plätze: 20
Famille et école forment des contextes d’apprentissage interdépendants qui influencent le développement de l’enfant et son potentiel intellectuel, notamment lorsqu’il s’agit d’enfants à haut potentiel. Dans une perspective systémique, les parents sont considérés comme de véritables partenaires éducatifs. L’atelier illustre, à partir de situations concrètes, comment un socle de connaissances partagé favorise des échanges constructifs et soutient la promotion des talents.
La promotion du potentiel des élèves à haut potentiel intellectuel (HPI) ne saurait se limiter au seul cadre scolaire. Pour l’enfant, l’école et la famille constituent des espaces d’apprentissage étroitement liés ; leurs interactions, leurs convergences ainsi que leurs tensions, participent directement à la dynamique développementale. Dans cette perspective systémique, la prise en compte des besoins spécifiques des élèves HPI implique d’intégrer davantage les parents comme partenaires éducatifs à part entière. La formation parentale apparaît alors non pas comme un simple complément, mais comme un facteur structurant de l’accompagnement. À partir de situations concrètes, l’atelier illustre comment un savoir partagé entre les acteurs éducatifs transforme des entretiens parents-école exigeants en opportunités d’ouverture, de clarification et d’élaboration de solutions créatives. Question directrice : Dans l’accompagnement des enfants HPI, la formation des parents constitue-t-elle, aux côtés de celle des enseignants, un levier essentiel pour favoriser l’épanouissement de leurs talents tout en soutenant une collaboration constructive entre l’école et la famille ?
Rea und Alexa Sieber und Illi
Themenpfad: Paradigmenwechsel in der Begabungs- und Begabtenförderung
Runde II: Fr 15:15–16:00
Anzahl Plätze: 20
Zwei Lektionen sind in der Schule Egliswil dem Projektlernen gewidmet. Alle Schülerinnen vom Kindergarten bis zur 6. Klasse lernen dabei in altersgemischten Gruppen. Die Arbeiten orientieren sich an den Interessen der Kinder und leisten verbindlich einen Beitrag zur Gemeinschaft. Rahmenbedingungen wurden im Kollegium gemeinsam festgelegt. So entstand eine Lerngelegenheit, welche die Gemeinschaft stärkt und eine individuelle Förderung sowie das Sichtbarwerden von Begabungen ermöglicht.
Die letzten beiden Lektionen am Mittwochmorgen sind in der Schule Egliswil dem Projektlernen gewidmet. Alle Schüler*innen, vom Kindergarten bis zur 6. Klasse, arbeiten altersdurchmischt an Projekten – in und ausserhalb des Schulareals. Die Interessen und Ideen der Schüler*innen stehen dabei im Zentrum des Lernens. Gleichzeitig leisten die Projekte verbindlich einen Beitrag zur Schul- oder Dorfgemeinschaft. So ist aktuell ein Insektengarten auf dem Pausenplatz und ein Schiff für den Schulaussenraum in Planung. Eine weitere Gruppe sammelt alten Schmuck im Dorf, schmelzt ihn ein und gestaltet daraus neue Stücke, während andere den Stand für den Schmuckverkauf vorbereiten. Zudem haben einige Schüler an zwei Vormittagen bei einem Gärtner gelernt, wie man Gärten für den Winter vorbereitet, und unterstützen interessierte Egliswiler*innen tatkräftig. Organisatorische sowie didaktische Aspekte der Projektzeit wurden im Kollegium verhandelt und verbindlich festgelegt. Neben der Stärkung der Gemeinschaft ermöglicht die Vielfalt der Projektideen eine individuelle Förderung. Dabei können Begabungen sichtbar werden. Gleichzeitig wird auch Raum geschaffen, um Begabte zu fördern.
Gabriela Gehr
Francesca Probst
Themenpfad: Paradigmenwechsel in der Begabungs- und Begabtenförderung
Runde II: Fr 15:15–16:00
Anzahl Plätze: 40
In diesem Workshop geht es um die Bedeutung von Spezialinteressen. Die Teilnehmenden lernen deren Vielfalt kennen und erfahren, warum sie für Lernende eine wichtige Quelle von Motivation und Lernfreude sind. Anhand praxisnaher Beispiele wird gezeigt, wie Spezialinteressen erkannt, wertgeschätzt und in den (schulischen) Alltag eingebunden werden können.
In diesem Workshop setzen sich die Teilnehmenden mit der Bedeutung und der zentralen Rolle von Spezialinteressen auseinander. Sie erhalten Einblick in die grosse Vielfalt und Buntheit möglicher Spezialinteressen und erfahren, weshalb diese für Lernende eine starke Quelle von Motivation, Vertiefung und Lernfreude darstellen. Anhand konkreter Beispiele und praxisnaher Methoden wird aufgezeigt, wie Spezialinteressen erkannt, wertgeschätzt und in den (schulischen) Alltag integriert werden können.
Nina-Andrea Aebersold
Themenpfad: Paradigmenwechsel in der Begabungs- und Begabtenförderung
Runde II: Fr 15:15–16:00
Anzahl Plätze: 20
Runde III: Samstagvormittag
Bildung für innere Stärke und gemeinsames Wohlbefinden
Ziel ist es, die Wirkung von praktischen Interventionen aus dem naturwissenschaftlichen Unterricht und der Montessori-Pädagogik im Coaching-Kontext zu testen. Die Teilnehmer können die Interventionen praktisch erproben. Impact-Techniken wurden erstmals 1992 von Ed Jacobs entwickelt. Sie stützen sich stark auf die Arbeit von Milton Erickson und werden in der Therapie und Beratung eingesetzt. Sie bieten einen kreativen und interaktiven Ansatz und beziehen alle Sinne in den Prozess mit ein.
Ziel ist es, die Wirkung von praktischen Interventionen aus dem naturwissenschaftlichen Unterricht und der Montessori-Pädagogik im Coaching-Kontext zu testen. Die Forschungsfragen lauten: Sind praktische Interventionen aus dem naturwissenschaftlichen Unterricht und der Montessori-Pädagogik als Wirkungsmethoden im Coaching-Kontext geeignet? Wenn ja, wie wirken sie sich auf den Coachee aus? Die Teilnehmer können die folgenden Interventionen praktisch erproben: • Dreidimensionales Partikelmodell der Materie (fest, flüssig und gasförmig) aus Chemie und Physik als Mittel zur Selbstregulierung, insbesondere bei Erwachsenen mit ADHS • Das Prinzip des Schlusssteins im römischen Bogenbausatz, abgeleitet aus der Montessori-Pädagogik, das für Gerüstbau und Kompetenzaufbau steht • Taktile Touchboards und anderes taktiles Material aus der Montessori-Pädagogik zur Förderung und Schulung des Tastsinns Impact-Techniken wurden erstmals 1992 von Ed Jacobs entwickelt. Sie stützen sich stark auf die Arbeit von Milton Erickson und werden in der Therapie und Beratung eingesetzt. Sie bieten einen kreativen und interaktiven Ansatz und beziehen alle Sinne in den Prozess mit ein.
Kerstin Brausewetter
Themenpfad: Bildung für innere Stärke und gemeinsames Wohlbefinden
Runde III: Sa 10:30–11:15
Anzahl Plätze: 20
In diesem Workshop erleben die Teilnehmenden praxisnah, wie Gedanken und Perspektiven mithilfe von LEGO®-Modellen sichtbar werden und kreatives sowie reflektiertes Denken gefördert wird- erprobt in der Begabungs- und Begabtenförderung.
In diesem Workshop wird praxisnah gezeigt, wie LEGO® Serious Play® in der Begabungs- und Begabtenförderung eingesetzt werden kann, um Lernprozesse aktiv mitzugestalten und kreatives sowie reflektiertes Denken zu fördern. Durch Mitmach-Übungen erleben die Teilnehmenden, wie Gedanken und Perspektiven mithilfe von LEGO®-Steinen in Modellen sichtbar und greifbar werden. Die Methode kann gezielt z. B. in Projektarbeiten, eingesetzt werden, um kreatives, analytisches und systemisches Denken zu unterstützen.
Annie Bissonnette
Themenpfad: Bildung für innere Stärke und gemeinsames Wohlbefinden
Runde III: Sa 10:30–11:15
Anzahl Plätze: 25
In diesem Workshop wird das Konzept der prosilienten Lernbegleitung aufgezeigt. Diese Art der Lernbegleitung zielt durch die Kombination der Elemente Resilienz und Proaktivität darauf ab, Lernende in ihrer Selbstständigkeit und Problemlösungsfähigkeit zu stärken und zu fördern. Es werden Ziele, welche zur Stärkung der Selbstwirksamkeit beitragen, Methoden der individuellen Unterstützung und differenzierte Selbst- und Fremdeinschätzung handlungsorientiert zugänglich gemacht.
In diesem interaktiven Workshop wird erlebbar gemacht, wie die prosiliente Lernbegleitung die Lernenden der BBF in ihrer Entwicklung unterstützt und fördert. Dieses Konzept kombiniert die Elemente der Resilienz und Proaktivität, um die Selbstständigkeit und Problemlösungsfähigkeiten der Lernenden zu fördern. Resilienz bezeichnet die Fähigkeit, sich von Rückschlägen zu erholen und Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen. Proaktivität bedeutet, Verantwortung für das eigene Lernen zu übernehmen und aktiv nach Möglichkeiten zur Verbesserung zu suchen. Im Workshop beschäftigen wir uns exemplarisch mit den Zielen und Inhalten der prosilienten Lernbegleitung. Durch individuelle Unterstützung und regelmässige Reflexion werden die Kinder und Jugendliche in ihren metakognitiven Fähigkeiten gestärkt. Dazu gehören: u.a. Stärkung der Selbstwirksamkeit, Förderung der Problemlösefähigkeit, eigenständige Zieldefinition, Training im konstruktiven Umgang mit Fehlern und Misserfolgen und Durchführung von Auswertungen. Während des Workshops gibt es Raum für Austausch und Diskussion zu diesem Konzept .
Sue Egli
Themenpfad: Bildung für innere Stärke und gemeinsames Wohlbefinden
Runde III: Sa 10:30–11:15
Anzahl Plätze: 40
Individuelle Potenziale entfalten sich nur in passenden Lernumgebungen. Fehlt diese Passung, steigt das Risiko von Underachievement – besonders bei hochbegabten und neurodivergenten Lernenden. Der Workshop zeigt kompakt, wie Underachievement entsteht und welche Rolle Motivation, Selbstkonzept und Passung spielen. Im Praxisteil lernen die Teilnehmenden die „Digitale Drehtür“ kennen und erfahren, wie interessenorientiertes Lernen konkret umgesetzt werden kann. Ziel ist eine Begabungsförderung, die Passung, Selbstwirksamkeit und Lernfreude stärkt.
Individuelle Potenziale entfalten sich nicht automatisch – sie brauchen passende Lernumgebungen. Wenn Lernlandschaften jedoch primär auf Gleichschritt statt auf Passung ausgerichtet sind, steigt das Risiko des Underachievements. Besonders bei hochbegabten und neurodivergenten Schüler*innenn ist diese Gefahr nicht zu unterschätzen: Diskrepanz zwischen Fähigkeit und Leistung entsteht häufig dort, wo Interessen, Tempo, Denkweisen und Lernzugänge nicht berücksichtigt werden. Der Workshop beleuchtet zunächst kompakt, wie Underachievement entsteht, welche Rolle Motivation, Selbstkonzept und Passungserfahrungen spielen und warum gerade neurodivergente Lernende besonders sensibel auf mangelnde Individualisierung reagieren. Dabei wird deutlich: Nicht das Kind „passt nicht“, sondern häufig das System. Im zweiten Teil des Workshops steht die Praxis im Mittelpunkt: Die Teilnehmenden lernen die Arbeit mit der Digitalen Drehtür kennen und erfahren, wie interessenorientiertes, potenzialbasiertes Lernen konkret gestaltet werden kann – ohne zusätzliche Überlastung für Lehrpersonen. Anhand von Beispielen wird aufgezeigt, wie Schüler*innen eigenverantwortlich an individuellen Projekten arbeiten, ihre Stärken vertiefen und dadurch Motivation und Leistung wieder in Einklang bringen. Der Workshop verbindet theoretische Impulse mit praxisnahen Einblicken und lädt dazu ein, Begabungsförderung neu zu denken: weg von reiner Leistungssteigerung – hin zu echter Passung, Selbstwirksamkeit und nachhaltiger Lernfreude.
Lara Maschke
Themenpfad: Bildung für innere Stärke und gemeinsames Wohlbefinden
Runde III: Sa 10:30–11:15
Anzahl Plätze: 40
Future Skills und Exekutive Funktionen
Brettspiele eignen sich hervorragend für das spielerische Erlernen und Üben von exekutiven Funktionen wie Selbstregulation, Arbeitsgedächtnis und kognitiver Flexibilität, zugleich unterstützen sie je nach Spiel auch die 4K: Kommunikation, Kollaboration, Kreativität und kritisches Denken. Moderne Brettspiele sind oftmals kooperativ (man arbeitet gemeinsam gegen das Spiel), erfordern viel Kommunikation und Teamwork. Konfrontative Spiele lehren taktisches oder strategisches Denken und man übt spielerisch die eigene Selbstregulation.
Haben Sie schon einmal von «Magic Maze», «Time’s up», «Second Chance» oder der «Ubongo» Schuledition gehört? Wissen Sie, dass moderne Brettspiele oftmals kooperativ sind und man gemeinsam gegen das Spiel kämpft? Oder dass es adaptive Brettspiele gibt? Auch wenn sie alle Fragen mit Ja beantwortet haben – haben Sie Brettspiele schon einmal in der Schule eingesetzt? Die neuronalen Netzwerke werden erst im Laufe der Kindheit und Jugend ausgebildet. Sie können trainiert werden. Gut ausgebildete exekutive Funktionen, sind unverzichtbar für schulischen Erfolg, für ein gesundes Sozialverhalten und eine erfolgreiche Selbstorganisation. Drei wichtige exekutive Funktionen für Schülerinnen und Schüler sind Selbstregulation (Inhibition), Arbeitsgedächtnis und kognitive Flexibilität. In diesem Workshop wird gezeigt, wie man exekutive Funktonen und die 4Ks mithilfe von Brettspielen spielerisch einüben respektive trainieren kann. Der Workshop gliedert sich in einen theoretischen Input, praktisches Ausprobieren und den gemeinsamen Austausch. Im Kanton Thurgau besteht seit 2023/2024 für Lehrpersonen die Möglichkeit, didaktisch aufbereitete Brettspieltaschen auszuleihen.
Sonja Burgauer
Themenpfad: Future Skills und Exekutive Funktionen
Runde III: Sa 10:30–11:15
Anzahl Plätze: 40
Selbstreguliertes Lernen basiert auf dem Zusammenspiel kognitiver, metakognitiver und motivationaler Prozesse, die durch Lernstrategien gesteuert werden. Gerade in der Begabungs- und Begabtenförderung ist deren gezielter Einsatz zentral, wird jedoch häufig vorausgesetzt. Der Workshop gibt einen praxisnahen Einblick in zentrale Lernstrategien und zeigt unter anderem, wie diese im Unterricht systematisch vermittelt und aufgebaut werden können. Im Workshop besteht die Möglichkeit, Lernstrategien kennenzulernen und zu diskutieren.
Selbstreguliertes Lernen beschreibt einen vielschichtigen Prozess, in dem kognitive, metakognitive, motivationale, emotionale und verhaltensbezogene Komponenten zusammenwirken. Lernstrategien übernehmen dabei eine zentrale Funktion, indem sie Lernprozesse strukturieren, steuern und überwachen. Insbesondere in der Begabungs- und Begabtenförderung (BBF) wird häufig ein hohes Mass an selbstreguliertem Lernen vorausgesetzt. Der erfolgreiche Umgang mit komplexen und offenen Lernsettings erfordert jedoch, dass Schüler*innen über geeignete Strategien verfügen und diese flexibel einsetzen können. Empirische Befunde zeigen, dass der wirksame Einsatz von Lernstrategien nicht vorausgesetzt werden kann, sondern gezielter Förderung bedarf. Der Workshop vermittelt einen Überblick über zentrale kognitive, metakognitive sowie emotional-motivationale Lernstrategien und deren Bedeutung für selbstregulierte Lernprozesse in der BBF. Zudem wird aufgezeigt, wie Lernstrategien im Unterricht gezielt aufgebaut werden können. Praxisorientierte Sequenzen ermöglichen es den Teilnehmenden, Strategien zu erproben, zu reflektieren und konkrete Impulse für den eigenen Unterricht mitzunehmen.
Michelle Squindo
Themenpfad: Future Skills und Exekutive Funktionen
Runde III: Sa 10:30–11:15
Anzahl Plätze: 20
Das Lernjournal dient zur Planung, Steuerung und Überwachung des eigenen Lernprozesses. Und es ist ein Instument zur Förderung der Metakognition, dem zentralen Erfolgsfaktor für lebenslanges Lernen.
Das Lernjournal ist ein Instument zur Förderung der Metakognition, dem zentralen Faktor für lebenslanges Lernen. Metakognitive Fähigkeiten spielen eine wichtige Rolle bei den Future Skills und bei den exekutiven Funktionen. Doch wie gelingt die Einführung und was braucht es, danit das Lernjournal seine Wirkung wirklich entfalten kann? Im Workshop erhalten sie dazu verschiedene Snregungen und Denkanstösse.
Nicole Vontobel,
Themenpfad: Future Skills und Exekutive Funktionen
Runde III: Sa 10:30–11:15
Anzahl Plätze: 40
Mit der neu konzipierten Schreibplattform ‚myMoment‘ können sich Schüler*innen als Teil einer grösseren Schreibcommunity erleben und die kommunikative Wirkung ihrer Texte erfahren. Dabei werden nebst allgemeinen insbesondere die digitalen Lese- und Schreibkompetenzen gefördert. Verschiedene Funktionen der Plattform selbst und die in sie integrierten Schreibarrangements ermöglichen eine gezielte Differenzierung, die typischen Lerner:innen ebenso zugutekommt wie schreibschwächeren und schreibstärkeren Schüler*innen.
Die neu konzipierte Schreibplattform ‚myMoment‘ stellt das Schreiben als digitale soziale Praxis in den Vordergrund: Schüler*innen können sich als Teil einer grösseren Schreibcommunity erleben und die kommunikative Wirkung ihrer Texte erfahren. Dabei werden nebst allgemeinen insbesondere die digitalen Lese- und Schreibfähigkeiten inklusive der dafür nötigen medienbildenden Kompetenzen (z. B. Netiquette, Schutz der eigenen Privatsphäre) sowie die Lese- und Schreibmotivation der Schüler*innen gefördert. Die fortlaufende Weiterentwicklung der Plattform durch die PH FHNW geschieht in Zusammenarbeit mit Lehrpersonen und unter Berücksichtigung der Schüler:innenperspektive. Im parallel dazu laufenden Forschungsprojekt ‚DEEP-myMoment‘ wird unter anderem untersucht, wie verschiedene Funktionen der Plattform selbst und die in sie integrierten Schreibarrangements eine gezielte Differenzierung ermöglichen, die typischen Lerner*innen ebenso zugutekommt wie schreib-schwächeren und schreibstärkeren Schüler*innen.
Fabienne Senn
Franziska Keller
Themenpfad: Future Skills und Exekutive Funktionen
Runde III: Sa 10:30–11:15
Anzahl Plätze: 40
Mit dem zunehmenden technologischen Fortschritt ändern sich die Anforderungen an die Bildung stark. Wie bereiten wir Jugendliche im Kontext der Begabungs- und Begabtenförderung auf die Zukunft vor? Dieser Workshop befasst sich mit den folgenden Kernfragen: Wie entdeckt man unidentifiziertes Potenzial? Wie begleitet man Talente und entwickelt Future Skills? Exemplarisch werde ich das Modell von ICT Scouts (www.ict-scouts.ch), wo ich als Coach tätig bin, vorstellen und mit meinen persönlichen Erfahrungen als Alumnus des Programms ergänzen.
Mit dem rasanten technologischen Fortschritt – von Künstlicher Intelligenz über Automatisierung bis hin zu digital vernetzten Arbeitswelten – verändern sich die Anforderungen an Bildung grundlegend. Wie bereiten wir Jugendliche (12-15 Jahre) im Kontext der Begabungs- und Begabtenförderung auf die Zukunft vor? In diesem Workshop widmen wir uns den folgenden zentralen Fragen, die für eine zeitgemäße Begabtenförderung entscheidend sind: Wie entdeckt man unidentifiziertes Potenzial? Wie können Begabte nachhaltig begleitet werden? Welche Lernarrangements fördern vertieftes Denken, forschendes Lernen und eigenverantwortliche Projektarbeit? Wie lassen sich Future Skills in Förderprogrammen entwickeln? Exemplarisch wird das Modell von ICT Scouts vorgestellt – ein praxisorientierter Ansatz zur Identifikation und Förderung von Talenten. Neben Einblicken in Struktur, Auswahlverfahren und Förderformate werden konkrete Erfahrungen vorgestellt. Ergänzt wird dies durch die persönliche Perspektive eines Alumnus, der Einblicke in individuelle Entwicklungsprozesse, Motivation, Herausforderungen und nachhaltige Wirkung des Programms gibt.
Roel Hotz
Themenpfad: Future Skills und Exekutive Funktionen
Runde III: Sa 10:30–11:15
Anzahl Plätze: 20
Selbststeuerung ist eine zentrale Zukunftskompetenz – gerade in der Begabungsförderung. Der Workshop zeigt, wie strukturierte Lernprozesse und ressourcenbewusste Reflexion Kinder dabei unterstützen, Fokus, Energie und Anspruch konstruktiv zu regulieren. Praxisnahe Beispiele verdeutlichen, wie Beziehung, Struktur und Selbstregulation zusammenwirken, um nachhaltige Selbstwirksamkeit zu fördern.
Begabte Kinder verfügen oft über hohe kognitive Fähigkeiten, erleben jedoch gleichzeitig schwankende Energielevels, Perfektionsansprüche oder Überforderung. Selbststeuerung und Ressourcenbewusstsein entwickeln sich nicht automatisch mit Begabung – sie benötigen bewusste Begleitung und strukturierte Lernprozesse. Der Workshop zeigt, wie Selbstregulation im iBBF-Unterricht gezielt gefördert werden kann. Anhand praxisnaher Beispiele wird aufgezeigt, wie Visualisierung von Arbeitsprozessen, schrittweise Strukturierung, bewusste Priorisierung und Reflexionsimpulse Kinder dabei unterstützen, ihre Aufmerksamkeit, Energie und Ausdauer eigenverantwortlich zu steuern. Ein besonderer Fokus liegt auf der Rolle der Beziehung: Selbststeuerung entsteht nicht isoliert, sondern im Dialog. Lehrpersonen wirken als strukturgebende und co-regulierende Begleitpersonen, die Überforderung erkennen, Perfektionsdruck relativieren und Selbstwirksamkeit stärken. Ziel ist es, Begabungsförderung so zu gestalten, dass Kinder lernen, mit Anspruch, Fokus und Belastung konstruktiv umzugehen und dadurch zentrale Zukunftskompetenzen nachhaltig zu entwickeln.
Lorena Singy
Themenpfad: Future Skills und Exekutive Funktionen
Runde III: Sa 10:30–11:15
Anzahl Plätze: 20
Innovative Konzepte der Begabungsförderung
Der Workshop präsentiert zentrale Gelingensbedingungen und Barrieren in der nachhaltigen Umsetzung inklusiver Begabungs- und Begabtenförderung (BBF). Grundlage sind qualitative Daten eines Forschungsprojekts, das die Perspektiven von Schulleiter*innen untersucht. Diskutiert werden Implikationen für Schulentwicklung, Steuerung und die Weiterentwicklung von Zertifizierungskriterien zur wirksamen Verankerung inklusiver Begabungsförderung im Unterricht.
In Wien gibt es rund 40 zertifizierte Begabungssiegelschulen mit dem Anspruch, Potenziale aller Schüler*innen im Sinne inklusiver Begabungs- und Begabtenförderung zu erkennen und diese durch differenzierende Massnahmen zu fördern. Empirische Befunde zur nachhaltigen Umsetzung im Unterricht sowie zu möglichen Effekten auf Persönlichkeitsentwicklung und Leistungsfähigkeit liegen bislang kaum vor. Eine Evaluierung 2024 zeigt, dass die konkrete Umsetzung für viele Lehrpersonen herausfordernd ist und eine systematische Implementierung auf Schulebene nur eingeschränkt gelingt. Die Perspektive der Schulleitungen als zentrale Akteur*innen der Schulentwicklung wurde bisher nicht systematisch berücksichtigt. Aufbauend auf einem Dissertationsprojekt, das förderliche und hemmende Einflussfaktoren auf Basis des Angebots-Nutzungs-Modells identifiziert, werden leitfadengestützte Expert*inneninterviews mit Schulleitungen in Wien durchgeführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Der Workshop präsentiert zentrale Gelingensbedingungen und Barrieren und leitet Implikationen für Schulentwicklung, Steuerung und Zertifizierung ab.
Denise Hofer
Themenpfad: Innovative Konzepte der Begabungsförderung
Runde III: Sa 10:30–11:15
Anzahl Plätze: 20
Ein Praxisbericht: An unserer Schule läuft seit zwei Jahren das sogenannte «Programm G+», welches guten und motivierten Schüler*innen einen Weg bietet, wie sie mit einem überschaubaren Zusatzaufwand ein Jahr früher zur Matur kommen können. Es bereitet während zweier Jahre auf das Überspringen des 11. Schuljahres (2. Gymnasialjahr) vor. Man geht dabei kein Risiko ein, da die Entscheidung, ob ein Jahr übersprungen wird oder nicht, erst am Ende gefällt wird. Es handelt sich also um eine Verkürzung der Gymnasialzeit.
Ein Praxisbericht: An unserer Schule läuft seit zwei Jahren das sogenannte «Programm G+», welches guten und motivierten Schüler*innen einen Weg bietet, wie sie mit einem überschaubaren Zusatzaufwand ein Jahr früher zur Matur kommen können. Es bereitet während zweier Jahre auf das Überspringen des 11. Schuljahres (2. Gymnasialjahr) vor. Man geht dabei kein Risiko ein, da die Entscheidung, ob ein Jahr übersprungen wird oder nicht, erst am Ende gefällt wird. Es handelt sich also um eine Verkürzung der Gymnasialzeit. Fragen, die sich rund um dieses Programm stellen und die im Workshop diskutiert werden: Wer eignet sich für ein solches Programm, was sind die Beweggründe (nicht) teilzunehmen? Welche organisatorischen und institutionellen Aspekte sind zu beachten, inklusive Kollegium? Und inwiefern unterscheiden sich die Möglichkeiten von Compacting/Akzeleration bezüglich verschiedener Fächer?
Thomas Bretscher Bretscher
Themenpfad: Innovative Konzepte der Begabungsförderung
Runde III: Sa 10:30–11:15
Anzahl Plätze: 40
Projektarbeit wird oft als offenes Lernformat verstanden. Der Workshop zeigt, warum sie klare Struktur braucht, damit Begabungsförderung im Unterricht gelingt. Anhand erprobter Projekte aus Kindergarten und Primarstufe wird gezeigt, wie Kinder selbstständig planen und Verantwortung für ihren Lernweg übernehmen. Grundlage ist ein in der Praxis entwickeltes Konzept zur strukturierten Projektarbeit.
Projektarbeit wird in diesem Workshop als strukturierte Form der Begabungsförderung im Unterricht verstanden. Im Mittelpunkt steht eine klare Gestaltung, die Kindern Orientierung gibt und selbstständiges Arbeiten ermöglicht. Projektarbeit wird nicht als Zusatz, sondern als fester Bestandteil des Unterrichts gedacht. Anhand erprobter Projekte aus Kindergarten und Primarstufe wird veranschaulicht, wie Kinder aus einem gemeinsamen Thema eigene Projektideen entwickeln, ihre Arbeit planen und Ergebnisse präsentieren. Dabei übernehmen sie Verantwortung für ihr Lernen und setzen sich auch mit anspruchsvollen Aufgaben auseinander. Die Teilnehmenden erhalten Einblick in konkrete Umsetzungen und Impulse für die eigene Praxis.
Aynur Akalin
Themenpfad: Innovative Konzepte der Begabungsförderung
Runde III: Sa 10:30–11:15
Anzahl Plätze: 25
Im Workshop wird die Idee einer gemeinschaftlichen Schulführung und Teacher Leadership für das Themenfeld Begabungs- und Begabtenförderung aufgegriffen und diskutiert, wie die verschiedenen Personen Einfluss und Führung übernehmen können. Dabei geht es auch um das Verhältnis formeller und informeller Führung und der Frage der Verantwortlichkeit und Verantwortungsübernahme durch unterschiedliche Personen.
Die Fachpersonen Begabungsförderung nehmen neben der Schulleitung als Teacher Leader eine zentrale Rolle in der Gestaltung und Führung von begabungsfördernden Schulen ein. Damit sie ihre Rolle wirkungsvoll ausgestalten können, sind sie auf die Kooperation sowohl der Schulleitung als auch der Kolleg*innen angewiesen. Gleichzeitig sind sie nicht die einzigen Personen, welche innerhalb der Schule Führung und Einfluss auf die Begabungs- und Begabtenförderung nehmen. Eine begabungsfördernde Schule richtet ihren Blick auch auf die Begabungen der Mitarbeitenden und nutzt diese für eine wirkungsvolle Förderung aller Schüler*innen. Im Workshop wird die Idee einer gemeinschaftlichen Schulführung für das Themenfeld Begabungs- und Begabtenförderung aufgegriffen und diskutiert, wie die verschiedenen Personen Einfluss und Führung übernehmen können. Dabei geht es auch um das Verhältnis formeller und informeller Führung und der Frage der Verantwortlichkeit und Verantwortungsübernahme durch unterschiedliche Personen.
Niels Anderegg
Jasmin Kolb
Themenpfad: Innovative Konzepte der Begabungsförderung
Runde III: Sa 10:30–11:15
Anzahl Plätze: 40
Vielfältige Umwälzungen verlangen von der Schulbildung mehr als Wissensreproduktion. Die Deeper Learning (DL) Pädagogik schafft transformative Lernräume, in denen Schüler*innen reale Probleme ko-konstruktiv bearbeiten und sich als selbstwirksame Change Agents erleben. Durch die Stärkung von Mastery, Identität, Kreativität soll die Begabungsförderung aller entstehen. Wir stellen Ergebnisse einer Studie zu internationalen Pionierschulen sowie zentrale „Drehschrauben“ transformativer DL-Settings vor und arbeiten mit Q-Sort an Praxisimpulsen.
Ökologische, ökonomische, technologische und soziale Umbrüche prägen die Lebenswelt junger Menschen. Eine Schule, die vor allem Wissen reproduzieren lässt, gerät vor diesem Hintergrund zunehmend in Kritik. Gefragt sind Lernsettings, in denen Schüler*innen lernen, Ambiguität auszuhalten, Perspektiven zu erweitern und die ungewissen Zukünfte aktiv mitzugestalten. Deeper Learning (DL) eröffnet solche transformativen Räume: Fachliche Konzepte werden nicht nur verstanden, sondern anhand realer Problemstellungen ko-konstruktiv bearbeitet, reflektiert und weiterentwickelt. Die Lernenden erleben sich dabei als aktive Change Agent. Mithilfe des DL-Settings, das Mastery, Identität, Kreativität aller stärkt, wird Begabungsförderung aller nicht zum Zusatzprogramm, sondern Kern schulischer Praxis. Unser qualitatives Forschungsprojekt vergleicht vier Pilotschulen weltweit und identifiziert zentrale „Drehschrauben“ transformativer DL-Settings. Im Workshop stellen wir erste Ergebnisse vor und skizzieren das Potential von DL für eine transformative Begabungsförderung. In der adaptierten Q-Sort-Methode priorisieren die Teilnehmenden Gestaltungselemente und entwickeln Impulse für ihre eigene Praxis.
Anne Sliwka
Jule Eckert
Antonia Burgard
Yuan Wang
Themenpfad: Innovative Konzepte der Begabungsförderung
Runde III: Sa 10:30–11:15
Anzahl Plätze: 30
Vieles, was unsere Schüler*innen in den Schulen lernen, empfinden manche als für ihr Leben nicht relevant. Dass sich dies oft in weniger günstigen Leistungen niederschlägt, führt häufig zu unrichtigen Schlüssen: bequem, unmotiviert, wenig intelligent …. Aber ist das wirklich so? Kann es nicht sein, dass ihre Begabungen auf einem Gebiet liegen, das die Schule nicht abdeckt? Vielleicht sind sie eher praktisch intelligent? Wie sich das zeigt, wie man sie darin fördern kann und zu welchen hohen Leistungen sie dadurch fähig werden, wird in diesem Workshop gezeigt und diskutiert werden. Gerade auch angesichts eines hohen Fachkräftemangels wäre es lohnend, sich dieser Thematik zu widmen, sowohl hinsichtlich des Glücks des Einzelnen als auch des Wohls der Gemeinschaft.
Unmotiviert? Leistungsschwach? Oder einfach falsch eingeschätzt? Viele Schüler*innenr scheitern nicht an mangelnder Begabung, sondern daran, dass ihre Stärken im schulischen Kontext unsichtbar bleiben. Dieser Workshop rückt eine oft unterschätzte Dimension ins Zentrum: die praktische Intelligenz. Menschen mit hoher praktischer Intelligenz denken handelnd, lösen reale Probleme, entwickeln Lösungen im Tun – und verfügen über wertvolles implizites Wissen. Doch genau diese Fähigkeiten werden im Unterricht häufig zu wenig erkannt und gefördert. Der Workshop zeigt praxisnah, wie Lehrpersonen praktische Intelligenz sichtbar machen und gezielt stärken können. Anhand konkreter Beispiele wird deutlich, welches Potenzial hier für Motivation, Selbstwirksamkeit und Leistung liegt. Gerade im Kontext des Fachkräftemangels wird klar: Wer praktische Begabungen übersieht, übersieht Zukunft.
Mag. Ulrike Kempter
Prof. Dr. Ramona Uhl
Themenpfad: Innovative Konzepte der Begabungsförderung
Runde III: Sa 10:30–11:15
Anzahl Plätze: 20
Künstliche Intelligenz und Begabungsförderung
Im Zentrum des Workshops steht die Schweizer Plattform Roteco.ch – Robotic Teacher Community. Sie bietet Lehrpersonen freien Zugang zu einer grossen Sammlung an lehrplanbasierten Unterrichtsmaterialien und Erfahrungsberichten aus dem MINT-Bereich. Ziel ist es, den Teilnehmenden konkrete Werkzeuge an die Hand zu geben, um Themen wie Robotik und KI effektiv in der Begabtenförderung einzusetzen. Dabei werden die Struktur und die Möglichkeiten der Plattform aufgezeigt und exemplarisch eine Aktivität gemeinsam durchgespielt.
Im Zentrum des Workshops steht die Schweizer Plattform Roteco.ch – Robotic Teacher Community. Sie bietet freien Zugang zu einer umfassenden Sammlung an lehrplanbasierten Unterrichtsmaterialien, Neuigkeiten und Veranstaltungstipps. Roteco’s Mission besteht darin, Lehrpersonen bei Robotik- und Informatik-Aktivitäten in sämtlichen Fächern zu unterstützen. Die auf Roteco vorhandenen Aktivitäten eignen sich hervorragend zum Differenzieren und individuellen Fördern. Ziel des Workshops ist es, konkrete Werkzeuge für den Einsatz von Robotik und Künstlicher Intelligenz an die Hand zu geben. Dabei wird zum einen die Struktur von Roteco aufgezeigt und zum anderen eine KI-Aktivität exemplarisch durchgespielt.
Stefanie Mauroux
Themenpfad: Künstliche Intelligenz und Begabungsförderung
Runde III: Sa 10:30–11:15
Anzahl Plätze: 40
Die Nutzung hochperformanter KI-Systeme kann wesentlichen Einfluss auf das akademische Selbstkonzept hochbegabter Kinder nehmen. Damit KI-Nutzung und einhergehende Entlastung nicht in metakognitive Trägheit oder Skill Skipping umschlägt, ist eine Erweiterung heutiger Begabtenförderung unabdingbar. Der Workshop thematisiert die Fähigkeit zum kritischen Denken als zentrale KI-Zukunftskompetenz. Basierend auf aktueller Studienlage und dreijähriger Kurspraxis diskutieren wir praxisnahe Ansätze, um die Freude am Denken und Urteilskraft zu sichern.
Wenn heute KI-Systeme wie ChatGPT, Claude oder Gemini in nahezu allen Domänen menschliches Expertenniveau erreichen und von assistierenden Tools zu autonomen Agenten avancieren, stellen sich auch für eine zeitgemäße Begabtenförderung weitreichende Fragen. Die Nutzung von KI-Systemen, die durchwegs schnellere, gründlichere und differenziertere kognitive Leistungen erbringen, kann wesentlich Einfluß auf das akademische Selbstkonzept von Hochbegabten nehmen. Nimmt ihnen KI zudem die notwendige Mühe und Anstrengung und potenziell auch das eigenständige, kritische Denken ab, sprechen wir von Skill Skipping basaler Kompetenzen, metakognitiven Trägheit bis hin zum „cognitive surrender“. Vor diesem Hintergrund scheint eine gezielte Erweiterung bisheriger Förder- und Forderkonzepte unabdingbar. Eine besondere Rolle nimmt dabei die Fähigkeit zum kritischen Denken ein, die in allen Modell als die zentrale Zukunftskompetenz im KI-Zeitalter identifiziert wird. Basierend auf aktueller Studienlage und dreijähriger Praxis in KI-Kursen mit Hochbegabten werden im Workshop in Anlehnung an Paul&Elder wesentliche „Elemente des Denkens“ und praxisnahe Ansätze für die Begabtenförderung diskutiert.
Barbara Saring
Themenpfad: Künstliche Intelligenz und Begabungsförderung
Runde III: Sa 10:30–11:15
Anzahl Plätze: 30
Künstliche Intelligenz ermöglicht selbstverstärkende Lernformen die über die eigenständige Vertiefung hinaus gehen. Mit den richtigen methodischen Kompetenzen, können Lernende ihre eigenen Settings neu gestalten und damit hoch individualisierte Formen des Lernens erkunden. KI kann dabei als Skizzenblock für interaktive oder gar spielerische Aufbereitungen von Inhalten dienen.
Selbstverstärkendes Lernen kann so verstanden werden, dass Schülerinnen und Schüler hoch individuelle Wege finden, wie sie das Aneignen von Kompetenzen selbst fördern. Hierbei kann KI auf Knopfdruck interaktive und multimediale Unterstützung leisten. Ob nun Lerninhalte zu eingängigen Liedern verarbeitet werden, oder ganze individuelle Lernapps erstellt werden – die Möglichkeiten sind dank generativer KI und Vibe Coding (das Entwickeln von Apps mit Hilfe der KI) nahezu unendlich. Welche Kompetenzen brauchen die SuS aber, um sich selbst mittels der KI zu fördern? In diesem Workshop beleuchten und diskutieren wir diese und weitere Fragen im Licht der Begabungsförderung.
Mike Haefliger
Themenpfad: Künstliche Intelligenz und Begabungsförderung
Runde III: Sa 10:30–11:15
Anzahl Plätze: 40
In diesem Workshop wird die hybride Intelligenz beleuchtet und der Frage nachgegangen, wie künstliche Intelligenz (KI) mit der menschlichen Urteilskraft, Kreativität und Reflexion zusammenspielen. Es wird erkundet, wie grundlegendes Wissen und praktische Handlungskompetenzen für die Gestaltung individualisierter Lernwege vermittelt werden können, die sowohl pädagogisch begründet als auch technologisch unterstützt sind. Es können Ideen für hybride Lehr- und Lernformen in der Begabtenförderung selbst ausprobiert und reflektiert werden.
Künstliche Intelligenz verändert Lernen und Lehren grundlegend. Der Workshop beleuchtet das Zusammenspiel von menschlicher und künstlicher Intelligenz im Sinne hybrider Intelligenz und fragt, wie Urteilskraft, Kreativität und Reflexion mit den Möglichkeiten von KI verbunden werden können. Die Teilnehmenden erhalten Einblicke in den Einsatz von KI in der Begabungs- und Begabtenförderung und erfahren, wie individualisierte, technologisch unterstützte Lernumgebungen gestaltet werden können, die unterschiedliche Lernvoraussetzungen berücksichtigen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Förderung von Handlungskompetenzen im reflektierten, kritischen und kreativen Umgang mit KI. Im Workshop werden hybride Lernformate erprobt und hinsichtlich ihres Potenzials für eine zukunftsorientierte, inklusive Begabungsförderung sowie für selbstreguliertes Lernen und nachhaltige Kompetenzentwicklung diskutiert.
Sara Hotz Riek
Themenpfad: Künstliche Intelligenz und Begabungsförderung
Runde III: Sa 10:30–11:15
Anzahl Plätze: 20
Neurodiversität und Begabungsförderung
Twice Exceptional (2e) Lernende stellen gängige schulische Logiken infrage: hochbegabt – und gleichzeitig mit ADHS oder anderen Lernbesonderheiten. Sie passen oft nicht ins System – und genau deshalb werden ihre Potenziale übersehen oder fehlinterpretiert. Der Workshop zeigt anhand konkreter Fallbeispiele, wie 2e-Profile erkannt werden können, warum Maskierung täuscht und weshalb diese Lernenden häufig gleichzeitig unter- und überfordert sind. Im Fokus stehen nicht „Defizite“ der Kinder, sondern Passungsprobleme im System. Die Teilnehmenden erhalten konkrete Ansätze für Unterricht, Beziehungsgestaltung und Lernumfeld – damit aus Reibung Entwicklung entstehen kann.
Dieser Workshop übersetzt die Erkenntnisse aus der Keynote direkt in den konkreten Schulalltag. Im Zentrum stehen echte 2e-Profile: hochbegabt und ADHS – mit all ihren Stärken, Brüchen, inneren Konflikten und pädagogischen Herausforderungen. Die Teilnehmenden arbeiten anhand von typischen Fallbeispielen und praktischen Unterrichtssituationen. Gemeinsam wird sichtbar: • woran man 2e-Kinder erkennt • wie Maskierung funktioniert • warum diese Kinder oft gleichzeitig unterfordert und überfordert sind • und welche Anpassungen im Lernumfeld den grössten Effekt haben. Der Workshop liefert: • konkrete Beobachtungshilfen für den Unterricht • praxisnahe Förderideen für Struktur, Motivation und Beziehung • klare Abgrenzung zwischen ADHS, Hochbegabung, SLD und Überforderung • und eine neue Sicherheit im Umgang mit komplexen 2e-Profilen. Ziel ist nicht Perfektion – sondern ein passender Untergrund, damit aus innerem Stress wieder echte Entfaltung entstehen kann.
François Matthey
Themenpfad: Neurodiversität und Begabungsförderung
Runde III: Sa 10:30–11:15
Anzahl Plätze: 40
Die vorliegende Studie untersucht die Verhaltensintention von Lehrkräften, Kinder mit ADHS in ihrer Begabung zu fördern. Als theoretischer Rahmen dient die Theorie des geplanten Verhaltens. Erfasst werden Einstellungen, subjektive Normen und Selbstwirksamkeitserwartungen von Lehrkräften in Bezug auf die Begabungsförderung von Kindern mit ADHS sowie deren zugrunde liegende Überzeugungen. Zudem wird analysiert, inwiefern diese Faktoren die Intention beeinflussen, entsprechende Fördermaßnahmen umzusetzen.
Eine angemessene Begabungsförderung ist für begabte Kinder von hoher Relevanz. Sie trägt zur Verbesserung akademischer Leistungen bei (Bernstein et al., 2020) und fördert Kreativität und Motivation (Gül & Ayık, 2025) sowie kritisches Denken (Elballah et al., 2024). Begabte Kinder mit ADHS werden jedoch häufig nicht ausreichend gefördert (Jolly & Barnard-Brak, 2024). Als möglicher Erklärungsfaktor gelten negative Einstellungen von Lehrkräften sowie eine geringe Selbstwirksamkeit im Umgang mit Kindern mit ADHS (Chunta & DuPaul, 2022; Dort et al., 2020). Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Studie die Verhaltensintention von Lehrkräften, Kinder mit ADHS in ihrer Begabung zu fördern. Als theoretischer Rahmen dient die Theorie des geplanten Verhaltens. Erfasst werden Einstellungen, subjektive Normen und Selbstwirksamkeitserwartungen von Lehrkräften sowie deren zugrunde liegende Überzeugungen. Zudem wird analysiert, inwiefern diese Faktoren die Intention zur Umsetzung entsprechender Fördermaßnahmen beeinflussen. Ziel der Studie ist es, Ursachen für eine unzureichende Begabungsförderung zu identifizieren, an denen zukünftig gezielt angesetzt werden kann.
Louise Küry
Themenpfad: Neurodiversität und Begabungsförderung
Runde III: Sa 10:30–11:15
Anzahl Plätze: 30
Paradigmenwechsel in der Begabungs- und Begabtenförderung
Begabungs- und Begabtenförderung (BBF) wird zunehmend als integraler Bestandteil einer inklusiven Schule verstanden. In der schulischen Praxis zeigt sich jedoch, dass Begabungsförderung häufig ohne verbindliche Qualitätskriterien umgesetzt wird. Der Workshop stellt ein webbasiertes Selbsteinschätzungstool zur Qualität der integrativen BBF vor, das derzeit an der HfH entwickelt wird. Im Workshop werden zentrale theoretische Grundlagen, Aufbau und Funktionsweise des Instruments vorgestellt und anhand ausgewählter Beispielitems illustriert.
Begabungs- und Begabtenförderung (BBF) gilt zunehmend als fester Bestandteil eines inklusiven Schulverständnisses. Eine Schule für alle bedeutet nicht nur Unterstützung bei Lernschwierigkeiten, sondern ebenso die systematische Wahrnehmung, Förderung und Begleitung besonderer Potenziale. In der schulischen Praxis zeigt sich jedoch, dass Begabungsförderung häufig punktuell, abhängig von Einzelpersonen oder ohne verbindliche Qualitätskriterien umgesetzt wird. Schulen fehlt oftmals ein strukturiertes Instrument, um den eigenen Entwicklungsstand in diesem Bereich fundiert einschätzen und gezielt weiterentwickeln zu können. Der Workshop stellt ein webbasiertes Selbsteinschätzungstool zur Qualität der integrativen BBF vor, das derzeit an der HfH entwickelt wird. Ziel des Instruments ist es, Schulen eine differenzierte Standortbestimmung auf Schul- und Unterrichtsebene zu ermöglichen und damit Entwicklungsprozesse systematisch zu unterstützen. Im Workshop werden zentrale theoretische Grundlagen, Aufbau und Funktionsweise des Instruments vorgestellt und anhand ausgewählter Beispielitems illustriert. Die Teilnehmenden erhalten die Gelegenheit, das Tool exemplarisch auszuprobieren.
Anuschka Meier-Wyder
Themenpfad: Paradigmenwechsel in der Begabungs- und Begabtenförderung
Runde III: Sa 10:30–11:15
Anzahl Plätze: 20
Begabungsförderung darf nicht isoliert schulisch gedacht werden: Für Kinder sind Schule und Familie untrennbar verbundene Lernräume. Eine wirksame Förderung bezieht Eltern daher gezielt ein und versteht sie als zentrale Ressource gelingender Entwicklungsprozesse. Fachlich fundierte Elternbildung schafft gemeinsames Verständnis und eine verbindende Sprache für tragfähige Lösungen. Der Workshop zeigt anhand von Fallbeispielen, wie sich in herausfordernden Elterngespräche durch Fachwissen neue Perspektiven eröffnen können.
Begabtenförderung darf nicht isoliert schulisch gedacht werden. Für Kinder sind Schule und Familie keine getrennten Lernorte – Spannungen zwischen beiden Welten wirken sich unmittelbar auf ihre Entwicklung aus. Eine wirksame Förderung bezieht Eltern daher gezielt ein. Fachlich fundierte Elternbildung schafft gemeinsames Verständnis, eine verbindende Sprache und tragfähige Lösungen. Eltern werden dabei als zentrale Ressource gelingender Entwicklungsprozesse verstanden. Der Workshop zeigt anhand von Fallbeispielen, wie herausfordernde Elterngespräche durch fundiertes Wissen aller Beteiligten neue Perspektiven und kreative Handlungsmöglichkeiten eröffnen. Leitfrage: Wie kann Elternbildung als integraler Bestandteil wirksamer Begabungsförderung gestaltet werden?
Alexa Illi
Rea Sieber
Themenpfad: Paradigmenwechsel in der Begabungs- und Begabtenförderung
Runde III: Sa 10:30–11:15
Anzahl Plätze: 30
Hochbegabte Kinder fallen nicht immer durch Leistungen auf, sondern auch durch Rückzug, Perfektionismus oder scheinbare Unaufmerksamkeit und bleiben daher oft unerkannt. Der Workshop zeigt praxisnah, wie hochbegabte und 2e Kinder im Unterricht erkannt und begleitet werden können. Auf Grundlage langjähriger Erfahrung werden konkrete Werkzeuge wie Curriculum Compacting, Enrichment und metakognitive Strategien vorgestellt, um Selbstregulation zu stärken und Begabungsförderung als integralen Bestandteil des Unterrichts zu verankern.
Hochbegabte Kinder fallen im Unterricht nicht immer durch exzellente Leistungen auf, sondern auch durch Rückzug, Perfektionismus, Verweigerung oder scheinbare Unaufmerksamkeit. Ihre Fähigkeiten bleiben deshalb oft unerkannt oder werden missverstanden. Lehrkräfte stehen oft vor der Herausforderung, diese Kinder im regulären Unterricht angemessen zu begleiten, ohne dass dafür zusätzliche Ressourcen zur Verfügung stehen. Der Workshop zeigt praxisnah, wie hochbegabte und doppelt aussergewöhnliche (2e) Kinder erkannt und begleitet werden können und regt einen Perspektivenwechsel an: weg von der Defizitorientierung, hin zu einem Verständnis ihrer Denk- und Wahrnehmungsprozesse. Vorgestellt werden sofort umsetzbare Werkzeuge sowie strukturierende Strategien zur Förderung von Selbstregulation und Selbstwirksamkeit. Die Teilnehmenden erhalten Einblick in typische Entwicklungsprofile hochbegabter Kinder, erkennen gängige Fehlinterpretationen und gewinnen Sicherheit im pädagogischen Umgang. Ziel ist es, BBF nicht als Zusatzaufgabe zu verstehen, sondern als integralen Bestandteil eines Unterrichts, der kognitive Tiefe, individuelle Lernwege und nachhaltige Entwicklung ermöglicht.
Dina Mazzotti
Themenpfad: Paradigmenwechsel in der Begabungs- und Begabtenförderung
Runde III: Sa 10:30–11:15
Anzahl Plätze: 20
Das World Game ist ein spielerisches und sprachfreies Instrument zur Beobachtung und Einschätzung kognitiver Potenziale, Denkstilpräferenzen sowie sozio-emotionaler Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen und wird hier erstmalig in der Schweiz vorgestellt. Nebst einem Einblick in die theoretischen Grundlagen des World Games und dessen Einsatzmöglichkeiten in pädagogischen und diagnostischen Kontexten werden die Unterschiede zwischen verbaler und visuell-räumlicher Denkpräferenz und deren Bedeutung im schulischen Kontext thematisiert.
Ziele und Inhalte des Workshops: Was zeigt das World Game? Das World Game ist ein spielerisches und sprachfreies Beobachtungsinstrument, das Einblicke in kognitive Potenziale, Denkstilpräferenzen sowie sozio-emotionale Aspekte von Kindern und Jugendlichen ermöglicht. Im Workshop werden die theoretischen Grundlagen des World Games sowie dessen Einsatzmöglichkeiten in der Begabtenförderung und in diagnostischen Kontexten erstmalig in der Schweiz vorgestellt und diskutiert. Wie lassen sich Denkstilpräferenzen erkennen und einordnen? Ein besonderer Fokus liegt auf den Unterschieden zwischen verbaler und visuell-räumlicher Denkpräferenz. Diese werden in ihrer Bedeutung für Lernprozesse, schulische Anforderungen und Förderentscheidungen reflektiert. Wie und was kann ich beitragen? Die Erfahrungen der Teilnehmenden sowie unterschiedliche Perspektiven aus der Praxis tragen zu einer vertieften Auseinandersetzung und zur Diskussion bei. Zielgruppe Lehrpersonen, Fachpersonen im Bereich Begabungsförderung, Fachpersonen der Abklärung sowie Mitarbeitende schulpsychologischer Dienste.
Karin Kaufmann Vögeli
Themenpfad: Paradigmenwechsel in der Begabungs- und Begabtenförderung
Runde III: Sa 10:30–11:15
Anzahl Plätze: 20