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Parallel-Vorträge

Parallelvortrag 1

„Werte, Potenziale, Zukunftskompetenzen“ Hinter dem Leitmotiv des diejährigen Kongresses steht die Frage: Wer bringt diesen Wandel in Schule konkret voran? Die These des Vortrags lautet: eine begabungsfördernde Schulkultur kann sich nachhaltig nur durch das Zusammenwirken engagierter Akteur*innen mit unterschiedlichen Kompetenzen innerhalb des Kollegiums entwickeln. Vor diesem Hintergrund richtet der Vortrag den Blick auf mögliche Akteur*innen des Wandels und greift dazu auf die Idee des Promotorenmodells (Witte, 1973; Gemünden & Walter, 1995) zurück. Auf Basis eines Forschungsprojekts an LISSA-Preisträgerschulen in der Schweiz und Schulen der Bund-Länder-Initiative „Leistung macht Schule“ in Deutschland, wird aufgezeigt, welche Promotor*innen innerhalb eines Kollegiums für die Gestaltung und Weiterentwicklung der Begabungsförderung zentral sind, wie diese ihre Rolle ausgestalten und wie die beteiligten Akteurinnen zusammenwirken. Der Vortrag liefert einen Beitrag zu einer wissenschaftlich fundierten und zugleich handlungsleitenden Diskussion über geteilte Verantwortung als Gelingensbedingung für begabungsfördernde Schulen im Wandel.

Mirjam Maier-Rösler
Dr. Niels Anderegg

Freitag 10:30–11:30

Parallelvortrag 2

Neurowissenschaftliche Studien zeigen, dass der schulische Erfolg von Kindern stark von gut entwickelten exekutiven Funktionen abhängt. Prozesse wie Inhibition, Arbeitsgedächtnis und kognitive Flexibilität sind entscheidend für selbstreguliertes Handeln und die Bewältigung komplexer schulischer und alltäglicher Anforderungen. Der Beitrag gibt eine kompakte Einführung in Grundlagen und aktuelle Forschung zu exekutiven Funktionen im Kindes- und Jugendalter, mit Fokus auf ihre Rolle als Future Skills. Es wird aufgezeigt, wie diese Kompetenzen schulisches Lernen und individuelle Begabungsförderung unterstützen, typische Schwierigkeiten, etwa bei Aufmerksamkeitsstörungen, eingeordnet werden können und wie Schulen exekutive Funktionen gezielt fördern können, um Kinder auf zukünftige Anforderungen vorzubereiten.

Dr. phil Kevin Wingeier

Freitag 10:30–11:30

Parallelvortrag 3

Der Beitrag stellt die Digitale Drehtür als länderübergreifende Bildungsinitiative vor, die Begabungsförderung, Digitalisierung und schulische Vernetzung verbindet. Aufbauend auf dem Drehtürkonzept sowie dem Schoolwide Enrichment Model nach Renzulli und Reis erhalten Lernende die Möglichkeit, den Regelunterricht zeitweise zu verlassen, um in synchronen und asynchronen digitalen Formaten an selbstgewählten Themen, fachlichen Vertiefungen oder projektorientierten Fragestellungen zu arbeiten. Schulübergreifende Lerngruppen und die Einbindung externer Expert*innen eröffnen innovative Lerngelegenheiten, die im schulischen Alltag häufig nicht realisierbar sind. Somit schafft die Bildungsinitiative digitale Enrichtmenträume, die sowohl eine breite Potenzial- und Begabungsentwicklung als auch eine gezielte Förderung von Schüler*innen ermöglichen. Erste Erfahrungen deuten darauf hin, dass Motivation, Selbstwirksamkeit und Sichtbarkeit individueller Stärken von Schüler*innen gestärkt sowie Lehrkräfte in der individuellen Förderung unterstützt werden. Der Vortrag diskutiert Chancen und Herausforderungen digital vernetzter Begabungsförderung für Unterrichts- und Schulentwicklung.

Prof. Dr. Silvia Greiten

Freitag 10:30–11:30

Parallelvortrag 4

«Künstliche Intelligenz (KI)» beeinflusst den Unterricht in immer höherem Masse. Ihr Einsatz in Bildungsinstitutionen ist mit grossen Erfolgserwartungen verbunden. Aber sie führt auch zu Verunsicherung und Angst, teilweise zu Abwehr. Wird durch den Einsatz von KI die menschliche Lernleistungs-Fähigkeit gesteigert, gar revolutioniert? Steigert der Einsatz von KI die Lernfähigkeit des Gehirns? In diesem Vortrag wird zuerst auf das menschliche Lernen eingegangen: was zeichnet menschliches Lernen aus? Wie entwickelt sich die Lern-Leistungsfähigkeit des Menschen unter den Einflüssen von Erblichkeit und Umwelt? Was können wir heute interdisziplinär betrachtet unter «Begabung» und unter «Intelligenz» verstehen? Wodurch unterscheiden sich «menschliche Intelligenz» und künstliche «Intelligenz»? Ist KI gegen menschliche Intelligenz gerichtet? Löst KI die menschliche Intelligenz ab? Oder kann der Einsatz von KI im Bildungswesen der Begabungsförderung und der menschlichen Intelligenz neue Impulse geben?

Prof. i.R. Dr. Willi Stadelmann

Freitag 14:00–15:00

Parallelvortrag 5

Künstliche Intelligenz (KI) eröffnet neue Chancen für (hoch)begabte Schülerinnen und Schüler. Mithilfe von KI-Tools kann individuelles Lernen flexibel und auf die persönliche Lerntiefe sowie -geschwindigkeit abgestimmt werden. Sie lassen sich in Drehtüren, Enrichmentgruppen und im regulären Unterricht einsetzen, um anregende Lernarrangements zu schaffen. Sie fördern kognitive Aktivierung und Kreativität, indem sie komplexe Aufgaben, forschendes Lernen und Projektunterricht unterstützen. Zudem befähigen diese Tools Lernende zu Leistungen, die ohne KI nicht erreichbar wären, ein Prozess, der auch als «Upskilling» bezeichnet wird. Lehrkräfte können beim Entwickeln komplexer Lernumgebungen durch KI entlastet werden. Für hochbegabte Schülerinnen und Schüler kann der KI-Einsatz die emotionale Ausgeglichenheit unterstützen, indem er hilft, Unterforderung zu vermeiden und die Freude am Lernen zu fördern, wodurch Underachievement entgegengewirkt wird. Neben Ideen werden konkrete Materialien zur Förderung der Begabungen von Schülerinnen und Schüler zur Verfügung gestellt, die von den Teilnehmenden sofort eingesetzt werden können.

Andreas Tefroth

Freitag 14:00–15:00

Parallelvortrag 6

Folgt

Dr. Tanja Gabriele Baudson
Prof. Dr. Renzulli, Josep
Prof. Dr. Reis, Sally

Freitag 14:00–15:00

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