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Hauptreferate

Keynote 1

Kindheit steht heute mehr denn je im Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichem Wandel, zunehmender Beschleunigung und steigenden Erwartungen an Bildung und Leistung. Der Vortrag zeichnet die historische Entwicklung unseres Verständnisses von Kindheit nach – vom formbaren Objekt hin zum aktiven, mitgestaltenden Subjekt. Vor diesem Hintergrund werden zentrale Herausforderungen der Gegenwart beleuchtet. Auf der Basis von Langzeitstudien wie zum Beispiel den Zürcher Longitudinalstudien wird aufgezeigt, was Kinder für eine gesunde Entwicklung tatsächlich brauchen. Im Zentrum stehen die „5 G“ kindlicher Bedürfnisse sowie die „5 V“ als leitende Qualitäten im Umgang mit Kindern. Der Vortrag plädiert dafür, Begabungsförderung nicht primär als Leistungsoptimierung zu verstehen, sondern als das Schaffen von Bedingungen, unter denen Kinder ihre individuellen Potenziale entfalten und Selbstwirksamkeit erfahren können.

Prof. Dr. Oskar Jenni

Donnerstag 18:30–19:30

Keynote 2

Text noch nicht verfügbar

René Vogel (Mr. Vision)

Freitag, 9:00–10:00

Keynote 3

Warum entfalten manche Kinder ihr Potenzial, während andere trotz hoher Begabung ihr Können nicht zeigen? Die Hirnentwicklung verläuft nicht linear, sondern hochdynamisch und wird entscheidend durch Erfahrungen, Erwartungen und Förderung geprägt. Gerade begabte Kinder und Jugendliche brauchen nicht einfach mehr Stoff, sondern eine Umgebung, die ihre Denkweise versteht, Motivation stärkt und Entwicklung ermöglicht. Dr. Barbara Studer gibt spannende Einblicke in die neurowissenschaftlichen Grundlagen von Lernen, Begabung und Entwicklung und zeigt, warum Unterforderung ebenso belastend sein kann wie Überforderung. Der Vortrag lädt dazu ein, Begabung neu zu denken: weg von Leistungsetiketten, hin zu Potenzialentfaltung. Ein inspirierender Blick darauf, wie wir junge Gehirne so begleiten können, dass Neugier, mentale Stärke und Freude am Lernen erhalten bleiben und Fähigkeiten nicht ungenutzt verloren gehen.

Dr. Barbara Studer

Freitag, 16:15–17:15

Keynote 4

In Zeiten multipler Krisen braucht unsere Gesellschaft mutige und kreative Zukunftsgestalter. Junge Menschen, die über ausgeprägte Lösungskompetenzen verfügen und die es gewohnt sind, Verantwortung zu übernehmen. Verantwortung für sich, für andere, für unseren Planeten. Das erfordert eine Neuausrichtung der Bildung hin zu einer Kultur der Potenzialentfaltung. Begabung entfaltet sich dort, wo Vertrauen, Beziehung und Sinn erlebt werden. Ganzheitliches Lernen verbindet kognitive, emotionale und soziale Dimensionen – durch Achtsamkeit, Kooperation und Verantwortung. Der Beitrag zeigt anhand erprobter Praxis auf, wie eine inklusive Lernkultur der Potenzialentfaltung, Lernen im Leben, sich erproben in Herausforderungen, Erfahrungen von Sinnhaftigkeit und Selbstwirksamkeit Voraussetzungen schaffen, um in Zeiten wachsender Unsicherheiten Resilienz zu erwerben und souverän und verantwortungsvoll handeln zu können.

Margret Rasfeld

Samstag, 9:00–10:00

Keynote 5

Kinder und Jugendliche mit ADHS und Hochbegabung (Twice Exceptional) tragen eine enorme innere Spannung in sich: extreme Denkleistung trifft auf eingeschränkte Selbstregulation, hohe Kreativität auf fragile Steuerung. Viele wirken widersprüchlich, überfordernd – oder werden massiv unterschätzt. In dieser Keynote nimmt François Matthey das Publikum mit in die neurobiologische, emotionale und schulische Realität von 2e-Kindern. Anhand der starken Metapher des Formel-1-Autos auf der Schotterpiste wird sichtbar, warum diese Kinder nicht am «Wollen», sondern am nicht passenden Untergrund scheitern.
Die Keynote verbindet:
• aktuelle Forschung zu ADHS, Hochbegabung und Twice Exceptional
• neurobiologische Grundlagen (Arbeitsgedächtnis, Verarbeitungsgeschwindigkeit, Emotionsregulation)
• typische Fehldeutungen im Schulalltag (Masking, Boredom vs. ADHS, Underachievement)
• konkrete Haltungs- und Umfeldfaktoren, die den entscheidenden Unterschied machen.
Eine Keynote für alle, die 2e-Kinder nicht länger reparieren, sondern endlich richtig verstehen wollen.

François Matthey

Samstag, 11:30–12:30

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