Kongress Begabungs- und Be­gab­ten­för­de­rung

14.–16. September 2017 in Brugg-Windisch

Anmeldeschluss: Mittwoch, 15. August 2018

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Donnerstag, 14. September 2017

16:30 | Vernissage

01.01 | Buch- und Film­ver­nis­sa­ge LIS­SA- Preis «Be­ga­bung steigt auf»
5.0H02 | Studiensaal A

In­di­vi­du­el­le För­de­rung, per­so­na­li­sier­tes Ler­nen so­wie Stär­ken- und Kom­pe­tenz­ori­en­tie­rung müs­sen, um wir­k­sam zu sein, von den Be­ga­bun­gen der Kin­der aus­ge­hen und die­se för­dern. In die­sem Buch und den da­zu­gehö­ri­gen Film­por­träts zei­gen acht Deutsch­schwei­zer Se­kun­dar­schu­len, wie sie Be­ga­bungs­för­de­rung ver­ste­hen und um­set­zen.

Sol­che Pro­jek­te der Be­ga­bungs- und Be­gab­ten­för­de­rung an Schwei­zer Schu­len al­ler Stu­fen wer­den vom LIS­SA-Preis in­iti­iert und un­ter­stützt (www.lis­sa-preis.ch). Der «LIS­SA-Preis» ist ein Pro­jekt der «Stif­tung für hoch­be­gab­te Kin­der» und zeich­net seit 2004 Schu­len für ih­re her­vor­ra­gen­de Be­ga­bungs- und Be­gab­ten­för­de­rung aus. Das Pro­jekt für die Se­kun­dar­stu­fe I wird von der Stif­tung Mer­ca­tor Schweiz gross­zü­gig un­ter­stützt.

 

Für die­se Ve­r­an­stal­tung ist ei­ne se­pe­ra­te An­mel­dung nö­tig. Bit­te mel­den Sie sich bis am 9. Sep­tem­ber 2017 per Mail an: info@lis­sa-preis.ch

18:00 | Kongresseröffnung

01.02 | Kon­gress­er­öff­nung
| Campussaal

Gruss­wor­te:

  • Hans Ge­org Si­gner, Fach­hoch­schul­rat FHNW
  • Prof. Dr. Sabi­na Lar­cher, Di­rek­to­rin der PH FHNW 
01.03 | Über­flie­ger, die nicht flie­gen – (Hoch-)Be­gab­te zwi­schen ge­sell­schaft­li­chen An­sprü­chen und ak­ti­ver Le­bens­be­wäl­ti­gung
Prof. Dr. habil. Thomas Trautmann
| Campussaal

El­tern und Lehr­per­so­nen ste­hen oft glück­lich vor Kin­dern, die ganz be­son­de­re Leis­tung er­brin­gen. Sie agie­ren je­doch eher rat­los, wenn dies in Do­mä­nen ge­schieht, die nicht schul­nah sind. Auch (Hoch-)Be­ga­bungs-Tests stel­len Lehr­per­so­nen vor vie­le Fra­gen.

Der Vor­trag be­trach­tet zu­nächst Be­rei­che zwi­schen «Tes­tung» und dem «schu­li­schen Da­nach». Ein dar­aus re­sul­tie­ren­des Denk­mo­dell für die täg­li­che päd­ago­gi­sche (und dia­gnos­ti­sche) Schul- und Un­ter­richts­pra­xis wird eben­so vor­ge­stellt wie ei­ne Rei­he kon­kre­ter Ide­en zur Be­ga­bungs- und Be­gab­ten­för­de­rung in der Schu­le.

01.04 | Count us in: in­clu­ding the gif­ted and ta­len­ted in in­clu­si­ve edu­ca­ti­on (Un­ter­la­gen auf Deutsch)
Dr. Margaret Sutherland
| Campussaal

How do teachers re­spond to dif­fe­ren­ces among their pu­pils? What ro­les should teacher edu­ca­ti­on play in teacher edu­ca­ti­on and de­ve­lop­ment? How can teachers be bet­ter pre­pa­red to work wi­th gif­ted and ta­len­ted le­ar­ners? This pre­sen­ta­ti­on will ex­plo­re the­se ques­ti­ons Using ex­am­ples from prac­tice it will de­mons­tra­te how in­di­vi­du­al teachers might re­spond to crea­te class­rooms that in­clu­de a wi­de ran­ge of le­ar­ners. It will con­clu­de by ar­guing that to meet «sustainable de­ve­lop­ment goal 4 of the United Na­ti­ons».

(Über­set­zun­gen auf Deutsch wer­den am Vor­trag ab­ge­ge­ben.)

01.05 | Ap­éro

Freitag, 15. September 2017

8:45 | Begrüssung

02.01 | In­for­ma­tio­nen der Kon­gress­lei­tung
| Campussaal

9:15 ‒10:15 | Parallelvorträge

Par­al­lel­vor­trag 1
Par­al­lel­vor­trag 2
Par­al­lel­vor­trag 3
Par­al­lel­vor­trag 1
Krea­ti­vität – kann man das ler­nen?
Prof. Dr. Aljoscha Neubauer
| Campussaal

Der Krea­ti­vität und der In­no­va­ti­ons­kraft wird ei­ne im­mer grös­se­re Be­deu­tung für den wirt­schaft­li­chen Er­folg von Volks­wirt­schaf­ten zu­ge­schrie­ben. Sie spie­len aber auch ei­ne gros­se Rol­le für die per­sön­li­che Le­bens­zu­frie­den­heit. Die Ba­sis der Krea­ti­vität ei­nes Men­schen wird in sei­ner Kind­heit und Ju­gend ge­legt. Da­bei spielt auch der Um­gang mit Krea­ti­vität in der Schu­le ei­ne ge­wich­ti­ge Rol­le.

Par­al­lel­vor­trag 2
Ta­lent De­fer­red, Ta­lent Lost: The Un­de­r­a­chie­ve­ment of Ta­lented In­di­vi­du­als (and es­pe­ci­al­ly Wo­men)
Prof. Dr. Sally M. Reis
5.0H06 | Studiensaal B

Un­de­r­a­chie­ve­ment of gif­ted and ta­len­ted in­di­vi­du­als is one of the most frus­tra­ting chal­len­ges in our so­cie­ty. What cau­ses high po­ten­ti­al in­di­vi­du­als to un­de­r­a­chie­ve? Why do so ma­ny peop­le fail to achie­ve at high le­vels? What in­ter­ven­ti­ons work for what ty­pes of un­de­r­a­chie­vement? How can we mo­ti­va­te ta­len­ted in­di­vi­du­als to achie­ve? The­se and other ques­ti­ons will be ex­plo­red in this keyno­te.

(Über­set­zun­gen auf Deutsch wer­den am Vor­trag ab­ge­ge­ben).

Par­al­lel­vor­trag 3
Sys­te­mi­sche Be­ga­bungs­för­de­rung – För­de­rung in so­zia­len Kon­tex­ten
Prof. Drs. Albert Ziegler
6.-1D13 | Foyer

Be­ga­bungs­för­de­rung fo­kus­sier­te bis­land sehr stark das In­di­vi­du­um. Bei­spiels­wei­se rich­ten sich Mass­nah­men wie En­rich­ment oder Pull-out fast aus­schliess­lich auf die Be­gab­ten selbst, wäh­rend ei­ne Ver­bes­se­rung des so­zia­len Um­felds oder lern­öko­lo­gi­sche Va­riablen we­nig oder gar kei­ne Be­ach­tung fin­den. Doch was nützt et­wa ei­ne In­ter­es­sen­för­de­rung für ein be­stimm­tes The­ma, wenn die Be­gab­ten da­nach in ein so­zia­les Um­feld zu­rück­keh­ren, das weit­ge­hend des­in­ter­es­siert ist und mög­li­cher­wei­se so­gar dem Ler­nen skep­tisch ge­gen­über­steht?

10:40 ‒11:25 | Workshoprunde 1

Pfad A: Be­ga­bungs­för­dern­de Schu­len
Pfad B: Un­ent­deck­te Be­ga­bun­gen und Iden­ti­fi­ka­ti­on
Pfad C: Be­ga­bun­gen in Leis­tun­gen um­set­zen
Pfad D: An­er­ken­nungs­kul­tur
Pfad E: Dif­fe­ren­zie­ren­de Ler­nar­ran­ge­ments
Pfad F: För­de­rung durch Men­to­ren/Men­to­rin­nen und Lern­be­ra­tung/Coaching
Pfad A: Be­ga­bungs­för­dern­de Schu­len
A1.1 | Be­gab­ten­för­de­rung – El­tern und Behör­de ar­bei­ten zu­sam­men
Dr. Dagmar Wegner
Jaana Rasmussen
5.2D02 |
Alle Stufen | Schulleitungen

Der Vor­trag mit an­schlies­sen­der Dis­kus­si­on be­fasst sich mit den Fak­to­ren, die in Ham­burg zum Er­folg der El­tern­in­itia­ti­ve ge­führt ha­ben, und da­mit, wel­che Stra­te­gi­en auf an­de­re Re­gio­nen über­trag­bar sind. Aus den Er­fah­run­gen in Ham­burg las­sen sich Er­folgsstrategien für die Durch­set­zung der Be­gab­ten­för­de­rung in an­de­ren Re­gio­nen ab­lei­ten, die Chan­cen­ge­rech­tig­keit auch für über­durch­schnitt­lich und hoch­be­gab­te Kin­der und Ju­gend­li­che im Bil­dungs­sys­tem in den Blick neh­men wol­len.

A1.2 | Be­ga­bung ent­wi­ckelt Re­gi­on und Ge­mein­de (BeRG) – Ein eu­ro­pa­weit ein­zig­ar­ti­ges Pro­gramm in Ös­ter­reich
Dr. Claudia Resch
| Campussaal
Alle Stufen

Das BeRG-Pro­gramm wird der­zeit in ei­ner Salz­bur­ger Re­gi­on um­ge­setzt und soll be­ga­bungs­för­der­li­che Struk­tu­ren und Be­din­gun­gen für Kin­der und Ju­gend­li­che so­wie ei­ne wert­sch­ät­zen­de At­mo­s­ph­ä­re für al­le Be­ga­bun­gen schaf­fen. Denn die viel­fäl­ti­gen Be­ga­bun­gen von Kin­dern und Ju­gend­li­chen kön­nen sich dort op­ti­mal ent­wi­ckeln, wo sie ei­ne be­ga­bungs­för­dern­de Um­welt vor­fin­den. Da­bei spie­len die Ge­mein­de und die Re­gi­on als in­for­mel­le Lern­or­te ei­ne eben­so ent­schei­den­de Rol­le wie die klas­si­schen Bil­dungs­in­sti­tu­tio­nen Kin­dergarten, Schu­le und Uni­ver­sität.

A1.3 | «Krea­ti­ve Po­ten­tia­le we­cken und för­dern»
Prof. Dr. Klaus Urban
5.1A17 |
Alle Stufen

In Wei­ter­füh­rung des Work­shops «Krea­ti­ve Po­ten­tia­le ent­de­cken» (Teil­nah­me ist aber nicht Vor­aus­set­zung) wer­den Grund­s­ät­ze und prak­ti­sche Me­tho­den/Mass­nah­men/Auf­ga­ben/Übun­gen der We­ckung/Her­aus­for­de­rung und För­de­rung krea­ti­ver Po­ten­tia­le vor­ge­stellt, dis­ku­tiert so­wie in Schu­le und an­de­ren päd­ago­gi­schen Set­tings leicht ein­setz­ba­re Auf­ga­ben/Übun­gen/An­re­gun­gen zur Sti­mu­lie­rung krea­ti­ven Den­kens und Han­delns an­hand des Ban­des «KREAK­TIVITÄ­TEN» vor­ge­stellt und teil­wei­se prak­tisch er­probt.

A3.2 DF | Pull­out als ei­ne För­der­mög­lich­keit auch im in­te­gra­ti­ven Sys­tem
Dina Mazzotti
5.4C06 |
Primarstufe

Ob­w­ohl die Stamm­klas­se nach wie vor der ers­te För­der­ort ist, gibt es auch Grün­de, wes­halb Pull­out-An­ge­bo­te ge­schaf­fen oder bei­be­hal­ten wer­den soll­ten. Das Pull­out-An­ge­bot in Ro­then­burg LU be­steht seit 2004, und an den ge­mach­ten Er­fah­run­gen sol­len auch an­de­re teil­ha­ben kön­nen.

Wir tau­schen uns über No­mi­na­ti­on, in­halt­li­che The­men, Ver­weil­dau­er und Ge­lin­gens­be­din­gun­gen aus. Die Stel­lung im in­te­gra­ti­ven Un­ter­richt und die Ve­r­zah­nung im Re­gel­klas­sen­un­ter­richt wer­den eben­so auf­ge­grif­fen wie die theo­re­ti­sche Un­ter­maue­rung des An­ge­bo­tes.

Pfad B: Un­ent­deck­te Be­ga­bun­gen und Iden­ti­fi­ka­ti­on
B1.1 | Mo­ti­va­ti­on – Ein Er­k­lärungs­an­satz für die sel­te­ne Iden­ti­fi­ka­ti­on ma­the­ma­tisch be­gab­ter Mäd­chen?
Prof. Dr. Ralf Benölken
5.4A17 |
Primarstufe

In Pro­gram­men der Be­gab­ten­för­de­rung im Prim­ar­be­reich neh­men in Deutsch­land deut­lich we­ni­ger Mäd­chen als Jun­gen teil. Die Er­k­lärungs­ver­su­che für die­ses Phäno­men sind viel­fäl­tig – im Bei­trag wird der Be­deu­tung mo­ti­va­tio­na­ler Kon­struk­te wie Selbst­kon­zep­ten und At­tri­bu­tio­nen als Be­din­gungs­fak­to­ren für die Iden­ti­fi­ka­ti­on und die Ent­wick­lung ma­the­ma­ti­scher Be­ga­bun­gen un­ter ei­ner Gen­der­per­spek­ti­ve nach­ge­gan­gen.

B1.2 | Hur­ray! New op­por­tu­nities for gif­ted stu­dents – all over Eu­ro­pe
Prof. Dr. Marca V.C. Wolfensberger
5.2H01 |
Behörden | Gymnasium | Hochschule | Schulleitungen

You are gif­ted, ta­len­ted and mo­ti­va­ted – You turn 18. Hap­py bir­th­day! You want stu­dy. You start wi­th high ex­pec­ta­ti­ons at hig­her edu­ca­ti­on. Too ma­ny of our gif­ted and mo­ti­va­ted stu­dents be­co­me very dis­ap­poin­ted.
Uni­ver­si­ties are no pa­ra­di­se for gif­ted and mo­ti­va­ted stu­dents – in con­tra­ry. Lar­ge groups, ma­ny dro­pouts, li­mi­ted con­tact wi­th your teachers. Du­ring the in­te­r­ac­tive work­shop we dis­co­ver that the­re is ho­pe be­cau­se the­re are new op­por­tu­nities for gif­ted stu­dents.

(Über­set­zun­gen auf Deutsch wer­den am Vor­trag ab­ge­ge­ben)

B1.3 DF | Be­ga­bun­gen er­ken­nen – nicht im­mer ein­fach! Ge­mein­sam auf Spu­ren­su­che
Elisabeth Müller
6.-1D09 | Foyer
Kindergarten | Primarstufe

An­hand kon­kre­ter Bei­spie­le soll auf­ge­zeigt wer­de, wie schwie­rig das Er­ken­nen von Be­ga­bun­gen sein kann.

Ge­mein­sa­me Be­spre­chung der «Fäl­le» soll hel­fen, un­se­ren Blick für Kin­der und ih­re Be­ga­bun­gen zu schär­fen, aber auch kri­tisch die Be­schrän­kun­gen der Si­tua­ti­on und der be­trach­ten­den Per­son zu be­ach­ten. Be­kann­te Be­ga­bungs­mo­del­le wer­den bei­ge­zo­gen, um un­se­ren Ho­ri­zont und un­se­re Hand­lungs­fä­hig­keit zu er­wei­tern und neue Fra­ge­stel­lun­gen und Per­spek­ti­ven zu fin­den.

Pfad C: Be­ga­bun­gen in Leis­tun­gen um­set­zen
C1.1 | IIM – 7-Schritt-Pro­jekt­me­tho­de des for­schen­den Ler­nens: ei­ne Me­tho­de der Neu­en Lern­kul­tur
Doris Müller-Hostettler
6.0D09 |
Primarstufe | Schulleitungen | Sekundarstufe I

IIM (In­de­pen­dent In­ves­ti­ga­ti­on Me­thod):

Kin­der so­wie Lehr­per­so­nen sind be­geis­tert von die­sem mo­ti­vie­ren­den leis­tungs­dif­fe­ren­zie­ren­den Ler­nar­ran­ge­ment. Die Struk­tur der 7 Schrit­te er­mög­licht ein über­sicht­li­ches po­ten­ti­al­be­zo­ge­nes Vor­ge­hen beim Er­for­schen ei­nes in­di­vi­du­el­len The­mas bis hin zur Rea­li­sa­ti­on ei­nes Pro­duk­tes und ei­ner Prä­sen­ta­ti­on.

Un­ab­h­än­gig von ih­rer kul­tu­rel­len, eth­ni­schen, re­li­giö­sen oder sprach­li­chen Her­kunft er­wer­ben die Kin­der ver­schie­dens­te Kom­pe­ten­zen wie Ar­beits- und Lern­tech­ni­ken, Stra­te­gi­en und Re­fle­xi­ons­mög­lich­kei­ten.

C1.2 DF | Le­se­pro­jekt Le­se­platz – mehr als le­sen
Rita Obergfell
5.3A17 |
Kindergarten | Primarstufe

Le­sen ist ei­ne Fer­tig­keit, die al­le Schul­fä­cher tan­giert. Mo­ti­va­ti­on und För­de­rung der Le­se­kom­pe­ten­zen sind beim Pro­jekt im Vor­der­grund.

Der Le­se­platz bie­tet Ve­r­an­stal­tun­gen an, in de­nen je­weils zu ei­nem Ziel der Le­se­för­de­rung ge­ar­bei­tet wird. Er schafft Er­leb­nis­wel­ten mit Bü­chern, die Kin­dern Tü­ren öff­nen. Viel­fäl­ti­ge An­ge­bo­te er­mög­li­chen ih­nen, in­di­vi­dua­li­siert zu ar­bei­ten und Stär­ken zu zei­gen. Schü­le­rin­nen und Schü­ler füh­ren Ve­r­an­stal­tun­gen durch. Par­ti­zi­pa­ti­on hat ei­nen ho­hen Stel­len­wert.

Es wer­den Ide­en auf­ge­zeigt, ver­schie­de­ne Kom­pe­ten­zen zu för­dern.

C2.2 DF | Nach­hal­ti­ge und her­aus­for­dern­de Lern­auf­ga­ben für selbst­tä­ti­ges Ler­nen
Frido Koch
Irène Schmid
5.3C06 |
Lehrer/innenbildung | Primarstufe | Sekundarstufe I

Lern­auf­ga­ben prä­gen das schu­li­sche Ler­nen und den schu­li­schen Un­ter­richt und sind dann mo­ti­vie­rend und von ho­her Qua­lität, wenn sie ei­nem nach­hal­ti­gen Wis­sens- und Kom­pe­tenz­er­werb der Ler­nenden er­mög­li­chen. Den Fo­kus auf ei­nen nach­hal­ti­gen Wis­sens- und Kom­pe­tenz­er­werb zu le­gen, be­deu­tet, dass das Wis­sen, das sich die Schü­le­rin­nen und Schü­ler an­eig­nen, auch in ei­ner ver­än­der­ten Um­ge­bung an­wend­bar sein soll.

Im Work­shop wer­den nach ei­nem Kurzin­put und Ein­stieg in die The­ma­tik in ver­schie­de­nen Aus­tausch­for­men Fra­gen zu Kri­te­ri­en und An­for­de­run­gen für nach­hal­ti­ge Auf­ga­ben beim selbst­tä­ti­gen Ler­nen dis­ku­tiert.

Pfad D: An­er­ken­nungs­kul­tur
D1.1 | Ich kann es nicht er­k­lären! – Hil­fen für das Er­ken­nen und Wer­ten in­tui­ti­ver Lö­sun­gen von Ma­the-As­sen
Prof. Dr. Friedhelm Käpnick
6.0D13 |
Primarstufe

So­w­ohl die enor­me Be­deu­tung von In­tui­tio­nen für pro­duk­ti­ves Tun wie auch das ho­he krea­ti­ve Po­ten­zi­al von Kin­dern sind un­be­strit­ten. Doch ist es für Lehr­per­so­nen nicht leicht, in­tui­tiv-krea­ti­ve Lö­sun­gen im Un­ter­richt zu er­ken­nen und ih­ren Ide­en­ge­halt zu wür­di­gen.

Aus­ge­hend von au­then­ti­schen Bei­spie­len wer­den im Work­shop kon­kre­te Hil­fen für das Er­ken­nen und Wert­sch­ät­zen in­tui­tiver Lö­sun­gen klei­ner Ma­the-As­se im Re­gel­un­ter­richt ge­ge­ben, und mit dem in­tui­tiven Pro­blemlö­ser wird ein spe­zi­el­ler Typ ma­the­ma­ti­scher Be­ga­bun­gen cha­rak­te­ri­siert.

D1.2 | Chan­cen po­ten­zi­alo­ri­en­tier­ter Aus­bil­dung von Lehr­per­so­nen
Prof. Dr. Christian Fischer
M.Ed. Julia Gilhaus
5.1H01 |
Gymnasium | Hochschule | Lehrer/innenbildung

Im Work­shop wird ein neu­es Pro­jekt­for­mat mit dem «For­der-För­der-Pro­jekt Plus. For­schen­des Ler­nen – das Ler­nen er­for­schen» prä­sen­tiert. Da­bei han­delt es sich um ein hoch­schuld­i­dak­ti­sches Tan­dem-An­ge­bot for­schen­den Ler­nens, das sich zum ei­nen an leis­tungs­star­ke und mo­ti­vier­te Schü­ler/in­nen in der gym­na­sia­len Ober­stu­fe rich­tet. Zum an­de­ren wen­det sich die­ses glei­cher­mas­sen an Lehr­amts­stu­die­ren­de, die sich eben­so durch Leis­tungs­st­är­ke und Mo­ti­va­ti­on aus­zeich­nen. Am Lern­ort Uni­ver­sität mit kon­kre­tem Ein­satz in der Pra­xis wer­den For­schungs­pro­jek­te zu Ler­nen und Lern­stra­te­gi­en ent­wi­ckelt.

Pfad E: Dif­fe­ren­zie­ren­de Ler­nar­ran­ge­ments
E1.1 | Ma­the­ma­tisch reich­hal­ti­ge Auf­ga­ben zur För­de­rung ma­the­ma­tisch be­gab­ter Pri­mar­schul­kin­der
Dr. Peter Flury
5.0H06 | Studiensaal B
Primarstufe

Ma­the­ma­tisch be­gab­te Pri­mar­schü­le­rin­nen und -schü­ler sol­len und wol­len mit an­spruchs­vol­len Auf­ga­ben­stel­lun­gen her­aus­ge­for­dert wer­den. Im Work­shop wird an meh­re­ren kon­kre­ten Auf­ga­ben­stel­lun­gen und Lö­sungs­bei­spie­len von Kin­dern auf­ge­zeigt, wie mit­hil­fe reich­hal­ti­ger Auf­ga­ben/Auf­ga­benfelder – auch aus den of­fi­zi­el­len Ma­the­ma­tik­lehr­mit­teln – ma­the­ma­tisch be­gab­te Kin­der in­di­vi­du­ell ge­för­dert wer­den kön­nen.

E1.2 | Books Wi­thout Words: using word­less pic­tu­re books to sti­mu­la­te young high­ly able re­a­ders
Dr. Margaret Sutherland
6.-1D13 | Foyer
Kindergarten | Primarstufe | Sekundarstufe I

Rea­ding can trans­port you in­to ano­ther world.  A world whe­re any­thing is pos­si­ble, whe­re ad­ven­tures hap­pen every day and whe­re you ima­gi­na­ti­on can fly!  What then of books wi­thout words?  Whi­le word­less pic­tu­re books ha­ve tra­di­tio­nal­ly be­en used to sup­port re­a­ders who strugg­le, this ses­si­on will ex­plo­re how we can use word­less books to chal­len­ge young high­ly able re­a­ders.

Die Un­ter­la­gen wer­den auf Deutsch ab­ge­ge­ben

E3.1 DF | MINT-Ta­lent­för­de­rung durch in­no­va­ti­ve Schü­ler­ex­pe­ri­men­te aus der Luft- und Raum­fahrt­for­schung
Dr. Dieter Hausamann
Tobias Schüttler
5.3H01 |
Gymnasium | Hochschule | Sekundarstufe I

Vor­stel­lung von Ex­pe­ri­men­ten, die mit dem Hec­tor-Se­mi­nar ent­wi­ckelt wur­den:

  • Fern­er­kun­dung der Er­de mit Stra­to­s­ph­ären­bal­lo­nen/UAVs
  • GA­LI­LEO-Sa­tel­li­ten­na­vi­ga­ti­ons­de­mons­tra­tor
  • Ra­ke­ten­ex­pe­ri­men­te mit der «Space-Box»
  • Kon­zep­ti­on, Pla­nung, Durch­füh­rung, Er­fah­run­gen, Feed­back der Teil­neh­men­den, Eva­lua­ti­on der­ar­ti­ger Schü­le­rin­nen- und Schü­ler­for­schungs­pro­jek­te
  • An­re­gun­gen für ver­gleich­ba­re Pro­jek­te
  • Nutz­bar­keit/Um­setz­bar­keit der Ex­pe­ri­men­te in der MINT-Ta­lent­för­de­rung
Pfad F: För­de­rung durch Men­to­ren/Men­to­rin­nen und Lern­be­ra­tung/Coaching
F1.1 DF | Men­to­ri­el­le Be­glei­tung an der In­ter­nats­schu­le Schloss Han­sen­berg
Dr. Jürgen Flender
5.1H03 |
Gymnasium | Sekundarstufe I

Die In­ter­nats­schu­le Schloss Han­sen­berg (ISH) för­dert leis­tungs­star­ke und mo­ti­vier­te Ober­stu­fen­schü­ler/-in­nen un­ab­h­än­gig von den fi­nan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten der El­tern. Auf­ge­nom­me­ne Schü­ler/-in­nen wer­den von ei­nem qua­li­fi­zier­ten Men­to­rentan­dem im Hin­blick auf ih­re schu­li­sche und per­sön­li­che Ent­wick­lung be­treut und zu­sätz­lich (be­ga­bungs-)psy­cho­lo­gisch un­ter­stützt. Als ge­mein­sa­me Ba­sis hat sich der An­satz von J. Kuhl be­währt. Ty­pi­sier­te Fall­bei­spie­le aus der zu­gehö­ri­gen EOS-Dia­gnos­tik be­schrei­ben he­te­ro­ge­ne Be­ga­bungs­pro­fi­le als men­to­ri­el­le Her­aus­for­de­run­gen.

F1.2 | «De­in Wal ist gut» oder: «Wie füh­re ich ein ent­wi­ckeln­des Lern­be­ra­tungs­ge­spräch?»
MAEd. Salomé Müller-Oppliger
5.0H02 | Studiensaal A
Primarstufe | Sekundarstufe I

«Gut, schön, pri­ma, du kannst ein neu­es Blatt neh­men!» Das sind oft Rück­mel­dun­gen an Kin­der, die ei­nen Ar­beits­auf­trag er­le­digt ha­ben. Sie wer­den ge­lobt und er­hal­ten den nächs­ten Auf­trag. Wie er­ken­nen wir, was ein Kind wirk­lich be­ar­bei­tet und wel­che Kom­pe­ten­zen es da­durch er­wor­ben hat? Stim­men die­se mit un­se­ren Ziel­set­zun­gen über­ein? Wie re­de ich mit Schü­le­rin­nen und Schü­lern über ih­re Lern­fort­schrit­te? Wie wird das Dia­lo­gi­sche Ler­nen zu ei­nem be­ga­bungs­för­dern­den Ent­wick­lungs­ge­spräch?

Die­se und wei­te­re Fra­gen wer­den in die­sem Work­shop dis­ku­tiert.

11:35 ‒12:35 | Parallelvorträge

Par­al­lel­vor­trag 4
Par­al­lel­vor­trag 5
Par­al­lel­vor­trag 6
Par­al­lel­vor­trag 4
Men­to­ring – ei­ne op­ti­ma­le Mög­lich­keit der ex­tra­cur­ri­cula­ren Be­gab­ten­för­de­rung? For­schungs­be­fun­de und An­wen­dungs­mög­lich­kei­ten
Prof. Dr. Heidrun Stöger
6.-1D13 | Foyer

Men­to­ring kann ei­ne der ef­fek­tivs­ten För­der­mög­lich­kei­ten für (be­gab­te) Schü­le­rin­nen und Schü­ler dar­stel­len. Al­ler­dings zei­gen Stu­di­en, dass die prak­ti­sche Um­set­zung oft man­gel­haft ge­schieht. Nicht sel­ten führt Men­to­ring so­gar zu ne­ga­ti­ven Ef­fek­ten. Im Vor­trag wer­den For­schungs­be­fun­de zu Cha­rak­te­ris­ti­ka er­folg­rei­chen Men­to­rings her­aus­ge­ar­bei­tet. An­schlies­send wird am Bei­spiel ei­nes E-Men­to­ring-Pro­gramms auf­ge­zeigt, wie Be­gab­ten­för­de­rung mit Hil­fe ei­nes ex­tra­cur­ri­cula­ren Men­to­ring-Pro­gramms in der Pra­xis aus­se­hen kann.

Par­al­lel­vor­trag 5
Schools For Ta­lent De­ve­lop­ment: A Com­pre­hen­si­ve Plan For Pro­mo­ting Ta­lents and Gif­ted­ness Across The En­t­i­re Cur­ri­cu­lum
Prof. Dr. Joseph S. Renzulli
| Campussaal

The eco­no­mic, cul­tu­ral, and so­ci­al de­ve­lop­ment of na­ti­ons de­pends on the crea­ti­vi­ty and pro­duc­tivi­ty of its most gif­ted ci­ti­zens. De­ve­lo­ping the gifts and ta­lents of young peop­le is the best way to in­vest in ex­pan­ding the re­ser­voir of fu­ture sci­en­tists, aut­hors, in­ven­tors, en­tre­pre­neurs, and per­sons who will cont­ri­bu­te to the cul­tu­ral he­ri­ta­ge of a coun­try.

Par­al­lel­vor­trag 6
Stra­te­gi­en selbst­re­gu­lier­ten Ler­nens in der in­di­vi­du­el­len Be­ga­bungs­för­de­rung
Prof. Dr. Christian Fischer
5.0H06 | Studiensaal B

In der in­di­vi­du­el­len Be­ga­bungs- und Be­gab­ten­för­de­rung ge­win­nen ge­ra­de im schu­li­schen Kon­text spe­zi­el­le For­men des selbst­re­gu­lier­ten for­schen­den Ler­nens vor dem Hin­ter­grund ho­her ko­gni­ti­ver und metako­gni­ti­ver Po­ten­zia­le be­gab­ter Kin­der und Ju­gend­li­cher zu­neh­mend an Re­le­vanz. Die er­folg­rei­che Um­set­zung setzt pas­se­n­de Stra­te­gi­en des selbst­re­gu­lier­ten for­schen­den Ler­nens vor­aus, wo­bei vor al­lem be­gab­te Un­de­r­a­chie­ver bzw. ta­len­tier­te Mi­no­ritä­ten oder mehr­fach aus­ser­ge­wöhn­li­che Kin­der (Twice Ex­cep­tio­nal Stu­dents) be­son­de­ren Un­ter­stüt­zungs­be­darf auf­wei­sen.

14:15 ‒15:00 | Workshoprunde 2

Pfad A: Be­ga­bungs­för­dern­de Schu­len
Pfad B: Un­ent­deck­te Be­ga­bun­gen und Iden­ti­fi­ka­ti­on
Pfad C: Be­ga­bun­gen in Leis­tun­gen um­set­zen
Pfad D: An­er­ken­nungs­kul­tur
Pfad E: Dif­fe­ren­zie­ren­de Ler­nar­ran­ge­ments
Pfad F: För­de­rung durch Men­to­ren/Men­to­rin­nen und Lern­be­ra­tung/Coaching
Pfad A: Be­ga­bungs­för­dern­de Schu­len
A2.1 DF | Das Dreh­t­ür­mo­dell im Schul­ent­wick­lungs­pro­zess der Be­gab­ten­för­de­rung. Be­fun­de ei­ner Fra­ge­bo­gen­stu­die
Dr. Silvia Greiten
6.-1D13 | Foyer
Alle Stufen

Das «Dreh­t­ür­mo­dell» lässt sich auf das En­rich­ment-Mo­dell nach Ren­zul­li zu­rück­füh­ren und gilt als ein Kon­zept der schu­li­schen Be­ga­bungs- und Be­gab­ten­för­de­rung. In ei­ner Stu­die, in Ko­ope­ra­ti­on mit der Karg-Stif­tung, wur­den 42 Schu­len in Nord­rhein-West­fa­len mit ei­nem Fra­ge­bo­gen zu ih­rem Kon­zept be­fragt. Der Bei­trag stellt Be­din­gun­gen der un­ter­such­ten Schu­lentwicklungsprozesse und ver­schie­de­ne Ty­pen von Dreh­t­ür­mo­dellen vor, die die un­ter­such­ten Schu­len in­di­vi­du­ell kon­zi­pier­ten.

A2.2 | Per­so­na­li­sie­rung am Gym­na­si­um: Ein Mo­dell zur in­di­vi­du­el­len Be­ga­bungs­ent­fal­tung und Teil­ha­be­er­mög­li­chung
Christian Herbig
5.2D02 |
Gymnasium | Sekundarstufe I

Ob Fern­se­hen, Müs­li oder Schu­he: In un­se­rem Le­ben sind die Mög­lich­kei­ten all­ge­gen­wär­tig, der Viel­falt an in­di­vi­du­el­len Be­d­ürf­nis­sen durch per­so­na­li­sier­te An­ge­bo­te ge­recht zu wer­den. In Schu­le und Un­ter­richt – ins­be­son­de­re im gym­na­sia­len Bil­dungs­gang – sind ähn­li­che per­so­na­li­sie­ren­de An­s­ät­ze kaum zu fin­den. Wie kön­nen Lehr-Lern-Set­tings ge­stal­tet wer­den, um den viel­fäl­ti­gen Lern-, Be­ga­bungs- und Leis­tungs­vor­aus­set­zun­gen al­ler Ler­nen­den ge­recht zu wer­den? In der Prä­sen­ta­ti­on wer­den Er­geb­nis­se ei­ner Del­phi-Stu­die zur Per­so­na­li­sie­rung vor­ge­stellt.

Pfad B: Un­ent­deck­te Be­ga­bun­gen und Iden­ti­fi­ka­ti­on
B2.1 | Ta­len­ted Girls and Wo­men: Obst­a­cles, Chal­len­ges and Choices
Prof. Dr. Sally M. Reis
| Campussaal
Alle Stufen

What kinds of de­ci­si­ons do ta­len­ted wo­men and girls ma­ke that nur­tu­re or hurt their ta­lents? At which sta­ges du­ring one's li­fe­time are the­se de­ci­si­ons ma­de? How can par­ents and teachers help de­ve­lop gifts and eli­mi­na­te obst­a­cles in young girls? The­se and other ques­ti­ons, as well as pos­si­ble so­lu­ti­ons, will be ex­plo­red in this ses­si­on.

(Über­set­zun­gen auf Deutsch wer­den am Vor­trag ab­ge­ge­ben).

B2.2 | Krea­ti­ve Po­ten­tia­le ent­de­cken
Prof. Dr. Klaus Urban
6.0D13 |
Alle Stufen

Der Work­shop will für das Er­ken­nen krea­ti­ver Si­gna­le und Po­ten­tia­le von Schü­le­rin­nen und Schü­lern sen­si­bi­li­sie­ren und mit In­stru­men­ten zur Er­fas­sung krea­ti­ver Fä­hig­kei­ten theo­re­tisch und prak­tisch be­kannt und ver­traut ma­chen. Er rich­tet sich an Lehr­per­so­nen so­wie Päd­ago­gin­nen und Päd­ago­gen al­ler Al­ters­stu­fen.

B2.3 | Wenn wir al­le da­hin­ter kä­men, wie Hoch­be­gab­te so sind
Prof. Dr. habil. Thomas Trautmann
5.0H02 | Studiensaal A
Alle Stufen | Primarstufe | Sekundarstufe I

Je­de Be­ga­bungs­aus­prä­gung ist un­ver­wech­sel­bar und ein­ma­lig. In die­sem ex­pe­ri­men­tel­len Wok­shop wol­len wir ge­mein­sam über­le­gen, mit wel­chen un­ter­schied­li­chen Be­ga­bungs­va­riablen He­r­an­wach­sen­de aus­ge­stat­tet sein kön­nen, um «so» oder «so» oder eben «ganz an­ders» zu sein. Grund­la­ge un­se­res Den­kens ist das Mi­ka­do-Mo­dell, das zu­nächst kurz um­ris­sen wird. Da­nach wer­den wir ge­mein­sam ex­ter­ne Zu­schrei­bun­gen und in­ter­ne Per­sön­lich­keits­merk­ma­le be­trach­ten und in­ter­pre­tie­ren. «Da­zwi­schen» gibt es Hin­wei­se für Be­ra­tung und dia­gnos­ti­sche Tipps.

E4.1 DF | Zeit­rei­sen & Zu­kunfts­vi­sio­nen – För­der­mög­lich­kei­ten be­gab­ter Kin­der in Na­tur­wis­sen­schaft und Tech­nik
Dr. Monika Holmeier
5.4C06 |
Primarstufe

Der Work­shop zeigt Mög­lich­kei­ten auf, wie be­gab­te Kin­der an­ge­regt wer­den kön­nen, ihr Wis­sen für nach­hal­ti­ge Lö­sun­gen ge­sell­schaft­li­cher, öko­lo­gi­scher und wirt­schaft­li­cher Pro­ble­me ein­zu­set­zen. Da­zu wird das di­dak­ti­sche Prin­zip der «Vi­si­ons­ori­en­tie­rung» und das Kon­zept der «Zeit­rei­se» vor­ge­stellt und de­ren Um­set­zung an ei­nem Pro­jekt für nat­wurw­wis­sen­schaft­lich und tech­nisch be­gab­te Kin­der il­lus­tiert. An­schlies­send be­steht Zeit, das Ge­lern­te in die ei­ge­ne Pra­xis zu über­tra­gen und zu dis­ku­tie­ren.

Pfad C: Be­ga­bun­gen in Leis­tun­gen um­set­zen
C2.1 DF | Sind Be­ga­bung und In­tel­li­genz erb­lich?
Prof. Dr. Willi Stadelmann
5.1A17 |
Alle Stufen

Seit Jahr­zehn­ten wird in der wis­sen­schaft­li­chen und po­pu­lären Li­te­ra­tur über die Ver­er­bung von Be­ga­bung und In­tel­li­genz dis­ku­tiert.

Auch in heu­ti­gen Lehr­bü­chern kann man noch le­sen, In­tel­li­genz sei zu 50% bis 80% erb­lich be­dingt. Dies be­haup­ten auch Zwil­lings- und Ad­op­ti­ons­stu­di­en.

Im Work­shop soll der Fra­ge nach­ge­gan­gen wer­den, wie es mit der Erb­lich­keit von Be­ga­bung und In­tel­li­genz aus heu­ti­ger wis­sen­schaft­li­cher Sicht steht. Ein­be­zo­gen in die Dis­kus­si­on wer­den Er­kennt­nis­se aus Päd­ago­gik, Psy­cho­lo­gie, ko­gni­ti­ver Neu­ro­psy­cho­lo­gie und Bio­lo­gie (Ge­ne­tik).

C2.2 DF | Nach­hal­ti­ge und her­aus­for­dern­de Lern­auf­ga­ben für selbst­tä­ti­ges Ler­nen
Frido Koch
Irène Schmid
5.3A17 |
Lehrer/innenbildung | Primarstufe | Sekundarstufe I

Lern­auf­ga­ben prä­gen das schu­li­sche Ler­nen und den schu­li­schen Un­ter­richt und sind dann mo­ti­vie­rend und von ho­her Qua­lität, wenn sie ei­nem nach­hal­ti­gen Wis­sens- und Kom­pe­tenz­er­werb der Ler­nenden er­mög­li­chen. Den Fo­kus auf ei­nen nach­hal­ti­gen Wis­sens- und Kom­pe­tenz­er­werb zu le­gen, be­deu­tet, dass das Wis­sen, das sich die Schü­le­rin­nen und Schü­ler an­eig­nen, auch in ei­ner ver­än­der­ten Um­ge­bung an­wend­bar sein soll.

Im Work­shop wer­den nach ei­nem Kurzin­put und Ein­stieg in die The­ma­tik in ver­schie­de­nen Aus­tausch­for­men Fra­gen zu Kri­te­ri­en und An­for­de­run­gen für nach­hal­ti­ge Auf­ga­ben beim selbst­tä­ti­gen Ler­nen dis­ku­tiert.

C2.3 | Pro­blemlö­sen ler­nen – nicht nur, aber auch, für be­gab­te Ler­nen­de! 1. Teil
Priska Fischer Portmann
6.0D09 |
Primarstufe

Pro­blemlö­sen kann man ler­nen! Und je­des «Heu­re­ka! Ich hab’s!» stärkt die An­stren­gungs­be­reit­schaft, sich er­neut auf an­spruchs­vol­le Auf­ga­ben­stel­lun­gen ein­zulas­sen.

Im Work­shop wird an ma­the­ma­ti­schen Pro­ble­men er­fahr­bar ge­macht, wel­che Stra­te­gi­en und Hilfs­mit­tel den Lö­sungs­pro­zess un­ter­stüt­zen und wie Ler­nen­de bei der Ent­wick­lung ih­rer ma­the­ma­ti­schen Pro­blemlö­se­kom­pe­tenz un­ter­stützt wer­den kön­nen.

E5.3 DF | For­schen­des und ent­de­cken­des Ler­nen im Ele­men­t­ar­be­reich mit dem Pro­jekt «Ro­bo­tik für die Pri­mar­schu­le»
Dipl.-Ing. Michael Nelles
5.2H01 |
Primarstufe

Vie­le Kin­der ha­ben ein In­ter­es­se an tech­ni­schen und na­tur­wis­sen­schaft­li­chen Zu­sam­men­h­än­gen und su­chen in die­sem Be­reich in der Pri­mar­schu­le nach ei­ner För­de­rung. For­schen­des und ent­de­cken­des Ler­nen in spe­zi­el­len Ler­nar­ran­ge­ments setzt ge­nau an die­ser Stel­le an.

Die Fas­zi­na­ti­on der mo­bi­len au­to­no­men Ro­bo­ter er­mög­licht, die­se nach­hal­tig in der Pri­mar­schu­le ein­zu­set­zen. Das ei­gen­st­än­di­ge Kon­stru­ie­ren, Pro­gram­mie­ren und Tes­ten der Ro­bo­ter er­öff­nen den Kin­dern ei­nen krea­ti­ven Um­gang mit tech­ni­schen Ma­te­ria­li­en und stei­gern die Mo­ti­va­ti­on und den An­trieb für kom­ple­xe­re Auf­ga­ben.

Pfad D: An­er­ken­nungs­kul­tur
E5.1 DF | Bloom 3.0 für al­le! Ent­wick­lung von fra­gen­ba­sier­ten Auf­ga­ben im Netz­werk der Be­ga­bungs­för­de­rung
Dr. Thomas Berset
5.3H01 |
Primarstufe | Sekundarstufe I

Ei­ge­ne Fra­gen und Un­ter­su­chun­gen wir­ken sich bei be­gab­ten Kin­dern po­si­tiv auf Ziel­ori­en­tie­rung, Mo­ti­va­ti­on, pro­ze­du­ra­les Wis­sen und Über­zeu­gun­gen aus (vgl. Nebler H. & Schom­mer-Ai­k­ins M., 2002). Sol­che Auf­ga­ben sind für Lehr­per­so­nen an­spruchs­voll zu pla­nen und, mit grös­se­ren Grup­pen von Ler­nen­den, schwie­rig um­zu­setz­ten. Wir stel­len er­prob­te na­tur­wis­sen­schaft­li­che Auf­ga­ben vor, die in ei­nem re­gio­na­len Be­ga­bungs­netz­werk ent­wi­ckelt wur­den. Spe­zi­el­len Wert ha­ben wir auf den Trans­fer der Auf­ga­ben vom Pull­out-Pro­gramm in Re­gel­klas­sen ge­legt.

FORUM Schulleitung und Bildungsverantwortliche, 1. Teil | Pra­xis, Po­li­tik und Wis­sen­schaft: Steue­rungs­han­deln im Sys­tem Be­ga­bungs­för­de­rung
Bruno Küng
Niels Anderegg
Urs Wilhelm
6.-1D09 | Foyer
Schulleitungen

Im Work­shop wird der Fra­ge nach­ge­gan­gen, wie und mit wel­chen Mit­teln die drei Ak­teu­re Pra­xis, Po­li­tik und Wis­sen­schaft auf das Sys­tem Be­ga­bungs­för­de­rung und da­durch gleich­zei­tig auf sich ge­gen­sei­tig ein­wir­ken. Da­bei wird die The­se ver­tre­ten, dass die Wür­de der Pra­xis, die Em­pi­rie der For­schung und die Ve­r­ant­wor­tung der Po­li­tik in ei­nem dy­na­mi­schen Gleich­ge­wicht sind, wenn güns­ti­ge Ent­wick­lun­gen in Gang ge­bracht wer­den. Nach ei­ner Ein­füh­rung wer­den die drei Ak­teu­re ih­re Sicht­wei­sen dar­le­gen und mit sich selbst und den wei­te­ren un­ter den Teil­neh­men­den an­we­sen­den Ak­teu­ren ins Ge­spräch kom­men.

Pfad E: Dif­fe­ren­zie­ren­de Ler­nar­ran­ge­ments
E2.1 DF | Com­pac­ting und En­rich­ment im Schul­all­tag mit­tels Ar­beits­plä­nen
Keren Wirz
5.4A17 |
Primarstufe | Sekundarstufe I

Wie ge­hen wir mit Schü­le­rin­nen und Schü­lern an un­se­rer Schu­le um, die Lern­in­hal­te ra­scher be­grei­fen und/oder be­reits be­herr­schen? Im Work­shop wird ex­em­pla­risch auf­ge­zeigt, wie an­hand von Lern­stands­ana­ly­sen in­di­vi­du­el­le Ar­beits­plä­ne ent­wi­ckelt und im Schul­all­tag ein­ge­setzt wer­den. Da­bei wer­den ba­sie­rend auf der bloom­schen Ta­xo­no­mie die Me­tho­den Com­pac­ting und En­rich­ment an­ge­wen­det.

E2.2 | Be­ga­bungs­för­de­rung in der Pri­mar­schu­le: Ein Be­ga­bungs- und Be­gab­ten­för­de­rungs­kon­zept mit Fo­kus auf den MINT-Be­rei­chen
MAEd. Florian Bugnon
5.1H03 |
Primarstufe

Aus Er­kennt­nis­sen der Mas­ter­ar­beit «Schu­li­sche Mass­nah­men für hoch­leis­ten­de Schü­le­rin­nen und Schü­ler an Pri­mar­schu­len in den Ag­glo­me­ra­ti­ons­ge­mein­den der Stadt Ba­sel» wird ein Kon­zept der BBF auf Pri­mar­stu­fe vor­ge­stellt. Der Fo­kus be­ruht auf ei­nem Un­ter­richts­raum mit Lern­um­ge­bun­gen im Be­reich MINT. Wei­te­re Ele­men­te sind ein Scree­ning-Ver­fah­ren, An­ge­bo­te für Schü­le­rin­nen und Schü­ler so­wie ein Sup­port­an­ge­bot für Lehr­per­so­nen.

Im Work­shop wird auf­ge­zeigt, wie das Kon­zept im­ple­men­tiert wer­den kann, wel­ches die Ge­lin­gens­fak­to­ren sind und wo die Her­aus­for­de­run­gen lie­gen.

E2.3 DF | «Le­ben im Tot­holz» oder «Vö­gel in der Aue Ch­ly Rhy»: Na­tur­wis­sen­schaft­lich for­schen im Ate­lier Na­tu­ra
Gabriela Gehr
5.1H01 |
Primarstufe | Sekundarstufe I

Das Ate­lier Na­tu­ra ist ein kan­to­na­les Be­gab­ten­för­de­rungs­an­ge­bot, das be­gab­te Ler­nen­de der Mit­tel- und Ober­stu­fe se­pe­ra­tiv för­dert. Ziel ist es, die Ler­nen­den zu klei­ne­ren na­tur­wis­sen­schaft­li­chen For­schungs­ar­bei­ten zu be­fä­hi­gen. In die­sem Work­shop wird auf­ge­zeigt, wie wäh­rend Ex­kur­sio­nen und an­hand of­fe­ner Auf­ga­ben­stel­lun­gen die Grund­la­gen für ei­gen­st­än­di­ge Ar­bei­ten der Ler­nen­den ge­legt wer­den kön­nen. Vor­ge­stellt wer­den ne­ben kon­kre­ten Pro­duk­ten der Ler­nen­den di­dak­ti­sche Mög­lich­kei­ten, wel­che die Pro­jekt­pha­se struk­tu­rie­ren.

E5.2 DF | Von der Frei­en Tä­tig­keit zur ei­gen­st­än­di­gen Pro­jekt­ar­beit
Carmen Stahel
5.3C06 |
Alle Stufen

Die Freie Tä­tig­keit ist an der Pri­mar­schu­le Brugg ei­ne Ba­sis, um Be­ga­bungs­för­de­rung in­te­gra­tiv für al­le an­zu­bie­ten. An­hand von Bei­spie­len und Pro­duk­ten aus der prak­ti­schen Ar­beit wer­den Mög­lich­kei­ten/Her­aus­for­de­run­gen auf­ge­zeigt, wie mit ei­nem ge­ziel­ten Auf­bau die Pro­jekt­ar­beit das ei­gen­st­än­di­ge Ler­nen von der Un­ter- bis zur Ober­stu­fe för­dert und Raum lässt, die ei­ge­nen Be­ga­bun­gen zu ent­de­cken und sie wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Ei­ne im­mer grös­se­re Be­deu­tung hat mit zu­neh­men­der Er­fah­rung auch der Ein­be­zug di­gi­ta­ler Me­di­en. 

Pfad F: För­de­rung durch Men­to­ren/Men­to­rin­nen und Lern­be­ra­tung/Coaching
FORUM iPEGE, 1. Teil | Be­ga­bungs­för­de­rung und In­klu­si­on – ein Wi­der­spruch?
Prof. Dr. Christian Fischer
Prof. Victor Müller-Oppliger
Prof. Dr. Gabriele Weigand
Prof. Dr. Ernst Hany
Prof. Dr. Christoph Perleth
Prof. Dr. Claudia Solzbacher
5.0H06 | Studiensaal B
Alle Stufen

Der Be­griff «In­klu­si­on» wird in der ak­tu­el­len Dis­kus­si­on nur sel­ten mit in­di­vi­du­el­ler För­de­rung von Stär­ken und Be­ga­bun­gen in Ver­bin­dung ge­bracht. Viel­mehr wird der Be­griff oft aus son­der­päd­ago­gi­scher Sicht ge­dacht. Dies ist in­so­fern ver­wun­der­lich, da mit In­klu­si­on im päd­ago­gi­schen Kon­text die Teil­ha­be und op­ti­ma­le För­de­rung al­ler Men­schen in­ten­diert ist.

Das In­ter­na­tio­nal Pa­nel of Ex­perts for Gif­ted Edu­ca­ti­on (iPE­GE) dis­ku­tiert in ei­nem zwei­tei­li­gen Sym­po­si­um Mög­lich­kei­ten, wie die Be­ga­bungs­för­de­rung in der ge­gen­wär­ti­gen In­klu­si­onsdebatte ih­ren Platz fin­den kann. In ei­ner Po­di­ums­dis­kus­si­on wer­den un­ter­schied­li­che Zug­än­ge vor­ge­stellt und mit dem Pu­bli­kum dis­ku­tiert.

15:20 ‒16:05 | Workshoprunde 3

Pfad A: Be­ga­bungs­för­dern­de Schu­len
Pfad B: Un­ent­deck­te Be­ga­bun­gen und Iden­ti­fi­ka­ti­on
Pfad C: Be­ga­bun­gen in Leis­tun­gen um­set­zen
Pfad D: An­er­ken­nungs­kul­tur
Pfad E: Dif­fe­ren­zie­ren­de Ler­nar­ran­ge­ments
Pfad F: För­de­rung durch Men­to­ren/Men­to­rin­nen und Lern­be­ra­tung/Coaching
Pfad A: Be­ga­bungs­för­dern­de Schu­len
A3.1 | Be­ga­bungs­för­de­rung an der In­ter­nats­schu­le Schloss Han­sen­berg
Dr. Jürgen Flender
5.1H01 |
Gymnasium | Sekundarstufe I

Die In­ter­nats­schu­le Schloss Han­sen­berg (ISH) för­dert leis­tungs­star­ke und mo­ti­vier­te Ober­stu­fen­schü­ler/-in­nen un­ab­h­än­gig von den fi­nan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten der El­tern. Ba­sie­rend auf ih­rem Aus­wahl­ver­fah­ren kom­bi­niert die ISH ei­ne klas­sisch an­ge­bots­sei­ti­ge För­de­rung mit ei­ner pro­zess- und per­sön­lich­keits­ori­en­tier­ten För­de­rung nach J. Kuhl. Men­to­ri­el­le Be­glei­tung, be­ga­bungs­psy­cho­lo­gi­sche An­ge­bo­te so­wie der «Spi­rit» ei­ner wert­sch­ät­zen­den und in­spi­rie­ren­den Ge­mein­schaft er­mög­li­chen nach­weis­lich die Aus­sch­öp­fung po­ten­ti­el­ler Mehr­wer­te se­grega­ti­ver För­de­rung.

A3.2 DF | Pull­out als ei­ne För­der­mög­lich­keit auch im in­te­gra­ti­ven Sys­tem
Dina Mazzotti
6.0D13 |
Primarstufe

Ob­w­ohl die Stamm­klas­se nach wie vor der ers­te För­der­ort ist, gibt es auch Grün­de, wes­halb Pull­out-An­ge­bo­te ge­schaf­fen oder bei­be­hal­ten wer­den soll­ten. Das Pull­out-An­ge­bot in Ro­then­burg LU be­steht seit 2004, und an den ge­mach­ten Er­fah­run­gen sol­len auch an­de­re teil­ha­ben kön­nen.

Wir tau­schen uns über No­mi­na­ti­on, in­halt­li­che The­men, Ver­weil­dau­er und Ge­lin­gens­be­din­gun­gen aus. Die Stel­lung im in­te­gra­ti­ven Un­ter­richt und die Ve­r­zah­nung im Re­gel­klas­sen­un­ter­richt wer­den eben­so auf­ge­grif­fen wie die theo­re­ti­sche Un­ter­maue­rung des An­ge­bo­tes.

Pfad B: Un­ent­deck­te Be­ga­bun­gen und Iden­ti­fi­ka­ti­on
B1.3 DF | Be­ga­bun­gen er­ken­nen – nicht im­mer ein­fach! Ge­mein­sam auf Spu­ren­su­che
Elisabeth Müller
5.3H01 |
Kindergarten | Primarstufe

An­hand kon­kre­ter Bei­spie­le soll auf­ge­zeigt wer­de, wie schwie­rig das Er­ken­nen von Be­ga­bun­gen sein kann.

Ge­mein­sa­me Be­spre­chung der «Fäl­le» soll hel­fen, un­se­ren Blick für Kin­der und ih­re Be­ga­bun­gen zu schär­fen, aber auch kri­tisch die Be­schrän­kun­gen der Si­tua­ti­on und der be­trach­ten­den Per­son zu be­ach­ten. Be­kann­te Be­ga­bungs­mo­del­le wer­den bei­ge­zo­gen, um un­se­ren Ho­ri­zont und un­se­re Hand­lungs­fä­hig­keit zu er­wei­tern und neue Fra­ge­stel­lun­gen und Per­spek­ti­ven zu fin­den.

B3.1 | In­di­vi­du­el­le För­der­be­glei­tung von Kin­dern und Ju­gend­li­chen mit mBET und mBET­p­lus
Dr. Johanna Stahl
6.-1D13 | Foyer
Alle Stufen

Für die in­di­vi­du­el­le För­der­be­glei­tung von be­gab­ten Schü­le­rin­nen und Schü­lern wur­den vom ÖZ­BF zwei Tools ent­wi­ckelt, die Lehr­per­so­nen und Be­ra­tungs­fach­kräf­te in der För­de­rung von be­gab­ten Kin­dern und Ju­gend­li­chen un­ter­stüt­zen: das mul­ti­di­men­sio­na­le Be­ga­bungs-Ent­wick­lungs-Tool (mBET) für Schü­le­rin­nen und Schü­ler der 2. bis 6. Schul­stu­fe so­wie mBET­p­lus, ein Coaching­ba­sier­tes För­der­kon­zept für Schü­le­rin­nen und Schü­ler ab zwölf Jah­ren.

Im Work­shop wer­den Auf­bau und Hin­ter­grund bei­der För­der­tools vor­ge­stellt so­wie Un­ter­schie­de in den Kon­zep­ten dis­ku­tiert.

B3.2 | Wenn Be­ga­bung nicht zu Leis­tung führt…
Dr. phil. Sabine Tanner
5.2D02 |
Kindergarten | Primarstufe | Lehrer/innenbildung

Ei­ni­ge der deut­lich über­durch­schnitt­lich be­gab­ten Kin­der brin­gen No­ten nach Hau­se, die ih­rem Leis­tungs­ver­mö­gen in kei­ner Wei­se ent­spre­chen. Aus Sicht der Lehr­per­so­nen steht fest, dass ent­spre­chende Kin­der ho­he An­for­de­run­gen an die Un­ter­richts­pra­xis stel­len. In die­sem Work­shop wird der Fo­kus auf pro­ble­ma­ti­sches Lern- und Ar­beits­ver­hal­ten ge­legt. An die Prä­sen­ta­ti­on von em­pi­ri­schen Er­geb­nis­sen schlies­sen un­ter­richts­di­dak­ti­sche Über­le­gun­gen an, die auf­zei­gen, wie es ge­lin­gen kann, min­der­leis­ter­spe­zi­fi­schen Auf­fäl­lig­kei­ten ent­ge­gen­zu­wir­ken.

B3.3 | Stär­ken­kompass – Ein mul­ti­di­men­sio­na­les Ver­fah­ren zur Er­fas­sung von Stär­ken und In­ter­es­sen von Schü­lern/Schü­le­rin­nen in der vier­ten Schul­stu­fe
Mag. Florian Schmid
5.3A17 |
Lehrer/innenbildung | Primarstufe

Seit dem Schul­j­ahr 2016/2017 wird an zwei Pi­lot­schu­len in Salz­burg ein mul­ti­di­men­sio­na­les Ver­fah­ren zur Er­fas­sung von Stär­ken und In­ter­es­sen als Grund­la­ge für ei­ne fun­dier­te Schul­zweig­be­ra­tung an­ge­bo­ten. Da­bei wer­den ne­ben allgemei­nen und zweig­spe­zi­fi­schen schul­na­hen Auf­ga­ben, In­ter­es­sen und das Ar­beits- und Lern­ver­hal­ten ab­ge­fragt.

Im Work­shop wer­den das Ver­fah­ren, ers­te Be­gleit­for­schungs­er­geb­nis­se, das Be­ra­tungs­kon­zept und Bei­spie­le ge­lun­ge­ner Be­ra­tungs­ge­sprä­che vor­ge­stellt und ge­mein­sam mit den Teil­neh­me­rin­nen/Teil­neh­mern dis­ku­tiert.

Pfad C: Be­ga­bun­gen in Leis­tun­gen um­set­zen
C3.1 | De­ve­lo­ping Crea­ti­vi­ty Ac­tivi­ties For In­fu­si­on In­to Re­gular Cur­ri­cu­lum To­pics
Prof. Dr. Joseph S. Renzulli
| Campussaal
Alle Stufen

«Crea­ti­ve Idea Ge­ne­ra­tor» teachers will then be as­ked to work in small groups or­ga­ni­zed around ma­jor sub­ject are­as (Math, Rea­ding/Lan­gua­ge Arts, Sci­ence, So­ci­al Stu­dies). Each group will iden­ti­fy one or mo­re stan­dard or re­qui­red cur­ri­cu­lum to­pic and then ap­p­ly the ba­sic stra­te­gies men­tio­ned above to the de­ve­lop­ment of their own ac­tivi­ty. Han­douts lis­ting stra­te­gies and open-en­ded ques­ti­ons will be pro­vi­ded and par­ti­ci­pants will be gi­ven an op­por­tu­ni­ty to sha­re their crea­ti­ve ac­tivi­ties wi­th the group.

C3.2 | Krea­ti­vitäts­för­de­rung – Oa­sen des Sel­ber­den­kens
Mag. Dr. Lea Salis
5.1A17 |
Kindergarten | Primarstufe | Sekundarstufe I

Freir­äu­me für Ex­pe­ri­men­te – wo sind sie? An­ge­sichts ei­ner im­mer durch­or­ga­ni­sier­te­ren Welt gibt es ge­mäss Ex­per­ten gros­sen Be­darf an Freir­äu­men, um aus­zu­pro­bie­ren und «um die Ecke zu den­ken».

Be­ga­bungs- und Krea­ti­vitäts­för­de­rung soll im Sin­ne gän­gi­ger Be­ga­bungskonzeptionen wie Ren­zul­lis Drei Rin­ge Mo­dell mit of­fe­nen Räu­men für mu­ti­ges Den­ken ge­nau da an­set­zen dür­fen.

Sie er­fah­ren in die­sem Work­shop, war­um es für krea­ti­ve Pro­zes­se Freir­äu­me braucht, ve­r­an­kern Ihr Wis­sen mit fun­dier­ter Li­te­ra­tur und er­hal­ten Im­pul­se zur Rea­li­sie­rung sol­cher Räu­me in Ih­rer Um­ge­bung.    

C3.3 | Pro­blemlö­sen ler­nen – nicht nur, aber auch, für be­gab­te Ler­nen­de! 2. Teil
Priska Fischer Portmann
6.0D09 |
Primarstufe

Pro­blemlö­sen kann man ler­nen! Und je­des «Heu­re­ka! Ich hab’s!» stärkt die An­stren­gungs­be­reit­schaft, sich er­neut auf an­spruchs­vol­le Auf­ga­ben­stel­lun­gen ein­zulas­sen.

Im Work­shop wird an ma­the­ma­ti­schen Pro­ble­men er­fahr­bar ge­macht, wel­che Stra­te­gi­en und Hilfs­mit­tel den Lö­sungs­pro­zess un­ter­stüt­zen und wie Ler­nen­de bei der Ent­wick­lung ih­rer ma­the­ma­ti­schen Pro­blemlö­se­kom­pe­tenz un­ter­stützt wer­den kön­nen.

C4.2 DF | Päd­ago­gi­sche Hal­tung als Schlüs­sel­res­sour­ce für ei­ne be­ga­bungs­för­dern­de Schul­ent­wick­lung
Dr. Günter Schmid
5.2H01 |
Alle Stufen

Be­ga­bungs­för­de­rung ist we­der ein kos­ten­auf­wän­di­ges Re­form­pa­ket noch ei­ne spe­zi­fi­sche Me­tho­de oder Tech­nik, son­dern ei­ne (päd­ago­gi­sche) Hal­tung. Die­se ist via Re­fle­xi­on je­der Lehr­per­son «kos­ten­neu­tral» zug­äng­lich. Da­für braucht es ei­ne Wei­tung des Blicks von der Leis­tungs-Be­ur­tei­lung hin zu ei­ner Leis­tungs-Wür­di­gung. Dem­ent­spre­chend rückt in der Be­ga­bungs­för­de­rung die sub­jek­ti­ve Er­leb­nis­qua­lität der Ler­nen­den ins Zen­trum. Die­se ist nur auf der Be­zie­hungs­ebe­ne be­ein­fluss­bar. So­mit ist ech­te Be­ga­bungs­för­de­rung vor­der­grün­dig ei­ne Fra­ge der Be­zie­hungs­qua­lität.

Pfad D: An­er­ken­nungs­kul­tur
D3.1 | Ma­the­ma­tik in der Frei­zeit – in­for­mel­les Ma­the­ma­tiklernen ma­the­ma­tisch be­gab­ter Schü­ler/-in­nen
Vera Körkel
5.1H03 |
Alle Stufen

In der Frei­zeit­ge­stal­tung ma­the­ma­tisch be­gab­ter Schü­ler/-in­nen fin­den sich zahl­rei­che An­läs­se für ma­the­ma­tische Tä­tig­kei­ten, die teils be­wusst zu selbst­ge­steu­er­tem, aber auch unbe­wusst zu in­zi­den­tel­lem Ma­the­ma­tik­ler­nen bei­tra­gen. In ei­ner ex­plo­ra­ti­ven Stu­die wird die­ses in­for­mel­le Ma­the­ma­tik­ler­nen bei ma­the­ma­tisch be­gab­ten Sechst- und Siebt­kläss­lern/-klässlerin­nen und in re­tro­spek­ti­ven In­ter­views mit Ma­the­ma­tik­pro­fes­so­ren/-professorin­nen un­ter­sucht. Die ge­fun­de­nen un­ter­schied­li­chen Aus­prä­gun­gen in­for­mel­len Ma­the­ma­tik­ler­nens wer­den im Vor­trag ver­deut­licht.

FORUM Schulleitung und Bildungsverantwortliche, 2. Teil | Pra­xis, Po­li­tik und Wis­sen­schaft: Steue­rungs­han­deln im Sys­tem Be­ga­bungs­för­de­rung
Bruno Küng
Niels Anderegg
Urs Wilhelm
6.-1D09 | Foyer
Schulleitungen

Im Work­shop wird der Fra­ge nach­ge­gan­gen, wie und mit wel­chen Mit­teln die drei Ak­teu­re Pra­xis, Po­li­tik und Wis­sen­schaft auf das Sys­tem Be­ga­bungs­för­de­rung und da­durch gleich­zei­tig auf sich ge­gen­sei­tig ein­wir­ken. Da­bei wird die The­se ver­tre­ten, dass die Wür­de der Pra­xis, die Em­pi­rie der For­schung und die Ve­r­ant­wor­tung der Po­li­tik in ei­nem dy­na­mi­schen Gleich­ge­wicht sind, wenn güns­ti­ge Ent­wick­lun­gen in Gang ge­bracht wer­den. Nach ei­ner Ein­füh­rung wer­den die drei Ak­teu­re ih­re Sicht­wei­sen dar­le­gen und mit sich selbst und den wei­te­ren un­ter den Teil­neh­men­den an­we­sen­den Ak­teu­ren ins Ge­spräch kom­men.

Pfad E: Dif­fe­ren­zie­ren­de Ler­nar­ran­ge­ments
E2.1 DF | Com­pac­ting und En­rich­ment im Schul­all­tag mit­tels Ar­beits­plä­nen
Keren Wirz
5.4C06 |
Primarstufe | Sekundarstufe I

Wie ge­hen wir mit Schü­le­rin­nen und Schü­lern an un­se­rer Schu­le um, die Lern­in­hal­te ra­scher be­grei­fen und/oder be­reits be­herr­schen? Im Work­shop wird ex­em­pla­risch auf­ge­zeigt, wie an­hand von Lern­stands­ana­ly­sen in­di­vi­du­el­le Ar­beits­plä­ne ent­wi­ckelt und im Schul­all­tag ein­ge­setzt wer­den. Da­bei wer­den ba­sie­rend auf der bloom­schen Ta­xo­no­mie die Me­tho­den Com­pac­ting und En­rich­ment an­ge­wen­det.

E3.1 DF | MINT-Ta­lent­för­de­rung durch in­no­va­ti­ve Schü­ler­ex­pe­ri­men­te aus der Luft- und Raum­fahrt­for­schung
Dr. Dieter Hausamann
Tobias Schüttler
5.0H02 | Studiensaal A
Gymnasium | Hochschule | Sekundarstufe I

Vor­stel­lung von Ex­pe­ri­men­ten, die mit dem Hec­tor-Se­mi­nar ent­wi­ckelt wur­den:

  • Fern­er­kun­dung der Er­de mit Stra­to­s­ph­ären­bal­lo­nen/UAVs
  • GA­LI­LEO-Sa­tel­li­ten­na­vi­ga­ti­ons­de­mons­tra­tor
  • Ra­ke­ten­ex­pe­ri­men­te mit der «Space-Box»
  • Kon­zep­ti­on, Pla­nung, Durch­füh­rung, Er­fah­run­gen, Feed­back der Teil­neh­men­den, Eva­lua­ti­on der­ar­ti­ger Schü­le­rin­nen- und Schü­ler­for­schungs­pro­jek­te
  • An­re­gun­gen für ver­gleich­ba­re Pro­jek­te
  • Nutz­bar­keit/Um­setz­bar­keit der Ex­pe­ri­men­te in der MINT-Ta­lent­för­de­rung
E3.2 | Ei­ner für al­le – al­le für je­den. Be­ga­bungs- und in­ter­es­sen­ori­en­tier­te Um­set­zung ei­nes Klas­sen­the­mas.
Marlies Guldimann Oegerli
5.4A17 |
Primarstufe

Wie kann auf Pri­mar­schul­stu­fe ein Rea­li­en­the­ma so in­di­vi­dua­li­siert und in­ter­es­sen­ge­lei­tet be­ar­bei­tet wer­den, dass sich die Klas­se trotz­dem als Ge­mein­schaft wahr­nimmt?

Die Teil­neh­men­den er­hal­ten An­re­gun­gen an­hand ei­nes pra­xis­er­prob­ten Bei­spiels und kön­nen die ge­won­nen Er­kennt­nis­se di­rekt im ei­ge­nen Un­ter­richt an­wen­den.

F5.2 DF | «Das war die bes­te Auf­ga­be mei­nes Le­bens» Bei­spie­le von der Ar­beit im Ma­the­sup­port des Kan­tons Aar­gau
Daniel Steger
5.3C06 |
Sekundarstufe I

Ma­the­sup­port ist ein kan­to­na­les Be­gab­ten­för­de­rungs­an­ge­bot, wel­ches ma­the­ma­tisch be­son­ders be­gab­te Ler­nen­de der Mit­tel- und Ober­stu­fe se­pe­ra­tiv för­dert. Ziel ist es, die Ler­nen­den fach­lich her­aus­zu­for­dern und den Re­gel­fach­lehr­per­so­nen in­so­fern Sup­port zu leis­ten, als dass die Schü­ler/-in­nen da­zu an­ge­hal­ten sind, auch wäh­rend des Re­gel­un­ter­richts an den Ma­the­sup­port-Auf­ga­ben zu ar­bei­ten. In die­sem Work­shop wird das Set­ting der Kurs­nach­mit­ta­ge über ein Schul­j­ahr hin­weg be­schrie­ben und an­hand von Bei­spie­len auf­ge­zeigt, wie die Ju­gend­li­chen un­ter­schied­li­chen Al­ters ge­for­dert und geför­dert wer­den.

Pfad F: För­de­rung durch Men­to­ren/Men­to­rin­nen und Lern­be­ra­tung/Coaching
FORUM iPEGE, 2. Teil | Be­ga­bungs­för­de­rung und In­klu­si­on – ein Wi­der­spruch?
Prof. Dr. Christian Fischer
Prof. Dr. Gabriele Weigand
Prof. Victor Müller-Oppliger
Prof. Dr. Ernst Hany
Prof. Dr. Christoph Perleth
Prof. Dr. Claudia Solzbacher
5.0H06 | Studiensaal B
Alle Stufen

Der Be­griff «In­klu­si­on» wird in der ak­tu­el­len Dis­kus­si­on nur sel­ten mit in­di­vi­du­el­ler För­de­rung von Stär­ken und Be­ga­bun­gen in Ver­bin­dung ge­bracht. Viel­mehr wird der Be­griff oft aus son­der­päd­ago­gi­scher Sicht ge­dacht. Dies ist in­so­fern ver­wun­der­lich, da mit In­klu­si­on im päd­ago­gi­schen Kon­text die Teil­ha­be und op­ti­ma­le För­de­rung al­ler Men­schen in­ten­diert ist.

Das In­ter­na­tio­nal Pa­nel of Ex­perts for Gif­ted Edu­ca­ti­on (iPE­GE) dis­ku­tiert in ei­nem zwei­tei­li­gen Sym­po­si­um Mög­lich­kei­ten, wie die Be­ga­bungs­för­de­rung in der ge­gen­wär­ti­gen In­klu­si­onsdebatte ih­ren Platz fin­den kann. In ei­ner Po­di­ums­dis­kus­si­on wer­den un­ter­schied­li­che Zug­än­ge vor­ge­stellt und mit dem Pu­bli­kum dis­ku­tiert.

16:15 ‒17:15 | Parallelvorträge

Par­al­lel­vor­trag 7
Par­al­lel­vor­trag 8
Par­al­lel­vor­trag 9
Par­al­lel­vor­trag 7
Er­folg­reich mit Mis­ser­folg um­ge­hen – Be­ga­bung und Ler­nen aus Feh­lern
Dr. Dominik Gyseler
6.-1D13 | Foyer

«Aus Feh­lern wird man klug», sagt der Volks­mund. Doch das stimmt nur un­ter zwei Be­din­gun­gen: Ers­tens müs­sen die Feh­ler prä­zi­se ana­ly­siert wer­den, um die rich­ti­gen Kon­se­quen­zen dar­aus zie­hen zu kön­nen; zwei­tens müs­sen Kin­der und Lehr­per­so­nen ei­nen emo­tio­na­len Zu­gang zu Mis­ser­fol­gen fin­den, der ei­ne sol­che Ana­ly­se über­haupt erst mög­lich macht.

Par­al­lel­vor­trag 8
Von Neu­ro­my­then zu evi­denz­ba­sier­ter Be­ga­bungs­för­de­rung
Prof. Dr. Roland H. Grabner
5.0H06 | Studiensaal B

Der Ein­satz von neu­ro­wis­sen­schaft­li­chen Me­tho­den in der Be­ga­bungs- und Lern­for­schung führ­te nicht nur zu neu­em Wis­sen über die Funk­ti­ons­wei­se un­se­res Ge­hirns, son­dern auch zur Er­kennt­nis, dass zahl­rei­che fal­sche Vor­stel­lun­gen hier­zu be­ste­hen. Die­se Vor­stel­lun­gen wer­den als Neu­ro­my­then be­zeich­net und ha­ben sich in in­ter­na­tio­na­len Stu­di­en auch bei Lehr­per­so­nen als weit ver­brei­tet her­aus­ge­stellt.

Par­al­lel­vor­trag 9
Her­aus­for­de­rung He­te­ro­ge­nität: Per­so­no­ri­en­tier­te Be­ga­bungs- und Be­gab­ten­för­de­rung als Mo­tor par­ti­zi­pa­ti­ver Un­ter­richts- und Schul­ent­wick­lung
Prof. Dr. Gabriele Weigand
| Campussaal

Ent­ge­gen der jahrhun­der­te­lan­gen Tra­di­ti­on ei­nes weit­ge­hend auf Ho­mo­ge­ni­sie­rung be­ru­hen­den Bil­dungs­we­sens wird ak­tu­ell die He­te­ro­ge­nität der Schü­le­rin­nen und Schü­ler her­vor­ge­ho­ben. Es wird in der schu­li­schen Pra­xis ge­for­dert, mit die­ser Ver­schie­den­heit ad­äquat um­zu­ge­hen. Be­ga­bung wird da­bei ne­ben an­de­ren Merk­ma­len wie Ge­schlecht, Al­ter oder auch Mi­gra­ti­on als ein Kri­te­ri­um her­aus­ge­grif­fen, das es bei Kin­dern zu berück­sich­ti­gen und zu för­dern gel­te. Lehr­per­so­nen füh­len sich da­bei – zu Recht – nicht sel­ten über­for­dert.

18:00 | Abendanlass

02.07 | Abend­an­lass auf dem Schloss Habs­burg (Zu­satz­an­ge­bot)
| Rittersaal

Ver­brin­gen Sie ei­nen Abend auf dem na­mens­ge­ben­den Stamm­sitz der Habs­bur­ger. Die Habs­burg war der Wohn­sitz des welt­be­kann­ten Adels­ge­schlechts, das nach sei­nem glän­zen­den Auf­stieg im Spät­mit­tel­al­ter ein Welt­reich be­herrsch­te.

Sie wer­den im Rit­ter­saal kö­nig­lich ta­feln und da­bei ei­nem Kö­nig aus dem Mit­tel­al­ter be­geg­nen: Ru­dolf I. stieg als ers­ter Habs­bur­ger auf den Thron des Hei­li­gen Rö­mi­schen Rei­ches. Ein Freund des Kö­nigs wird Ih­nen zwi­schen den Gän­gen An­ek­do­ten aus Ru­dolfs Le­ben er­zäh­len. Ob er sei­ne lan­ge Ad­ler­na­se auch für Sie zur Sei­te ge­scho­ben hät­te?

Wir freu­en uns, Sie an die­sem Abend auf ei­ne Zeit­rei­se mit­zu­neh­men.

Die An­mel­dung für den Abend-An­lass er­folgt zu­sam­men mit der Kon­gress-An­mel­dung.
Die Kos­ten von CHF 85.– wer­den Ih­nen zu­sam­men mit den Kon­gressgebühren in Rech­nung ge­stellt.

Samstag,16. September 2017

8:45 ‒9:45 | Keynote

Vom Kön­nen des Wol­lens: Selbst­kom­pe­tenz, Selbst­kon­zept und Be­ga­bungs­ent­fal­tung
Prof. Dr. Julius Kuhl
| Campussaal

Vor dem Hin­ter­grund ei­ner funk­ti­ons­ana­ly­ti­schen Per­sön­lich­keits­theo­rie (PSI-Theo­rie) wer­den die Be­din­gun­gen un­ter­sucht, die es Schü­le­rin­nen und Schü­lern er­mög­li­chen, ih­re Be­ga­bun­gen in Leis­tung zu über­set­zen. Es wer­den Bei­spie­le ge­zeigt, wie mit ei­ner auf der PSI-Theo­rie ba­sie­ren­den Dia­gnos­tik be­ga­bungs­för­der­li­cher Selbst­kom­pe­ten­zen zen­tra­le päd­ago­gi­sche Fra­gen be­ant­wor­tet wer­den kön­nen.

9:55 ‒10:40 | Workshoprunde 4

Pfad A: Be­ga­bungs­för­dern­de Schu­len
Pfad B: Un­ent­deck­te Be­ga­bun­gen und Iden­ti­fi­ka­ti­on
Pfad C: Be­ga­bun­gen in Leis­tun­gen um­set­zen
Pfad D: An­er­ken­nungs­kul­tur
Pfad E: Dif­fe­ren­zie­ren­de Ler­nar­ran­ge­ments
Pfad F: För­de­rung durch Men­to­ren/Men­to­rin­nen und Lern­be­ra­tung/Coaching
Pfad A: Be­ga­bungs­för­dern­de Schu­len
A2.1 DF | Das Dreh­t­ür­mo­dell im Schul­ent­wick­lungs­pro­zess der Be­gab­ten­för­de­rung. Be­fun­de ei­ner Fra­ge­bo­gen­stu­die
Dr. Silvia Greiten
5.3H12 |
Alle Stufen

Das «Dreh­t­ür­mo­dell» lässt sich auf das En­rich­ment-Mo­dell nach Ren­zul­li zu­rück­füh­ren und gilt als ein Kon­zept der schu­li­schen Be­ga­bungs- und Be­gab­ten­för­de­rung. In ei­ner Stu­die, in Ko­ope­ra­ti­on mit der Karg-Stif­tung, wur­den 42 Schu­len in Nord­rhein-West­fa­len mit ei­nem Fra­ge­bo­gen zu ih­rem Kon­zept be­fragt. Der Bei­trag stellt Be­din­gun­gen der un­ter­such­ten Schu­lentwicklungsprozesse und ver­schie­de­ne Ty­pen von Dreh­t­ür­mo­dellen vor, die die un­ter­such­ten Schu­len in­di­vi­du­ell kon­zi­pier­ten.

A4.1 | BBF geht al­le an – Rea­li­sa­ti­on ei­nes ge­mein­sa­men kan­to­na­len För­de­r­an­ge­bots
Yvonne Kesseli
5.1A17 |
Alle Stufen | Schulleitungen

Im Kan­ton Thur­gau wer­den ab Schul­j­ahr 2017/18 An­ge­bo­te der Be­ga­bungs- und Be­gab­ten­för­de­rung in Form von «Im­puls­ta­gen» und «Ate­liers» auf­ge­baut. Nach Ren­zul­li ha­ben die «Im­puls­ta­ge» ei­ne brei­te Be­ga­bungs- und In­ter­es­sens­för­de­rung zum Ziel, die Ate­liers zie­len auf ei­ne an­spruchs­vol­le Be­gab­ten- und Leis­tungs­för­de­rung. Das Pro­jekt wird vo al­len Bil­dungs­äm­tern ge­mein­sam ger­tra­gen und an den Be­rufs­fach- und Mit­tel­schu­len durch­ge­führt. Im Work­shop wer­den das Kon­zept und die ge­mein­same Rea­li­sa­ti­on, High­lights (und Low­lights) prä­sen­tiert.

A4.2 DF | Be­gab­te Kin­der im Al­ters­durch­misch­ten Ler­nen för­dern! Ein Pra­xis­be­richt aus der Un­ter­stu­fe
Marianne Ettlin
6.0D13 |
Kindergarten | Primarstufe

Als ei­ne Mög­lich­keit nach­hal­ti­ger Schul- und Un­ter­richts­ent­wick­lung füh­ren Schu­len Mehr­j­ahr­gangs­klas­sen ein. Im Al­ters­durch­misch­ten Ler­nen (AdL) wer­den Baustei­ne für das in­di­vi­du­el­le und das ge­mein­schafts­bil­den­de Ler­nen an­ge­bo­ten.

Im Sin­ne ei­nes theo­rie­ba­sier­ten Pra­xis­be­rich­tes aus ei­ner Un­ter­stu­fe wer­den so­w­ohl der Mehr­wert des AdLs als auch be­ga­bungs­för­dern­de Ele­men­te des Un­ter­richts auf­ge­zeigt, Bei­spie­le dif­fe­ren­zie­ren­der Lern­si­tua­tio­nen vor­ge­stellt und die Chan­cen und Her­aus­for­de­run­gen für be­gab­te Kin­der im AdL dis­ku­tiert.

A4.3 | Selbst­or­ga­ni­sier­tes Ler­nen, Mo­ti­va­ti­ons­för­de­rung und Leis­tungs­er­war­tung im Span­nungs­feld von Schul­ent­wick­lung und Lehr­plan 21, 1. Teil
Gregory Turkawka
5.3C06 |
Alle Stufen

Im Schul­haus See­hal­de ler­nen die Ju­gend­li­chen seit 2013/14 in ei­nem sys­te­misch-in­ter­ak­tio­nis­ti­schen Set­ting, das nach der For­mel SE³ (Si­cher­heit, Er­folg, Ei­gen­st­än­dig­keit und Ein­ge­bun­den­sein) bei der (Lern-)Mo­ti­va­ti­on der Ju­gend­li­chen an­setzt, die­se ge­zielt ent­wi­ckelt und nutzt, um über­fach­li­che Kom­pe­ten­zen ent­lang der Ar­beit an den Lehr­plan­zie­len zu för­dern. Der Schul­er­folg wird da­bei mit den ein­ge­setz­ten In­stru­men­ten für die Ler­nen­den plan­bar. Der Work­shop gibt ei­nen Ein­blick in das Set­ting und ord­net es in den Kon­text des Lehr­plans 21.

Pfad B: Un­ent­deck­te Be­ga­bun­gen und Iden­ti­fi­ka­ti­on
B4.1 | «Po­ten­zia­le und Be­gab­te fin­den» – Päd­ago­gi­sche Dia­gnos­tik als ganz­heit­li­ches Ab­klärungs­ver­fah­ren
MAEd. Salomé Müller-Oppliger
5.0H02 | Studiensaal A
Primarstufe | Sekundarstufe I

In Erg­än­zung zur psy­cho­me­tri­schen Dia­gnos­tik berück­sich­tigt die päd­ago­gi­sche Dia­gnos­tik die ver­schie­de­nen Bil­dungs- und Be­ga­bungs­be­rei­che und er­fasst die co-ko­gni­ti­ve Fak­to­ren und Dis­po­si­tio­nen eben­so wie die Be­din­gun­gen des Lern- und Ent­wick­lungs­um­fel­des, die die Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung und Leis­tungs­fä­hig­keit der Kin­der be­ein­flus­sen.

Im Work­shop wird ein Scree­ningmo­dell zur Er­fas­sung al­ler Schü­le­rin­nen und Schü­ler so­wie ein in­di­vi­du­ell ab­ge­stimm­tes Iden­ti­fi­ka­ti­ons­ver­fah­ren für Be­ga­bungs­po­ten­zia­le vor­ge­stellt.

B4.2 | «Zeigt, was ihr könnt!» Un­ter­su­chung ei­nes Mo­ti­va­tions- und Selbst­steue­rungs­trai­nings für be­gab­te Un­de­r­a­chie­ver
Anne Vohrmann
5.4A17 |
Gymnasium | Sekundarstufe I

Wel­che Ef­fek­te er­zielt ein Mo­ti­va­tions- und Selbst­steue­rungs­trai­ning für be­son­ders be­gab­te Un­de­r­a­chie­ver (MoSt), wenn es in Klein­grup­pen im schu­li­schen Kon­text durch­ge­führt wird? Die­ser Fra­ge­stel­lung geht das in die­sem Work­shop vor­ge­stell­te Pro­mo­ti­ons­pro­jekt nach. Die Vor­stel­lung der ab­ge­schlos­se­nen Stu­die gibt Ein­bli­cke in die prak­ti­sche Ar­beit mit be­son­ders be­gab­ten Un­de­r­a­chie­vern der Mit­tel­stu­fe und regt zum Aus­pro­bie­ren an.

C2.1 DF | Sind Be­ga­bung und In­tel­li­genz erb­lich?
Prof. Dr. Willi Stadelmann
5.2H01 |
Alle Stufen

Seit Jahr­zehn­ten wird in der wis­sen­schaft­li­chen und po­pu­lären Li­te­ra­tur über die Ver­er­bung von Be­ga­bung und In­tel­li­genz dis­ku­tiert.

Auch in heu­ti­gen Lehr­bü­chern kann man noch le­sen, In­tel­li­genz sei zu 50% bis 80% erb­lich be­dingt. Dies be­haup­ten auch Zwil­lings- und Ad­op­ti­ons­stu­di­en.

Im Work­shop soll der Fra­ge nach­ge­gan­gen wer­den, wie es mit der Erb­lich­keit von Be­ga­bung und In­tel­li­genz aus heu­ti­ger wis­sen­schaft­li­cher Sicht steht. Ein­be­zo­gen in die Dis­kus­si­on wer­den Er­kennt­nis­se aus Päd­ago­gik, Psy­cho­lo­gie, ko­gni­ti­ver Neu­ro­psy­cho­lo­gie und Bio­lo­gie (Ge­ne­tik).

Pfad C: Be­ga­bun­gen in Leis­tun­gen um­set­zen
C4.1 | «Wo kä­men wir denn hin», wenn die Lehr­per­son au­then­tisch Be­ga­bung för­dern soll?
Lara Maschke
5.3A17 |
Primarstufe

In die­sem Wok­shop soll das Au­gen­merk auf die Kom­mu­ni­ka­ti­on der Leh­rer­per­sön­lich­keit und ein ad­äqua­tes, die Be­ga­bung der Kin­der för­dern­des päd­ago­gi­sches Han­deln ge­legt wer­den. Ge­mein­sam wol­len wir uns der Fra­ge wid­men, wel­che Rol­le die Per­sön­lich­keit und Au­then­ti­zität ei­ner Lehr­per­son spielt, wo Chan­cen und Gren­zen au­then­ti­schen Leh­rer­han­delns lie­gen und wel­che Fol­ge­run­gen dar­aus für Ihr ei­ge­nes päd­ago­gi­sches Han­deln in der In­ter­ak­ti­on mit (hoch)be­gab­ten Kin­dern ge­zo­gen wer­den kön­nen.

C4.2 DF | Päd­ago­gi­sche Hal­tung als Schlüs­sel­res­sour­ce für ei­ne be­ga­bungs­för­dern­de Schul­ent­wick­lung
Dr. Günter Schmid
5.2D02 |
Alle Stufen

Be­ga­bungs­för­de­rung ist we­der ein kos­ten­auf­wän­di­ges Re­form­pa­ket noch ei­ne spe­zi­fi­sche Me­tho­de oder Tech­nik, son­dern ei­ne (päd­ago­gi­sche) Hal­tung. Die­se ist via Re­fle­xi­on je­der Lehr­per­son «kos­ten­neu­tral» zug­äng­lich. Da­für braucht es ei­ne Wei­tung des Blicks von der Leis­tungs-Be­ur­tei­lung hin zu ei­ner Leis­tungs-Wür­di­gung. Dem­ent­spre­chend rückt in der Be­ga­bungs­för­de­rung die sub­jek­ti­ve Er­leb­nis­qua­lität der Ler­nen­den ins Zen­trum. Die­se ist nur auf der Be­zie­hungs­ebe­ne be­ein­fluss­bar. So­mit ist ech­te Be­ga­bungs­för­de­rung vor­der­grün­dig ei­ne Fra­ge der Be­zie­hungs­qua­lität.

C4.3 | Krea­ti­ves Den­ken, Schrei­ben und Pro­blemlö­sen
Prof. Dr. Marion Rogalla
6.-1D13 | Foyer
Primarstufe | Sekundarstufe I

Fan­ta­sie, di­ver­gen­tes Den­ken und Pro­blemlö­sen er­for­dern Krea­ti­vität. Be­spro­chen wird, wel­che Denk­fä­hig­kei­ten für Fan­ta­sieaufgaben und Pro­blemlö­se­auf­ga­ben (v. a. im ver­ba­len Be­reich) wich­tig sind und wel­che Selbst­kom­pe­ten­zen das Fin­den mög­lichst vie­ler Ide­en un­ter­stüt­zen kön­nen. Ziel ist es, Stra­te­gi­en krea­ti­ven Den­kens mög­lichst viel­fäl­tig in den Klas­sen­un­ter­richt zu in­te­grie­ren. Kon­kre­te Pra­xis­bei­spie­le ve­r­an­schau­li­chen die Theo­rie (z. B. krea­ti­ves Schrei­ben, zu­kunfts­be­zo­ge­ne Fan­ta­sieaufgaben).